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Mit Schutzkleidung und einer Druckluftpistole reinigen die Mitarbeiter in der Sandstrahlanlage die Getriebe von Schmutz und Lackresten.

Kissling AG

Für innere und äußere Schönheit

Durch neuen Lack in die Zukunft: Mit ihrer großen Sandstrahlanlage bringt die KISSLING AG revidierte Getriebe wieder zum Strahlen.

 

Platz für einen Kleinwagen bietet die neue Sandstrahlanlage der KISSLING AG. Die fünf Meter lange, vier Meter breite und viereinhalb Meter hohe Reinigungsbox steht seit kurzem in der Produktionshalle des Schweizer Getriebeherstellers in Bachenbülach nahe Zürich. Die Sandstrahlanlage reinigt seit einem halben Jahr alte und gebrauchte Getriebe von Schmutz und Lackresten, um eine schöne, flächendeckende Neulackierung zu ermöglichen „Früher flickten wir abgeblätterte Lackstellen mit dem Handpinsel. Das Ergebnis war eine unsaubere Lackierung mit der zusätzlichen Gefahr, dass andere alte Lackstellen später abblättern“, berichtet Roman Siegfried, Marketingdirektor der KISSLING AG.

 

Mit der neuen Sandstrahlanlage werden die Getriebe nun bis zum Guss abgestrahlt, bevor sie flächendeckend neu lackiert werden. „Unsere Mitarbeiter in Schutzausrüstung scheuern den alten Lack mithilfe von Druckluft und sehr feinen Sand komplett weg“, sagt Siegfried. Dank der enormen Größe der Reinigungsbox können die Mitarbeiter bequem um die Getriebe herumgehen und erreichen somit jeden Winkel des Produkts. „Selbst die Reinigung großer Planetengetriebe aus Industrie und Seilbahnwesen sind kein Problem“, erklärt Siegfried stolz.

Die große Sandstrahlanlage ist innen mit Holz verkleidet und mit einer Sicherheitstüre versehen. Fotos: KISSLING AG

Individuelle Neulackierung

Jedes Getriebe, dass KISSLING revidiert, wird in der neuen Sandstrahlanlage gereinigt. Somit erhalten jährlich rund 120 Getriebe nicht nur innere Schönheit durch Wartung, Reparatur und Pflege, sondern auch ein neues Äußeres „Der Kunde kann die Farbe der Neulackierung selbst wählen, standardmäßig bieten wir Rot und Grau an“, so Siegfried. Auch die Anzahl der Lackschichten wird individuell gewählt, Seilbahngetriebe benötigen beispielsweise zwei bis drei Grundschichten plus einen Decklack, während Industriegetriebe meist weniger, maritime Anlagen deutlich mehr Schichten benötigen.

 

Nach der Reinigung in der Sandtrahlanlage und der Neulackierung im Werk der KISSLING AG werden die Getriebe an die Kunden ausgeliefert. „Die Getriebe sehen nigelnagelneu aus, als wären sie gerade erst hergestellt worden“, betont Siegfried.

Das Seilbahn-Kegel-Planet (SKP) Getriebe von KISSLING ist die vorläufige Krönung von 92 Jahren Erfahrung im Getriebebau.

Neue Getriebe aus eigener Produktion

KISSLING revidiert aber nicht nur Getriebe, sondern stellt selbst auch welche her. Seit 1925 produziert, revisiert und wartet das Unternehmen mit Sitz im schweizerischen Bachenbülach Getriebe für Seil- und Achterbahnen, Zement- und Zuckermühlen, Papiermaschinen, Extrusionsanlagen, Rührwerke, Kompressoren ren und Generatoren, Prüfstände und Kraftwerke. Über 160.000 Getriebe hat die KISSLING AG bereits hergestellt. „Unser Geschäftsfeld ist breit, doch mit den Seilbahngetrieben sind wir groß geworden.“, sagt Siegfried. 60 Prozent der Produktion entfallen auf die Antriebskonzepte für Liftanlagen, die in der Branche sehr begehrt sind.

 

„Obwohl wir nur ein mittelständisches Familienunternehmen mit 35 Mitarbeitern sind, halten wir einen Marktanteil von rund 30 Prozent“, betont Siegfried. Selbst berühmte Seilbahnen, wie die Seilbahn auf den Zuckerhut in Rio de Janeiro oder die Roosevelt-Island- Tramway in New York werden von Getrieben aus dem Hause KISSLING angetrieben. Die neu produzierten Getriebe werden umfangreich geprüft und getestet, bevor sie die Produktionshallen verlassen. Unter anderem müssen KISSLINGGetriebe bis zu sechs Stunden lang extreme Belastungstests aushalten, bevor Die KISSLING AG beschäftigt insgesamt 35 Mitarbeiter, die meisten davon am Hauptstandort im schweizerischen Bachenbülach in der Nähe von Zürich. sie an die Kunden verschickt werden. Jährlich werden im Schnitt vier neue Getriebe entwickelt - alle in Schweizer Qualität.

Die KISSLING AG beschäftigt insgesamt 35 Mitarbeiter, die meisten davon am Hauptstandort im schweizerischen Bachenbülach in der Nähe von Zürich.

Qualitativ, sicher, langlebig

„Swiss Made“ bedeutet dabei Qualität, Sicherheit und Langlebigkeit. Die Getriebe von KISSLING halten bei entsprechender Wartung und Revison so ziemlich ewig, während günstigere Produkte der Konkurrenz oft nach zehn Jahren bereits ausgetauscht werden müssen. KISSLING repariert dagegen lieber, als auf Kosten des Kunden neue Getriebe zu verkaufen.

 

Die Schweizer Experten können selbst Jahrzehnte alte Getriebe aus aller Welt revisieren, egal ob sie aus dem eigenen Hause stammen oder nicht. KISSLING steht einfach für Schweizer Qualität und Beweglichkeit, egal ob die Firma Produkte entwickelt, Getriebe produziert, Antriebssysteme revisiert oder Kunden betreut werden. ts