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Die Bergstation wird um einige Höhenmeter nach oben verlegt. Foto: Gasteiner Bergbahnen AG 28

Projekt Schlossalm

Schneller als geplant

Dank dem guten Wetter in den Sommermonaten 2017 sind die Bauarbeiten an der neuen Schlossalmbahn und an den neuen Beschneiungsanlagen in Gastein schon weiter fortgeschrittenn.

 

Die Gasteiner Bergbahne AG investiert von 2016 bis 2020 rund 85 Millionen Euro. Der Großteil fließt in die Modernisierung des Skigebietes Schlossalm. Das Generationenprojekt wird in Etappen realisiert, wobei die „heiße“ Bauphase 2017 in den Sommermonaten begonnen hat. Bedingt durch die guten Wetterbedingungen sind die Bauarbeiten schon weiter fortgeschritten als ursprünglich geplant. „Wir liegen zeitlich auf Kurs und werden die Schlossalmbahn im Dezember 2018 eröffnen“, freut sich Bergbahnen-Vorstand Franz Schafflinger.

 

Das beginnt bereits am Parkplatz bei der Schlossalmbahn. Hier wurde das neue Gebäude für die Talstation bereits so weit fertiggestellt, dass die unterste Ebene des Parkdecks genutzt werden kann. Damit stehen hier bis zu 90 Parkplätze unter Dach zur Verfügung. Auch die Zwischenstation steht im Rohbau. „Hier konnte über den Winter schon im Innenbereich gearbeitet werden“, erklärt Schafflinger. Gleiches gilt auch für die Pumpstation Aeroplan. Die Erdarbeiten beim Speicherteich sind ebenfalls schon weit fortgeschritten. Die Bergstation ist so weit fertig, dass nach der Schneeschmelze der Lieferant der Seilbahnanlage – die Firma DOPPELMAyR – mit der Montage beginnen konnte. Dabei kommt dem Projektverlauf zu Gute, dass im zweiten Teilabschnitt bereits der Großteil der Fundamente betoniert und die Stützen aufgestellt wurden. Darüber hinaus wurden die Fundamente für das Schutzbauwerk über der ÖBB-Tauernbahn errichtet.

Drei Bahnen werden abgetragen

„Heuer steht noch ein umfangreiches Bauprogramm ins Haus“, erläutert Schafflinger. Mit der Fertigstellung der architektonisch herausragenden Talstation wurde ab Ende der Saison begonnen. Abgetragen werden die Standseilbahn Schlossalmbahn I, die Doppelsesselbahn Haitzingalm und die Vierersesselbahn Kleine Scharte. Dafür kommt die neue Einseil-Umlaufbahn, die über eine Zwischenstation im Bereich Kitzstein die Kleine Scharte an einem optimalen Verteilpunkt erreicht. Damit eröffnen sich den Skifahrern neue Abfahrtsoptionen.

 

Skigästen bietet sich dadurch die Möglichkeit, zwischen drei Abfahrtsoptionen (Schlossalm, Kleine Scharte oder Haitzingalm) mit je rund 1.200 Metern Höhendifferenz zu wählen. Das Projekt verfolgt also eine Reihe von Zielsetzungen: Durch neue Pisten bzw. den Neubau der Bahnen werden Komfort, Sicherheit und Kapazitäten deutlich erhöht. So werden die Pistenflächen im Skigebiet Schlossalm um insgesamt rund 20 Hektar erweitert. Für die Beschneiung neuer sowie bestehender Pistenflächen wird ein Speicherteich mit 150.000 Kubikmeter Wasserkapazität errichtet, der im vergangenen Sommer in das Gelände geformt wurde. ts

Technische Daten

10-EuB Schlossalmbahn