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Der Verband Deutscher Seilbahnen tagte Ende September auf der IGA in Berlin. Foto: Frank Sperling

Deutschland/Schweiz

Seilbahner zogen Bilanz

Ein erfolgreiches, aber auch herausforderndes Jahr liegt hinter der Seilbahn-Branche. Die Investitionen der letzten Jahre haben die Attraktivität und den Komfort der Anlagen gesteigert. „Der Trend zum Bergerlebnis hält ungebrochen an, zu jeder Jahreszeit. In den Wachstumsbranchen Sport, Erholung und Gesundheit haben die Seilbahnen einen hohen Stellenwert“, resümierte Peter Schöttl, der Präsident des Verbandes Deutscher Seilbahnen bei der diesjährigen Seilbahntagung in Berlin.

 

Neben dem Wintersport ziehen die Sommeranlagen mit und präsentieren sich als leistungsstarke Besuchermagnete. Auf diesem erfolgreichen Weg gehen die deutschen Seilbahnen weiter Richtung Zukunft und starten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 70 Millionen Euro in den kommenden Winter. Hier ein paar Beispiele: Die seit 1953 bestehende Jenner-Bahn wird mit einer 10er-Kabinenbahn das Gebiet rund um Berchtesgaden aufwerten.

 

Ab dem Frühjahr 2018 wird sie Gäste bequem und komfortabel auf den Gipfel bringen. Auch im Ski- und Wandergebiet Sudelfeld wird kräftig gebaut. 8 Millionen Euro werden hier investiert. Das gigantische Zugspitzen-Projekt befindet sich im Endspurt und startet am 21. Dezember in die Wintersaison. Die deutschen Seilbahnen unternehmen große Anstrengungen, sich als familienfreundliche Urlaubs- und Naherholungsgebiete weiterhin zu positionieren.

Auf der SBS-Tagung dabei v.l.n.r.: Stefan Puchner von Teufelberger, Dr. Monika Bandi Tanner von der Uni Bern und André Sommer von Wolfkabinen. Foto: SI/PICHLMAiR

Auch Schweizer sind gefordert

Und auch die Schweizer müssen sich stets um Gäste bemühen. SBS-Präsident und Nationalrat Dominique de Buman wies anlässlich der heurigen Generalversammlung des Branchenverbands Seilbahnen Schweiz (SBS) in seiner Ansprache auf die sehr herausfordernden Zeiten hin, in denen sich der alpine Tourismus in der Schweiz aktuell befinde.

 

Die Seilbahnunternehmer, so de Buman, seien vor allem hinsichtlich der Wintersaison gefordert. Dass der Schweizer Franken gegenüber dem Euro in den letzten Monaten schwächer geworden ist, vergünstige die Schweiz-Ferien für Gäste aus dem Euroraum spürbar, so der SBS-Präsident. Der nationale Anerkennungspreis, der alle zwei Jahre auf der SBS vergeben wird, um herausragende innovative Projekte auszuzeichnen, ging dieses Jahr an die Firma BÄCHLER Top Track AG aus Emmenbrücke. Ihr neuestes Produkt: der Nessy ZeroE. Das Beschneiungssystem hat das Rennen gemacht, da es ohne Strom und Kompressor funktioniert. bm