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Inauen-Schätti

Die Stärken des Kompakt-Antriebs

Flexibel, platzsparend, keine Baukosten: Der Kompaktantrieb von INAUEN-SCHÄTTI zeigt einmal mehr seine vielen Vorteile – bei der ältesten Seilbahn im Kanton Wallis.

 

Die Luftseilbahn raron-Eischoll verbindet als älteste Seilbahn im Kanton Wallis seit 1946 die beiden Dörfer raron und Eischoll miteinander. Die zweispurige Pendelbahn für zehn Personen ist täglich von vier bis 22 Uhr in Betrieb und befindet sich dank einwandfreier Wartung in gutem Zustand.

 

Lediglich der Antrieb aus dem Umbaujahr 1960 hat nach 58 Betriebsjahren seine Lebensdauer erreicht. Für Ersatz durfte der Seilbahnhersteller INAUEN-SCHÄTTI sorgen. „Das Unternehmen hat sich mit seinem Kompaktantrieb in der öffentlichen Ausschreibung durchgesetzt“, berichtet Christian amacker, Technischer Leiter der kantonsverwalteten Seilbahnen Oberwallis und Betriebsleiter der Anlage.

 

Die Platzverhältnisse im Maschinenraum der Bergstation sind sehr eng, sodass der Kompaktantrieb die beste Lösung gewesen sei.

Sämtliche Antriebskomponenten der Seilbahn raron-Eischoll mussten durch den engen ring geschleust werden. Fotos: INAUEN-SCHÄTTI

„Wir mussten keine baulichen Veränderungen vornehmen, das Angebot von INAUEN-SCHÄTTI war somit auch finanziell am günstigsten“, erklärt Amacker. Der Entscheidung waren eine Analyse von referenzprojekten, sowie der Besuch einer ähnlichen Anlage vorausgegangen.

 

Denn INAUEN-SCHÄTTI führt pro Jahr zwei bis drei solcher Umbauten durch, insgesamt 13 solcher Projekte haben die Schweizer Seilbahnprofis schon mit dem Kompaktseilbahnantrieb umgesetzt. Der Auftrag im Wallis umfasste nicht nur den neuen Antrieb inklusive Antriebsscheibe, sondern auch den Ersatz von Notantrieb, Bremsen, sowie dreier Umlenkscheiben.

 

„Nichtzuletzt durften wir Anpassungen an der wenige Jahre alten Steuerung der Frey AG im Zusammenhang mit dem Einbau der Antriebe vornehmen“, umreißt Peter schindler, Leiter Service & Unterhalt bei INAUEN-SCHÄTTI, das Projekt.

Wie eng die Situation in der Station wirklich ist, zeigte sich bereits bei der Planung. „Wir hatten nur wenige alte Aufzeichnungen. Deswegen nahmen wir sämtliche Maße vor Ort neu ab und erstellten eine 3D-Visualisierung.

 

Dadurch wussten wir den Platz gut zu nutzen“, sagt Schindler. Auch dem Kunden gefiel diese Vorgehensweise. „Die Visualisierung stimmte genau mit der realität überein“, so Amacker.

Technische Daten

lsb raron – eischoll

Alle Antriebskomponenten sind auf engstem raum positioniert.

Seilbahner halfen bei Montage mit

Diese Genauigkeit war auch nötig, denn Anlieferung und Montage erfolgte auf engstem raum. „Sämtliche Komponenten mussten durch einen schmalen ring geschleust werden. Eine Umlenkscheibe mussten wir gar zweiteilig anliefern“, beschreibt Schindler die Situation.

 

Zudem waren spezielle Montageeinrichtungen nötig, um den Kompaktantrieb auf wenigen Quadratmetern zusammenzubauen. Dabei halfen auch die sechs Mitarbeiter der Seilbahn tatkräftig mit.

 

„Wir lernten den Antrieb von Grund auf kennen. Das erleichtert uns künftig den Betrieb und die Instandhaltung“, ist der Betriebsleiter überzeugt. Nur fünf Arbeitwochen standen zur Verfügung, der Kanton wollte den Ersatzverkehr durch Busse möglichst kurz halten.

Elektronischer Notantrieb

Neben der kompakten Bauweise überzeugte auch der elektronische Notantrieb die Betreiber. „INAUEN-SCHÄTTI bot als einziger Bewerber einen elektronischen Notantrieb an, der die alte, hydraulische Lösung durch ein komfortables System mit besseren Notlaufeigenschaften ersetzt“, betont Amacker.

 

Nun ist der redundante Notantrieb kompakt in den Mechanikblock integriert – und wird mit einer neuen Zusatzsteuerung bedient. „Wir können nun mittels der mobilen Steuerung stressfrei den Notantrieb kontrollieren,“ freut sich der Betriebsleiter.

 

Bei Stromausfall steht jetzt zudem ein Generator außerhalb der Station bereit, was die Platzsituation im Maschinenraum weiter entschärft. „Wir sind mit dem Kompaktantrieb sehr zufrieden“, fasst Amacker zusammen. ts

Peter Schindler

leiter service & unterhalt bei iNaueN-sCHÄtti

„Unser Kompaktantrieb konnte bei der Auschreibung gleich mehrfach punkten. Durch die flexible und kompakte Bauweise boten wir im Vergleich zu Mitbewerbern nicht nur die platzsparenste, sondern auch die günstigste Lösung an – insbesondere, da in der Station keine baulichen Anpassungen notwendig waren.

 

Zudem konzipierten wir einen komfortablen, elektrischen Notantrieb anstatt erneut auf eine hydraulische Lösung zu setzen.“