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Foto: Leoganger Bergbahnen

Melzer & Hopfner

Erste D-Line mit automatischen Sesseln in Österreich

Mit der Muldenbahn ist den Leoganger Bergbahnen ein Meilenstein gelungen. Sie investierten fünf Monate Bauzeit, sieben Millionen Euro – und in die Planung von MELZER & HOPFNER.

 

Im immer härter werdenden Konkurrenzkampf der Wintersportregionen müssen selbst große Player wie der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn laufend investieren. Mit dem Bau der neuen Muldenbahn konnte eindrücklich einer der letzten Schwachpunkte auf Leoganger Seite beseitigt werden.

 

Die Muldenbahn, eine der Schlüsselanlagen bei der rückbringung der Skigäste vom Saalbacher in den Leoganger Skiraum, wurde schon bisher als kuppelbare 6-er Sesselbahn betrieben.

 

Die Förderleistung war allerdings für die heutigen Anforderungen viel zu gering, zudem waren die Platzverhältnisse in der Talstation sehr bescheiden. Es war also die grundlegende Aufgabe, den Talstationsbereich deutlich zu entflechten und die Förderleistung zu erhöhen.

 

Für diese Aufgabe engagierte man die langjährigen Planungspartner MELZEr & HOPFNEr. Basierend auf einer Gesamtstudie des kompletten Leoganger Bereiches, wurde letztendlich eine Hochleistungsbahn auf höchstem Niveau konzipiert.

Die Talstation wurde deutlich nach Norden abgerückt, um ausreichend Platz für die deutlich höhere Transportkapazität zu schaffen. Trotz großer geologischer Probleme konnte der Ski-Erschließungskommission des Landes Salzburg ein schlüssiges und landschaftsverträgliches Konzept vorgelegt werden.

 

Die Bergstation liegt unverändert, hier wurde lediglich die Anbindungen an die bestehenden Pisten optimiert. Sämtliche Fahrzeuge der Anlage werden in der Talstation „stationsgaragiert“. Um optimalen Witterungsschutz zu bieten, wurde die komplette technische Anlage in ein architektonisch hochwertiges Gebäude integriert.

 

Der Zugang der Fahrgäste erfolgt über ein Förderband und 90 Grad zur Fahrtrichtung. Die Fahrzeuge funktionieren vollautomatisch, d.h. automatisches Schließen und Öffnen, was bedeutet, dass sieben Kinder mit nur einer Begleitperson transportiert werden können.

 

Zusammen mit dem Direktantrieb ist die Muldenbahn die erste D-Line in Österreich mit automatischen Sesseln (Autolock) und Stationsgaragierung. Die architektonischen Konzepte von MELZER & HOPFNER wurden vom heimischen Baumeister Fred Waltl „künstlerisch“ aufgepeppt, um einen Bezug des Pinzgauer Baustil’s zur Technik herzustellen.

 

Das aus dem Aushub gewonnene Gestein wurde in einer aufwendigen Technik (Gambionen) als Fassadenelement gewonnen, edle Holzkonstruktionen in der Talstation sollen den Bezug zur Natur verstärken. ts

Technische Daten

8 SBK Muldenbahn Leogang