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Der Start/Zielbereich für Langlauf befindet sich unterhalb des Auslaufes der Sprungschanze. Foto: Stephan Elsler/ Olympiaregion Seefeld

Klenkhart & Partner

Seefeld ist WM-Bereit!

Für die FIS Nordische Skiweltmeisterschaft hat die Gemeinde Seefeld kräftig in die Infrastruktur und die Sportstätten investiert. Die Planer waren KLENKHART & PARTNER.

 

Alle Maßnahmen konnten im engen Zeitplan erfüllt werden, sodass auch einer gelungenen Generalprobe im letzten Winter nichts im Wege stand. Als Planer wurden das WM-erprobte Team rund um die Ingenieure Christian Klenkhart und Christian Weiler mit ins Boot geholt.

 

Das integrative Konzept der Tiroler bezüglich Loipenausbau, Beschneiungsanlage, Speicherteich sowie weiterer Infrastruktur- Maßnahmen fand bereits in der Entstehungphase rege Zustimmung.

 

Die gesamte Vorbereitung und Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der WM-Sportanlagen Seefeld Tirol GmbH und vorheriger Abstimmung mit Vertretern der FIS. Insgesamt wurden fast vier Kilometer Loipen neu gebaut, zwei Kilometer wurden mittels Verbreiterung und neuer Trassenführung adaptiert.

Auch die Ausschreibung des Schrägaufzuges, der den alten Schanzenlift ersetzt, übernahmen KLENKHArT & PArTNEr. Foto: SI/Surrer

Alle rennloipen wurden in den Anstiegen auf zehn Meter verbreitet, die Abfahrten erhielten eine Breite von rund sieben Metern. Dazu kamen auch Zuschauerwege, von denen ein Großteil nach der Veranstaltung wieder rückgebaut wird.

 

Alle Arbeiten wurden mit größter Sensibilität vorgenommen. Nach der Baufertigstellung wurden die Loipen begrünt, nicht integrierbare Teile rückgebaut, Forst- und Fahrwege wieder hergestellt. Für den naturschonenden Ausbau des Loipennetzes gab es Lob vom Landesumweltanwalt.

 

Schneesicherheit wird durch ein modernes Beschneiungssystem garantiert. Dazu wurden ca. 8.000 Meter Feldleitungen verlegt und 85 Oberflur-Zapfstellen gesetzt.

 

Um für die Grundbeschneiung genügend Wasser zur Verfügung zu haben, wurde am Gschwandtkopf ein Speicherteich mit einem Fassungsvermögen von 110.000 Kubikmetern errichtet.

 

Dieser steht nach der Nordischen Skiweltmeisterschaft auch für die Beschneiung der Publikumsloipen im Tal und der Pisten am Gschwandtkopf zur Verfügung. Mit Hilfe der schlagkräftigen Beschneiungsanlage konnten die Langläufer bereits im schneearmen Vorwinter auf der WM-Loipe trainieren.

Um eine sichere und komfortable Überquerung der Möserer Landesstraße zu gewährleisten, wurde eine 24 Meter breite Loipenbrücke realisiert. Foto: Stephan Elsler/ Olympiaregion Seefeld

Durch die Höhenlage des Naturspeicherteiches ist eine Beschneiung sämtlicher Loipen ausschließlich mit Eigendruck möglich. Zur Optimierung der Schneileistung wurde am Speicherteich eine Kühlturmanlage mit einer Förderleistung von 180 Litern pro Sekunde realisiert.

 

Der Start/Zielbereich befindet sich unterhalb des Auslaufes der Sprungschanze im Bereich des bestehenden Fußballplatzes. Auch dieser wurde großzügig adaptiert und umgebaut, um ausreichend Platz für die Weltmeisterschaft und zukünftige Veranstaltungen zu haben.

 

Um hier eine sichere und komfortable Überquerung der Möserer Landesstraße zu gewährleisten, wurde eine 24 Meter breite Loipenbrücke – mit entsprechender Anrampung für die Loipen – geplant.

 

Darüber hinaus ging es um eine verträgliche Zufahrt zum Casino Stadion, die Vernetzung der bestehenden Kleingerinne und entsprechender Verbesserung der Abfluss-Situation inklusive der Gestaltung rund um den Raabach.

 

KLENKHART & PARTNER zeichneten nicht nur für die Projektsteuerung der gesamten Baumaßnahmen verantwortlich, sondern übernahmen auch zusätzliche Detailprojekte für UVP-Feststellung, Naturschutz, Wasser- und Forstrecht.

 

Auch die funktionelle Ausschreibung des Schrägaufzuges, der den alten Schanzenlift ersetzt, lag in den Händen von KLENKHART & PARTNER.

Ebenso wie die EU-weiten Ausschreibungen als auch die gesamte Begleitung des Vergabeverfahrens. Eine besondere Aufgabe stellte die Planung der Flutlichtanlage für die Schanze dar, die in Zusammenarbeit mit Klaus Hochschwarzer von den Lichtplanern Innsbruck entstanden ist.

 

Auch dabei wurden die komplexe Einreichplanung und Ausschreibung von den Ingenieuren perfekt umgesetzt. Das perfekt umgesetzte Konzept in Seefeld gab auch den Ausschlag, dass die Gemeinde Oberstdorf – Austragungsort der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2021 – die Tiroler mit der Planung der Beschneiungsanlage inkl. Schneiteich beauftragt haben.

 

Das Gesamt-Konzept steht – und bereits im Frühjahr kann mit den diesbezüglichen Umsetzungs- und Baumaßnahmen im Allgäu begonnen werden. Nach Garmisch, St. Moritz und Seefeld vertraut nun ein weiterer Weltmeisterschaftsort auf das Knowhow und die Expertise von KLENKHArT & PArTNEr.

Von der schlagkräftigen Beschneiungsanlage profitieren auch die Pisten am Gschwandkopf. Foto: Olympiaregion Seefeld