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Best Practice: Die Bergbahnen Flachau sind mit ihrer letzten Bergeübung medial in die Offensive gegangen. Foto: Snow Space Salzburg

Kommunikationsthema Sicherheit

Sicherheit bewusst thematisieren

Meist ohne darüber zu reden, leistet die Seilbahnwirtschaft enorm viel, damit ihre Winter- und Sommergäste ein Höchstmaß an Sicherheit genießen können.

 

Sicherheit zu garantieren – etwa während der Berg- bzw. Talfahrt per Seilbahn, auf freigegebenen Pisten oder bei all den anderen Angeboten der Bergbahnen – verursacht enorm viel Aufwand.

 

Aufwand, von dem die Gäste nichts wissen und ihn daher auch nicht zu schätzen wissen.

 

All die Sicherheitsbemühungen - etwa regelmäßige revisionen der Anlagen, Lawinensicherheit oder tägliche Kontrollfahrten des Pistendienstes – werden von den Gästen kaum als „Leistungen“ wahrgenommen.

Sicherheit zum Thema machen

In einer Welt, in der mehr denn je kommuniziert wird, ist der alte Pr-Leitspruch – „Tue Gutes und rede darüber“ – so aktuell wie nie.

 

Das betrifft gerade auch das Thema Sicherheit. Daher gilt es, die Engagements, die zur Sicherheit im Skigebiet beitragen, für den Gast verständlich und greifbar zu machen.

 

Der Anspruch muss sein, einen erlebnisreichen Skitag durch plakative Infos zum Thema Sicherheit noch gehaltvoller zu machen.

Was wird für die sicherheit getan?

Der erste Schritt einer Kommunikationsstrategie, die die Sicherheit zum Thema macht, ist unternehmensintern zu erheben, welche Maßnahmen, Arbeiten, Aufwendungen im Sinn maximaler Sicherheit gesetzt werden.

 

Das beginnt bei der Pistenrettung, umfasst die tägliche Pistenpräparierung, die sicheres Skifahren erst ermöglicht, beinhaltet alle Markierungen bzw. Absperrungen und endet bei den regelmäßigen umfassenden revisionsarbeiten. All die Aufwendungen sind kostenmäßig zu bewerten.

 

Nicht um plakativ die Kosten nennen zu können, sondern, um intern die Dimensionen abzustecken. Die Bewusstseinsbildung - „wir leisten enorm viel für die Sicherheit unserer Gäste“ – beginnt intern, beim einzelnen Mitarbeiter.

 

Auf Grundlage dieser Fakten sind aus der Fülle von Bemühungen ein paar verschiedene plakativ herauszugreifen. Es geht nicht darum, den Gast vollständig zu informieren, sondern ihm das Gefühl zu vermitteln, „wir tun enorm viel für deine Sicherheit; und wir lassen uns das beträchtliche Summen kosten“.

 

Zwei von vielen möglichen, beispielhaften Darstellungsformen: Die jährlichen revisionskosten einer Seilbahn könnten mit den Jahres-Servicekosten eines Mittelklasseautos in relation gesetzt werden.

 

Oder unter dem Motto „Wussten Sie schon“, könnte thematisiert werden, wie viele Skikilometer der XXköpfige Pistenkontrolldienst nach Betriebsschluss täglich zurücklegt, um sicher zu gehen, dass kein Skifahrer im Skigebiet verbleibt.

Die Kommunikationswege

Um Sicherheitsthemen darzustellen und zu kommunizieren bieten sich mehrere Kanäle an. Etwa pointiert und sehr beispielhaft dargestellt – auf Plakaten, Schautafeln oder Info-Screens im Skigebiet.

 

Ebenso beispielhaft wie leicht verständlich aufbereitet – in Prospekten der Bergbahnen. Die Website der Bergbahnen bietet sich auch für umfassendere Infos an. Sehr gut geeignet sind die Social- Media-Kanäle der Bergbahnen bzw. der Tourismusregion.

 

Zusätzlich kann die Sicherheit auch via Pressearbeit sowie im Kontakt mit interessierten Influencern bzw. Bloggern thematisiert werden.

sicherheit - das höchste gut

Bei allem Stolz über den enormen Aufwand, der in Sachen Sicherheit betrieben wird, ist eine Portion Demut in der Kommunikation bezogen auf die Sicherheit unbedingt notwendig.

 

Wohldosiertes, nicht zu selbstbewusstes Kommunizieren ist hier besonders wichtig. Greifbare Information muss im Vordergrund stehen. Überhebliches Selbstlob hat keinen Platz. Oliver Pichler