DE
DE
EN

Die rund 100 Seilbahner trafen sich auf dem Zugspitzplatt. Fotos: SI/Surrer, Mountain Management Consulting

Best Summer Resorts: Studie & Vorträge

100 Branchengrößen haben sich kürzlich versammelt, um über den Bergsommer zu diskutieren.

Kern des – von Mountain Management Consultig initiierten – Seilbahner- Treffens auf dem Zugspitzplatt war die Präsentation von „Best Summer Resort of the Alps“, der größten, alpenübergreifenden Sommer-Studie der Alpen.

 

Dazu wurden von Juni bis Oktober 2019 insgesamt 37.055 Gäste mittels Fragebogen direkt in 52 ausgewählten Top- Gebieten der Alpen befragt. Zentrale Befragungsinhalte der Studie waren die wichtigsten Kriterien bei der Destinationswahl sowie die Zufriedenheit in 22 Kategorien.

 

Darüber hinaus wurde das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Loyalität sowie die Weiterempfehlungsrate (NPS) untersucht. „Einen weiteren Schwerpunkt haben wir auf die Aktivitäten, welche Gäste in ihrem Urlaub ausüben, gelegt“, betonte Studienleiter Michael Partel.

 

Spezielle Fragen zu Themen wie Nachhaltigkeit, Social Media Nutzung, Online Buchungsverhalten etc. komplementierten den Fragebogen.

Ergebnisse

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl und des Studiendesigns bietet die Studie äußerst aussagekräftige und aufschlussreiche Erkenntnisse für die Weiterentwicklung alpiner Sommer-Destinationen. So ist das wichtigste Entscheidungskritrium für die Wahl einer Sommerurlaubdestination in den Bergen das Naturerlebnis. Die drei meist ausgeübten Aktivitäten, welche die befragten Gäste in der besuchten Destination betreiben, sind Wandern (71.9%), Ruhe und Erholung (46,5%) und Mountainbiken (16%).

Familien mit Kindern bilden mit über 40 Prozent den höchsten Anteil an Sommergästen. Knapp 70 Prozent der Sommgäste bezeichnen sich als „Aktiver Typ“ (Lust auf Bewegung); gut 30 Prozent als „Gemütlicher Typ“ (Entspannung/Erholung).

 

Die Zufriedenheit der Sommergäste liegt in allen fünf Befragungsländern über den Winterwerten. Und über 30 Prozent aller befragten Gäste verbringen mehr als zehn Tage ihres Sommer bzw. Herbsturlaubs in Bergregionen.

 

„Generell werden die 52 Top-Gebiete mit einem Durschnitt von 8.43 auf der 10 teiligen Bewertungsskala (10 = Top) sehr positiv bewertet. Die Differenz zwischen dem am besten und dem am schlechtesten bewerteten Gebiet liegt sehr eng beieinander. Der Unterschied beträgt gerade einmal 12 Prozent“, betont Partel.

 

Die Studie wurde von Kurt Mazler wissenschaftlich überwacht.

Den Professor für strategisches Management an der Universität Innsbruck überraschte vor allem die hohe Weiterempfehlungsrate: „Der Net Promoter Score liegt im Sommer bei 60 Prozent. Das sind Werte wie bei Netflix, Apple oder Amazon“.

 

Zum Vergleich: Im Winter empfehlen nur 42 Prozent der Gäste ihr Skigebiet weiter. Ebenso wurde durch die Darstellung des „Performance Monitors“ deutlich, dass eine klare Positionierung am Markt stattfindet (z.B. im Bereich Mountainbike).

 

Vorträge zu Sommer, Bike und Personal

 

Die Präsentation der Studienergebnisse war eingebettet in mehrere Vorträge. So sprach Klaus Schanda, Marketingleiter der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahnen AG über die „Zugspitze als weltweite Tourismusmagnet“, bevor Vertreter von Serfaus-Fiss-Ladis, Alta Badia, Schilthorn und Kaprun Einblicke in ihre Sommerstrategien gaben.

 

Claus Fleischer, CEO Bosch eBike Systems, ging anschließend der Frage nach: „EBikes – wie sie den Berg verändern?“. Es folgten Referate über „Best Practice“ des Biketourismus in Leogang, Lenzerheide und Ötztal.

 

Mit dem Vortrag: „Motivierte Mitarbeiter sind die Basis für „happy guests“ schloss Berno Stoffel, CEO Touristische Unternehmung Grächen AG, die Tagung. ts