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Foto: Ski amadé

Digital-Marketing-Trends 2020

Ohne digital geht gar nichts mehr

Immer wieder neue Trends, Ideen und Innovationen treffen im digitalen Marketing seit Jahren auf stabile Tendenzen. Ein Marketing-Update in Sachen Digitalisierung.

 

Mobil hat höchste Priorität

 

Die Tatsache, dass Webseiten auf mobilen Geräten perfekt funktionieren müssen, werde immer noch unterschätzt, so Google-Experte Lars Bognar. „Mobile User haben zwei Bedürfnisse: Sie erwarten Einfachheit und wollen auch mobil die Webseite so intuitiv nutzen, wie sie es auf Desktop-Geräten gewohnt sind“, betont Bognars Kollege Julius Schröder.

 

Das bedeutet, es müsse bezüglich Ladegeschwindigkeit und Design auf mobil hin optimiert werden, um nicht unnötig Potenzial zu vergeuden. Ein wichtiger Grund – oft findet der erste Kontakt mit einer Website mobil statt.

 

Sei der erste Eindruck schlecht, kehren 79 Prozent der User nicht wieder auf die jeweilige Website zurück und sind verloren, selbst wenn die Desktop-Seite perfekt wäre.

Videos werden unterschätzt

82 Prozent des gesamten Internet-Datenverkehrs soll laut YouTube 2020 durch Videos generiert werden. Trotzdem wird die Bedeutung von Videos nach wie vor unterschätzt. Ob zur Darstellung eigener Themen auf der Website, vor allem aber bei Online- bzw. Social-Media-Werbung, sind geschickt gemachte Videos das Maß der Dinge.

Videos im Hochformat

55 Prozent des Video-Konsums erfolgen via Smartphone, das man 96 Prozent der Zeit im Hochformat halte, so aktuelle Erkenntnisse von Facebook Creative Shop. Deshalb, und weil man mit Hochformatvideos derzeit noch zusätzlich auffällt, ist es ratsam, hoch statt quer zu denken und zu filmen.

Sprachassistenten werden wichtiger

Siri, Alexa und andere digitale Sprachassistenten gewinnen weiter an Bedeutung. Ob einfach die Uhrzeit zu erfahren, ein E-Mail zu senden, oder im Gästebzw. Kundenkontakt. Ende 2021 werden bereits 1,6 Milliarden Menschen regelmäßig auf Sprachassistenten zurückgreifen, so Manuel Roman von Google.

Visuelle Suche

Seit 20 Jahren gibt es bei Google die Bildersuche. Heute würden sich, so Google- Forscherin Gemma Howley, immer mehr User auf Bilder verlassen, wenn sie Konkretes suchen, aber auch, wenn sie sich einfach nur inspirieren lassen wollen. Von 2016 bis 2018 wuchs die Bildersuche auf Mobilgeräten um 60 Prozent. Die Herausforderung sei, die bestmögliche Kombination von Text und Bild zu schaffen, um in beiden Welten gefunden zu werden.

Digital Detox vielfach kein Thema

Nur sieben Prozent der Deutschen verzichten regelmäßig bewusst auf digitale Medien, zeigt eine Erhebung von Statista. Für 59 Prozent ist es hingegen kein Thema bzw., haben sie Digital Detox probiert, aber nicht durchgehalten. Entsprechend ist klar, digitale Medien, allen voran das Smartphone, sind fixer Bestandteil des täglichen Lebens – auch und gerade in der Freizeit und im Urlaub.

Digital und trotzdem pünktlich

Im heutigen digitalen Alltag zählen, laut einer Stepstone-Befragung, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Organisiertheit wie eh und je. Die „Generation unverbindlich“ der heute 18- bis 30-Jährigen schätze Zeitmanagement und will sich auf Absprachen mit anderen und auf Regeln verlassen können. Es wäre, so Stepstone, also falsch, anzunehmen, dass in der Digitalen Welt diese „alten“ Werte nicht wichtig sind. Oliver Pichler

Quellen: Google „Digital Marketing Update“, 19.12.19 & „Prognosen für digitales Marketing“, 6.1.20 | W&V „Warum Videos im Hochformat besser funktionieren“, 13.12.19 | Statista „Digital Detox“, 3.1.20 | Wirtschaftspsychologie Aktuell - Stepstone, 18.12.19