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Die Bergstation der neuen Spieljochbahn besitzt eine Fassade aus traditionellen Lärchenschindeln.

Gaugelhofer & Ganyecz

Die Spieljochbahn in Fügen erstrahlt in neuem Glanz

Die neue Spieljochbahn beeindruckt nicht nur mit Barrierefreiheit und dem nun direkt angebundenen Restaurant - die Stationsbauwerke selbst bestechen mit ihren organischen Formen und der Fassadengestaltung.

 

Die Vorarlberger Seilbahnplaner GAUGELHOFER UND GANYECZ haben vergangenes Jahr die ausgediente Spieljochbahn im Zillertal umgebaut. Entlang der gleichen Trasse wurde die 45 Jahre alte Anlage mit einer neuen, zehnplätzigen Einseilumlaufbahn ersetzt.

Fassadenteile der Bergstation wurden mit Schiefer verkleidet. Fotos: GAUGELHOFER & GANYECZ

Verbesserte Gebäudeerschließung

Im Zuge des Umbaus wurden bei der Berg- und Talstation Niveauunterschiede ausgeglichen, so wurden im Tal die in Terrassen angelegten Parkplätze auf ein Niveau mit der Station gebracht.Zur dreigeschoßigen Talstation gehört auch die Landesstraßenunterführung, die es den Gästen ermöglicht, ohne Straßenüberquerung von der Piste zur Station zu gelangen. In den Räumlichkeiten der Zwischenstation werden unter anderem alle Gondeln im zweistöckigen Bahnhof garagiert.

 

Die Bergstation wurde um 35 Meter versetzt und um 3,5 Meter abgesenkt. Damit konnte das ebenfalls komplett erneuerte Restaurant auf die Sonnenseite positioniert und der Niveauunterschied zur Spieljochbahn ausgeglichen werden. Der Werkstatt- und Servicebereich mit Abstellplätzen für Pistengeräte konnte an der Nordseite im Untergeschoss des Gesamtkomplexes integriert werden. Der Betrieb der Anlage ist sowohl im Sommer als auch im Winter geplant und dank der Streckenausleuchtung steht auch Nachtfahrten nichts im Weg.

Die durchbrochene Fassade der Talstation kommt bei Dunkelheit besonders zur Geltung.

Bauweise und Fassadengestaltung

Alle drei Stationsbauwerke sind teils in Massivbauweise und teils als Stahlkonstruktion ausgeführt. Die Berg- und Talstation stechen vor allem mit ihrer außergewöhnlichen Fassadengestaltung ins Auge. Ursprünglich war eine Holzfassade mit klassischer Nut-Federntechnik vorgesehen - doch die gewölbte Bauform hätte das Budget gesprengt. Und so fiel die Entscheidung auf eine machbarere aber nicht weniger ästhetische Option, eine Holzschindelfassade.

 

Der Glasfassade der Talstation ist ein unregelmäßiger Lattenrost aus Lärchenholz vorgesetzt. Die Bergstation bietet durch großzügige Glasflächen ein traumhaftes Panorama und greift auf eine sehr traditionelle Fassadengestaltung zurück: Lärchenschindeln wurden in großen Teilen verwendet. Beim Windfang kommt beispielsweise auch Schiefer zum Einsatz. Die Gebäude integrieren sich durch die verwendeten Naturmaterialien und die organische Architektur bestens in die umliegende Landschaft. jb

Technische Daten

10-EUB SPIELJOCHBAHN FÜGEN, ZILLERTAL