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Die Veranstaltung fand bereits zum vierten Mal statt, doch zum ersten Mal konnte sich Deutschland als Austragungsort durchsetzen. Foto: SI/Mair

UNTWO

Euro-Asian Mountain Tourism Conference

Bei der internationalen Konferenz stand die Zukunft des Bergtourismus im Fokus. Durch ständigen Austausch und eine enge Zusammenarbeit will man die neuen Herausforderungen im alpinen Tourismus bewältigen.

 

Nachhaltiger Tourismus ist kein Trend, sondern zwingend notwendig. Viele Bergregionen ächzen unter dem Besucherstrom, welche schon lange nicht mehr nur im Winter an die Türe klopfen.

 

Auch der Klimawandel zwingt Touristiker zum Umdenken. Zwei Tage lang diskutierten die 270 Teilnehmer aus 30 Nati- onen im AlpenCongress Berchtesgaden, wie sie diesen Herausforderungen begegnen wollen.

Digitale Schnittstellen zur Besucherlenkung

Hochkarätige Diskussionsrunden und Fachgespräche standen im Mittelpunkt der Konferenz. Diskutiert wurde über sanfte Mobilität, demografischen Wandel, nachhaltige Investitionen und Fortschritte in der technologischen Ausstattung. Das entscheidende Querschnitt-Thema: die Digitalisierung. „Think Big“ wurde für die Bergregionen gefordert.

 

Globale Lösungen wie zum Beispiel das Reservierungssystem „Booking.com“ seien zukunftsweisend, nicht einzelne lokale Buchungssysteme. Genauso verhalte es sich mit digitalen Schnittstellen zu Besucherlenkungssystemen. Gäste bräuchten ein durchgängiges System, das helfe, Auslastungen gleichmäßig zu verteilen und Besucherströme gezielt zu lenken.

Musterbeispiel des modernen alpinen Gastgebers

Während der fünf angebotenen Ausflüge gewannen die Touristiker einen Eindruck des interessanten Angebotes der Region.Der Landkreis verfolgt seit Jahren konsequent ein Klimaschutzkonzept mit dem Ziel, ausschließlich regenerative Energien zu nut- zen. In Sachen Elektromobilität gibt es Anreize für Unternehmen.

 

Das Thema hat Tradition. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts fahren Elektroboote auf dem Königssee und das Berchtesgadener Land war die erste Movelo E-Bike-Region Deutschlands. Landrat Georg Grabner weiß: „Unsere zentrale Aufgabe ist es, erfolgreich zu wirtschaften und gleichzeitig unsere Natur zu schützen.“

 

Der Generalsekretär der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO), Zu- rab Pololikashivili attestierte, dass das gelänge: „Das Berchtesgadener Land ist ein Musterbeispiel des modernen alpinen Gastgebers.“ Mehr solche Angebote fordert Bayerns stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den alpinen touristischen Betrieben. tm