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Durch die Rauigkeit auf der verzinkten Außenoberfläche haftet der neuartige Zement bestens auf dem Rohr.

Tiroler Rohre (TRM)

Innovative Rohrbeschichtung für Problemstellen im Skigebiet

Ob grobes Felsmaterial oder aggressiver Boden, für diese Herausforderungen hat TRM nun eine innovative Rohrbeschichtung entwickelt – ZMU-Austria.

 

Beschneiungsrohre sind vor allem im alpinen Gelände, aufgrund der hohen Druckkräfte und dem Einbau in felsigen Untergründen, sehr hohen mechani- schen Beanspruchungen ausgesetzt. In seltenen Fällen kann die Lebensdauer von Beschneiungsrohren durch aggressiven, lehmhaltigen oder torfigen Boden beeinträchtigt werden.

 

Der Traditionshersteller TIROLER ROHRE GMBH (TRM) entwickelte für all diese Herausforderungen das ZMU- Austria Rohr. Über zwei Jahre arbeitete die TRM-Forschungsabteilung gemeinsam mit einem österreichischen Zementhersteller an einem neuartigen Faserzementmörtel für die Außenbeschichtung der Rohre.

 

Dank der neuartigen Außenhülle bietet das Rohrsystem nicht nur ein Höchstmaß an chemischem und mechanischem Schutz, sondern darüber hinaus auch handfeste wirtschaftliche Vorteile.

 

 

Aufgrund der hohen mechanischen Robustheit können auch Aushubmaterialien mit einem hohen Steinanteil und Korngrößen bis zu 100 Millimeter für die Bettung verwendet werden.

 

Dadurch entfallen etwaige Entsorgungskosten für das anfallende Aushubmaterial. Der wirtschaftliche Vorteil liegt auf der Hand. Zudem bleibt, durch die Rückführung des originären Aushubmaterials, die natürliche Bodenstruktur am Standort erhalten – ein ökologisch und naturrechtlich relevanter Vorteil.

ZMU-Austria, bereit für alle Extreme.

Schutz bei aggressiven Böden

Doch das ZMU-Austria-Rohr hält nicht nur mechanischen Belastungen stand, sondern auch chemischen Einflüssen. „Die ÖNORM B5013-1 unterteilt den Boden in vier Aggressivitätsstufen – AS0 bis AS3. ZMU-Austria-Rohre können in Böden beliebiger Aggressivität eingesetzt werden“, berichtet TRM-Außendienstmitarbeiter Mario Ruggenthaler.

 

„Aggressive Böden können die Lebensdauer von Standardbeschichteten Rohren beeinträchtigen. Hier empfehle ich einen punktuellen Austausch mit zementmörtelumhüllten Rohren, um einen langfristig sicheren Betrieb der Beschneiung zu gewährleisten“, so Ruggenthaler.

Bei neuen Projekten sei dagegen eine Trassenbegehung ratsam. „Wir können eine Bodenuntersuchung vermitteln und die Strecke in Abschnitte einteilen. Bei den problematischen Stellen kommt das ZMU-Austria-Rohr zum Einsatz, der Rest der Trasse kann mit Standardrohren bestückt werden“, sagt Ruggenthaler. TRM-Formstücke seien übrigens schon lange für die aggressivsten Böden ausgelegt, hier seien keine Spezialbeschichtungen notwendig.

 

Die Rohre hingegen werden erst seit Herbst 2018 produziert und sind somit das inno- vativste Produkt am Markt. Dazu hat TRM in seinem Werk in Hall zwei Beschich- tungsanlagen installiert, die ein nahezu vollautomatisches Wickeln der Rohre mit dem neuartigen Faserzementmörtel ermöglichen.

 

Eine Anlage ist für die Dimensionen DN300 – DN1000 ausgelegt, die andere für DN80 – DN600. Bis Mitte des Jahres sind all diese Rohrgrößen mit ZMU- Austria erhältlich. „Wir haben das ZMU- Rohr nicht erfunden, aber wir haben es nahezu perfektioniert“, so TRM. ts

Seit Herbst 2018 sind zwei Wickelmaschinen im Haller Werk in der Lage Rohre von DN80 bis DN1000 zu ummanteln. Fotos: TRM

Dank der hohen mechanischen Belastbarkeit des ZMU-Rohrs ist kein spezielles Bettungsmaterial erforderlich.