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Inauen-Schätti

Sparte Lawinenschutz neu aufgestellt

INAUEN-SCHÄTTI investiert kräftig in den Geschäftsbereich Lawinenauslösesysteme. Das Team wurde aufgestockt und mit ATMS ein innovatives Steuerungssystem auf Cloud-Basis entwickelt.

 

Beim Schweizer Hersteller von Lawinenauslösesystemen stehen die Zeichen auf Wachstum. INAUEN-SCHÄTTI setzt auf Innovation – sowohl beim Personal als auch beim Produkt. So umfasst das Kernteam des Gschäftsbereichs Lawinenschutz mittler- weile sechs kompetente Mitarbeiter. Ganz neu im Geschäft ist Produktmanager Daniel Broekstra.

 

Zusammen mit Jürg Knobel und Marco Larghi wird er Projekte betreuen und die Entwicklung der Lawinenauslösesysteme vorantreiben. Für Fertigung, Service und Unterhalt ist Thomas Schuler verantwortlich. Dem „Mann im Feld“ stehen die Monteure Manuel Riesterer und Lukas Pfeiffer zur Seite. Jüngster Coup der innovativen Truppe: Das Avalanche Trigger Management System, kurz ATMS.

 

 

Die Kerntruppe für Lawinenauslösesysteme (2. R., v.l.): CEO Michael Haniman, Thomas Schuler  (Fertigung), Marco Larghi & Jörg Knobel (beide Projektleitung)und Daniel Broekstra (Produktmanager).Für die Montage sind Manuel Riesterer (vorne links) & Lukas Pfeiffer zuständig. Foto: Surrer. 

Das Steuerungsprogramm für Lawinenmasten und -Wächter ist die erste cloud-basierte Spreng- Software des Schweizer Unternehmens. „Wir schaffen damit eine sichere Kommunikationsbasis für die unterschiedlichsten Sprengsysteme“, erläutert CEO Michael Hanimann.

 

Projektmanager Daniel Broekstra geht noch weiter ins Detail: „Die verschlüsselte Kommunikation zwischen Sprengmeister und Lawinenmast ist über Funk oder per App schwieriger zu gewährleisten, als durch eine sichere Cloud. Zudem können wir jederzeit Updates einspielen und die Fernwartung übernehmen.“ Pro Kunde wird ein eige- ner Server eingerichtet.

 

Der Zugang wird personalisiert und wie beim E-Banking per Security-Code abgesichert. Das Steuerungs- und Kontrollprogramm ist einfach zu bedienen und lässt sich per PC, Tablet und Smart Devices steuern. „Aber nur wer wirklich autorisiert ist, hat Zugang“, bekräftigt Broekstra.

Dem registrierten Kunden steht dann eine einfache, übersichtliche Benutzeroberfläche zur Verfügung, mit der er den Status von Komponenten, Strom und Temperatur der Sprenganlagen kontrollieren, Detonationen durchführen und deren Ergebnis Dokumentieren kann. „Features, wie etwa die Gruppensprengung, erleichtern die Arbeit zusätzlich“, sagt Entwickler Knobel.

 

Durch die Cloud können weitere Elemente nachträglich ein- gepflegt werden. „Wenn wir die Idee eines Kunden umsetzen, profitieren alle Nutzer“, betont Hanimann das Potential der Cloud. Stand-Alone-Lösungen gehören somit der Vergangenheit an. „Hardwaretechnisch benötigen die Masten nicht viel – lediglich eine Sim- Karte mit 3G oder 4G-Empfang“, fügt Fertigungsspezialist Schuler hinzu.

 

Die Installation einer Leitstelle oder das Beantragen einer Funkfrequenz sind nicht mehr nötig. Analyse und Support der Masten und des Servers sind durch die Cloud aus der Ferne möglich.

Sicherer Zugriff auf die Software ATMS – per Computer, Tablet oder Smartphone.

Präzision & Innovation auch bei der Hardware. Fotos: Inauen-Schätti

Ladungstypen mit Schlagbolzenzünder

Doch nicht nur bei der Software ist das Team von INAUEN-SCHÄTTI innovativ. Auch bei den Sprengmitteln lässt das Unternehmen aufhorchen. Auf der Messe INTERALPIN wird es für den Lawinenwächter & - mast neue Ladungstypen mit Schlagbolzenzünder präsentieren, die das Handling mit dem Sprengstoff noch einfacher und sicherer machen. ts