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Foto: Axess

Corona und Wir:

Ein Streifzug durch die Branche – Teil 1

Die COVID-19 Pandemie hat große Auswirkungen auf die Zulieferindustrie der Seilbahnbranche. Wir vom SI Magazin hören uns bei den Unternehmen um, wie sie zurzeit mit der Situation umgehen. Heute mit Axess, Carvatech, Hagleitner und Kissling.

 

Axess

 

Noch vor den Maßnahmen und Bitten der Österreichischen Bundesregierung hat der Spezialist für Zutrittslösungen für Skigebiete auf Remote-Work, also Home Office, umgestellt. Seit Montag dieser Woche läuft der Betrieb nun schon per Video-Konferenzen, Telefon und Mail reibungslos, manchmal sogar effizienter als sonst.

 

Alle Produktentwicklungen werden fortgesetzt, Projekte werden wie immer bearbeitet, auch der Vertrieb ist nach wie vor aktiv. Selbst Kundentermine finden statt, moderne Kommunikationsmittel ersetzen die persönlichen Treffen und lange Reisen. Vielleicht sogar ein Modell, für nachhaltiges Wirtschaften in der Zukunft.

Besonders erfreulich ist der Einsatz der Mitarbeiter im Werk in Innsbruck, welche zum größten Teil nicht auf Home-Work umstellen können. Hier findet die Fertigung sämtlicher Hardware-Produkte statt, knapp hundert Mitarbeiter produzieren Tickets, verschiedenste Zutrittssysteme und Module. Es herrschen natürlich strenge Auflagen wie z.B. dass der Abstand der Mitarbeiter zueinander vergrößert ist, die Anlieferung den neuen gesetzlichen Richtlinien entspricht um Infizierungen auszuschließen, alle sich regelmäßig desinfizieren etc.

Foto: Carvatech

Carvatech

 

Die Produktion beim österreichischen Kabinenbauer ist vorerst bis Ostern geschlossen, da Abstand halten in der Fertigung schwierig ist. Planung und Konstruktion von neuen Projekten sind in Home Office aber weiterhin möglich. CARVATECH ist dementsprechend optimistisch und will nach der Krise wieder richtig durchstarten.

 

Hagleitner


Soweit möglich arbeiten alle Mitarbeiter des Salzburger Familienunternehmens für innovative Hygiene im Home Office. Die Produktion ist dagegen im Drei-Schicht-Betrieb unter strengen Hygienemaßnahmen tätig. Zwar sind in der Gastronomie Aufträge ausgefallen, doch das Geschäft mit Desinfektionsmitteln ist zwölf Mal stärker als üblich.  Für deren Produktion hat sich das Management rechtzeitig ausreichend mit Rohstoffen für die Produktion eingedeckt.

Foto: Kissling

Kissling

 

Seit zwei Wochen ist die Verwaltung des Schweizer Getriebeherstellers im Home Office - vor allem der Ein- und Verkauf. In der Produktion wird weiterhin gearbeitet, jedoch mit drei Meter Abstand und umfangreichen Desinfektionsmaßnahmen.

 

KISSLING geht davon aus, dass die strengen Maßnahmen noch drei bis vier Wochen dauern. Zwar gebe es kleinere Lieferschwierigkeiten mit Firmen in Italien, die Kunden würden davon aber nichts spüren: „Unser Lager ist gut gefüllt. Jetzt ist der Zeitpunkt für Bergbahnen ideal, ihre Getriebe in Revision zu schicken“, so Roman Siegfried, Verkaufsdirektor und Mitglied der Geschäftsführung.