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Corona und Wir:

Ein Streifzug durch die Branche – Teil 5

Die COVID-19 Pandemie hat die Seilbahnbranche weiter fest im Griff. Wie bewältigen Unternehmen diese schwierige Zeit? Heute mit Meinungen von Industrie (Kaeser), Planern (Klenkhart & Partner) und Softwarentwicklern (Remec).

Kaeser Kompressoren in Linz besteht seit 1982 und ist innerhalb des eigenen Konzerns Vorreiter für Druckluft-Systemlösungen. Foto: KAESER

Kaeser

Dass die Corona-Krise den Druckluftexperten KAESER schadet, steht außer Zweifel. "Unser Verkauf ist eingebrochen, da im Moment nahezu jedes Unternehmen die Investitionen für neue Druckluft-Projekte gestoppt hat. Dementsprechend betroffen ist natürlich unsere gesamte Projekttechnik und unsere gesamte Auftragsabwicklung", berichtet Isabella Czerwinski, Marketingmanagerin bei der österreichischen Niederlassung des Konzerns.
 
Im Bereich Service hat KAESER das Problem, dass aufgrund der strengen Zutrittsbeschränkungen in den Unternehmen nur jene Serviceleistungen durchgeführt werden, die wirklich unausweichlich für den Erhalt der Druckluft-Infrastruktur sind. "Wir haben etwa 60 Prozent unserer Mitarbeiter in Kurzarbeit", so Czerwinski.
 
Der zweiter Bereich, der Druckluftsonderanlagenbau für die Öl&Gas-Industrie, läuft dagegen, abgesehen von den strengen Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter, nahezu unverändert. "Hier haben wir noch Aufträge abzuwickeln und sind damit voll ausgelastet", freut sich Czerwinski. In diesem Bereich besteht eher das Problem, dass aufgrund der strengen Reisebestimmungen die Anlagen vom Kunden nicht abgenommen und somit auch nicht ausgeliefert werden können.
 

KLENKHART & PARTNER – Planer mit Erfahrung (v.l.): Die „Chefs“ Christian Weiler und Christian Klenkhart mit Projektleiter Lukas Kofler. Foto: SI/Surrer

Klenkhart & Partner

Bei den Tiroler Skigebietsplanern Klenkhart & Partner wurden einige Projekte gestrichen bzw. auf 2021 verschoben. "Unser Jahresumsatz wird sich aus heutiger Sicht vermutlich um 15 bis 20 Prozent reduzieren", so Geschäftsführer Christian Klenkhart.

 

Seit 17.03.2020 wurde für die meisten Mitarbeiter auf Homeoffice und Kurzarbeit umgestellt. Drei bis fünf Mitarbeiter sind noch im Büro, um Projekt-Ausfertigungen und Tätigkeiten, die nur im Büro gemacht werden können, durchzuführen. "Ab 04.05.2020 wollen wir wieder in weitgehendem Vollbetrieb gehen", sagt Klenkhart.

 

"Mittlerweile sind doch wieder einige Projekt in Schwung gekommen, sodass wir für den weiteren Verlauf von 2020 vorsichtig optimistisch sind", blickt der Ingenieur positiv in die Zukunft. Die Strategie wird aber derzeit leider von der „Corona-Krise“ vorgegeben und die Planer müssen kurzfristig handeln; die Aktion „Corona-Kurzarbeit“ hilft dabei.

Seilbahner Johannes Stadler ist seit Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der REMEC AG. Foto: REMEC

Remec

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind für die Softwareentwickler von REMEC zurzeit noch schwer abzuschätzen. "In erster Linie merken wir die Mandate in der Technischen Leitung, welche wir mit Betriebstagen unterstützt haben. Diese fallen ganz klar komplett aus. Die regulären Monatskontrollen, welche u.a. die Sicherheit der Anlagen gewährleisten, werden auch in den Zeiten von Corona durchgeführt und sind notwendig", berichtet CEO Johannes Stadler.

 

Wie die Auswirkung auf dieSoftware-Produkte sein wird, kann erst in ein paar Wochen abgeschätzt werden. Viele Firmen sind sicher vorsichtig mit Investitionen. Andere Firmen stellen sich aber auch in dieser schwierigen Zeit auf, damit sie bei einer Normalisierung der Lage wieder bereit sind.

 

"Unsere Mitarbeiter arbeiten alle im gewohnten Rahmen und betreuen unsere Kunden, soweit wir können unter der Einhaltung aller Maßnahmen des BAG", so Stadler weiter. Das Personal arbeitet mehrheitlich im Homeoffice. Vor Ort bei den Kunden und im Büro in Schattdorf wird unter strikter Einhaltung aller Massnahmen des BAG gearbeitet.

 

"Präsentationen unserer diversen Softwares werden Online durchgeführt. So stellen wir die Erreichbarkeit für unsere Kunden sicher", betont Stadler. Durch und Dank dieses engen Kundenkontaktes sieht REMEC positiv in die Zukunft. "Gerade in der Technischen Leitung sind wir in der Lage unsere Kunden bei krankheitsbedingten Ausfällen zu unterstützen", schließt Stadler.