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Corona und Wir:

Ein Streifzug durch die Branche – Teil 6

Die COVID-19 Pandemie macht die Seilbahnbranche kreativ. Heute Teil 6 mit Umstieg (Bellutti), Einstieg (Pro Infosytems) und Kontinuität (Hochkant).

 

Screenshot: SI/Bellutti

Bellutti: Umstieg auf Pandemieschutzprodukte

Für die Firma BELLUTTI gibt es in Bereich von Werbetechnik, Event- und Sportausstattung im Moment praktisch keinen Markt mehr. "Im Bereich der technischen Konfektion haben wir auch mit Rückgängen zu kämpfen, da sehen wir aber die besten Chancen einer Normalisierung in absehbarer Zeit", berichtet Prokurist Michael Arnold.

 

BELLUTTI konnte über 90 Prozent der Mitarbeiter behalten und nützt im Moment die Kurzarbeit. Unser Know-how muss umgesetzt werden. "Das impliziert wiederum, dass unserer geschulten Mitarbeiter ein sehr wichtiger Bestandteil des Unternehmens sind", betont Arnold.

 

BELLUTTI habe seine Produktion sehr rasch umgestellt und produziere nun Schutzmasken, Schutz-Visiere, Plexiglasaufsteller und noch einige Pandemieschutzprodukte.

 

"Da kommt uns unsere Flexibilität und unser großer Maschinenpark zugute. Im Moment arbeiten wir mit 50 Prozent unserer normalen Kapazität", so der Prokurist. Er blicke daher grundsätzlich positiv in die Zukunft. Der sich ändernde Markt werde auch wieder neue Möglichkeiten bieten:

"Wir bauen darauf, dass Qualität, Verlässlichkeit und Made in Austria, wird wieder gefragt sein werden", ist Arnold überzeugt: "Wir werden auch wieder das ein oder andere Konzept aus der Schublade holen, dass wir aufgrund der zu hohen Lohnkosten in Österreich auf Eis gelegt haben." Für Event- und Sportveranstaltungen sieht das Unternehmen aber für dieses Jahr noch schwarz. Da werde sich nicht mehr viel abspielen, abgesehen vielleicht von ein paar „Geisterveranstaltungen“.

 

Bei der politischen Unterstützung sieht der Prokurist erste Schritte gesetzt, nun gelte es aber die Versprechen auch einzuhalten. "Ich glaube allerdings nicht, dass die 38 Milliarden reichen werden. Ist das geschafft, geht es darum das im Moment leicht aufflammende Bewusstsein für österreichische und europäische Produkte am Leben zu erhalten und auszubauen", schließt Arnold.

Foto: Pro Infosystems

Pro-Infosystem: Einstieg in die Gästezählung

"Dank einiger Aufträge, die wir in Ruhe rausproduzieren trifft uns die aktuelle Situation nicht in voller Härte. Die Loyalität meiner langjährigen Mitarbeiter kann ich nun zurückgeben und so verzichte ich auf Kurzarbeit, oder noch drastischere Maßnahmen", berichtet Stefan Lettenbichler, Geschäftsführer von Pro Infosystems.

 

Nachdem sich das Unternehmen seit einigen Jahren mit dem Thema „Gästezählen“ befasse und das Kerngeschäft aus Leitsystemen bestehe, könne Pro Infosystem nun darauf zurückgreifen und mehrere erprobte und marktreife Produkte anbieten:

 

"Unsere Angebote richten sich an alle, die nun Kunden, oder Gäste zählen müssen. Wir bieten sofort lieferbare und hochflexible Personenzählsysteme an. Diese umfassen Anzeigemöglichkeiten nach Kundenwunsch (Stelen, Totems, einfache Bildschirme in jeder Größe, Ampeln, etc.) und wirklich mehrwertigen Features, die an jegliche Situation angepasst werden können," so Lettenbichler.

 

Die Systeme seien auch für die Zeit nach der Viruskrise breitbändig verwendbar. Datenimport in Fremdsysteme und Steuerungsmöglichkeiten seien einfachst und kostengünstig umsetzbar.

In Wiederhofen (Oberallgäu) konnte Hochkant noch vor der Corona-Krise fünf Baumchalets für naturbegeisterte Gäste fertigstellen. Foto: Aron Holtermann | Treeride GmbH

Hochkant: Kontinuität bei Erlebnissen

Die "Erlebnismacher" von hochkant sind für ihre Kunden wie gewohnt für da, wie Geschäftsführer Werner Wechsel versichert:

 

"Der Corona-Virus hat die Welt im Griff und erfordert von uns allen verantwortungsvolles Handeln und ein hohes Maß an Flexibilität und Einfallsreichtum. Auch wir setzen alles daran, den Geschäftsbetrieb ohne große Einschränkungen für unsere Kunden und Geschäftspartner aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen".

 

Hochkant habe schnell reagiert und Lösungen geschaffen, indem z .B. im Schichtbetrieb gearbeitet wird und HomeOffice-Arbeitsplätze eingerichtet wurden Somit sind die Mitarbeiter für Kunden wie gewohnt per  Telefon oder Mail erreichbar.

 

"Anfragen und Projekte werden auch weiterhin von uns bearbeitet. Die Abholung von Waren ist nach vorhergehender Anmeldung möglich", so Wechsel. Auch die Auslieferung bietet Hochkant bei Bedarf gerne an.