DE
DE
EN

Die Installation einer bike-energy Aufladestation im Salzburger Saalachtal. Foto: Salzburger Saalachtal

Bike-energy

Keine Angst vor großen Projekten

Der Sommer wird sportlich und Bergbahnen liefern die nötige Infrastruktur für den E-Bike-Boom, doch wie sieht es mit Investitionen in ebendiesem Feld aus?

 

In den Skiregionen stellt man sich auf den Ganzjahrestourismus ein. In der ersten Reihe dieser Entwicklung steht dabei das E-Bike. Liftanlagen werden entsprechend adaptiert, Hotels investieren in Fachpersonal und Waschstationen und in den gesamten Regionen werden Ladestationen installiert.

 

Im Salzburger Saalachtaal setzt man auf Familie, Natur und Abenteuer, weshalb der Fokus auf E-Bike Tourismus für sie eine logische Erweiterung des Angebotes darstellte. Mittlerweile besitzt man im Saalachtal bereits 23 Stationen und weiß deshalb auf was man zu Beginn achten muss.

 

„Wichtig sind Partner wie TVB, Gemeinden und Tourismusbetriebe, außerdem muss man auf die Wegeinfrastruktur und die Vertriebswege achten. Von zentraler Bedeutung sind auch Standorte, zum Beispiel die Verleihbetriebe,“ erklärt ein Sprecher aus der Region Salzburger Saalachtal.

 

 

Großprojekte, wie hier der regionalweite Ausbau des Biketourismus, ist Teamwork. Hotels, Touristiker, Gastronomen und viele mehr müssen an einem Strang ziehen, um die Umsetzung zu ermöglichen.

 

Doch verlässliche Partner bilden auch ein Sicherheitsnetz und durch verschiedene E-Mobilität Zuwendungsarten ist auch die Finanzierung gesichert. „Landesförderungen sind generell unbürokratisch und relativ hoch dotiert,“ gibt das Saalachtal seine Expertisen weiter.

Egal ob im Tal oder auf den Bergen, die Aufladeinfrastrutur in der Schweizer Region ist bestens auf die Bedürfnisse der E-Biker angepasst. Fotos: ENTE REGIONALE

E-Mobility Förderungen

E-Bikes erobern, wie im Salzburger Saalchtal, nicht nur die Straßen, sondern auch die Berge. Immer mehr Bergbahnbetreiber setzen auf den familienfreundlichen Sommertrend. Der Aufbau des dafür nötigen Ladenetzes schreckt jedoch auch einige Interessierte ab.

 

Jedoch zu Unrecht, denn die EU hat große Klimaziele und stellt deshalb Förderungen für Lade-Infrastrukturen, sowohl für private, als auch gewerbliche Betreiber bereit.

 

Das System in Österreich ist dabei sehr gut überschaubar wie Peter Schitter, Geschäftsführer von bike-energy, weiß: „In Österreich werden pro E-Bike Ladepunkt 200 Euro gefördert.

 

 

Wenn die Ladestation also über vier Ladepunkte verfügt, beläuft sich der Zuschuss auf 800 Euro.“ Auch im Nachbarland Schweiz wird die Anschaffung von (E-)Ladestationen mit Subventionen unterstützt.

 

„Auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene gibt es verschiedene Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung der langsamen Mobilität und auch der E-Mobilität.

 

Das Projekt „E-Bike Ladestationennetz Bellinzo- nese e Valli“ ist eine Initiative, die von der Ente Regionale per lo Sviluppo Bellinzonese e Valli (ERS-BV), einer privatrechtlichen Vereinigung von Gemeinden und Korporationen mit öffentlichen Zielen, koordiniert und gefördert wird,“ erläutert Dante Caprara von der Regionalentwicklungsagentur Bellinzonese und Valli, das neue Förderprojekt der Region.

Rentabilität

Gerade das E-Bike ist nicht nur ein Sport- gerät, sondern eine Familienaktivität. Durch die Möglichkeit der elektrischen Unterstützung können sportliche Defizite ausgeglichen werden. Diese Eigenschaft macht den E-Sport zum Lifestyle und wie so oft steht auch hier der Komfort im Vor- dergrund.

 

Wenn also ganze Regionen an einem Strang ziehen und sich auf den Biketourismus einstellen, ziehen sowohl Besucher wie auch Anbieter den größten Nutzen daraus. Im Bellinzonese e Valli gehört der Ausbau des Bike Angebotes zur regiona- len Entwicklungsstrategie.

 

Der Fokus liegt derzeit vor allem in der Entwicklung von Einrichtungen und Dienstleistungen für Radfahrer. Teil davon ist auch das 2018 in Betrieb genommene Aufladenetz, welches durch verschiedene Maßnahmen finanziert wurde. „In unserem Fall wur- den die meisten Kosten von den am Pro- jekt beteiligten Gemeinden, der ERS-BV und der Tourismusorganisation getragen.

Wichtige Hilfe kam auch aus dem privaten Sektor mit Sponsorengeldern verschiedener Art,“ fasst Caprara die Finanzierungsformen zusammen und auch wenn es noch zu früh ist um in Valli Bilanz zu ziehen, spielt man dennoch bereits mit dem Gedanken die 25 Ladestationen, die sich an vier E-Bike Routen (Gesamtlänge 240 Kilometer) befinden, zu erweitern.

 

„Neben unserer Region (Bellinzonese und Valli) entwickeln auch andere Regionen im Kanton Tessin ein ähnliches Angebot wie unsere (z.B. in der Region Lugano). Ein Ziel sollte die Entwicklung eines E-Bike-Ladungsnetzes auf kantonaler Ebene sein,“ so Caprara. tm