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FATZER

150 TONNEN SEIL AUF REISEN

Wie muss man sich dann eine Steinschutzbarriere aus WebTrees vorstellen? Die Anlage besteht aus mehreren, naturgrün lakierten WebTrees, die durch jeweils ein Zwischennetz miteinander verbunden sind. Die Schutznetze sind vier Meter hoch und fünf Meter breit. Der Neigunswinkel des WebTree wird vorab eingestellt. Vor der Montage beraten wir unsere Kunden intensiv und umfangreich, von der Planung, über Felsräumungen, Erdanker und Sicherheitsinstallationen bis hin zu Montage- und Wartungsarbeiten.

 

Seit drei Tagen stellen Sie den WebTree dem Fachpublikum vor. Gibt es schon erste Reaktionen aus der Branche? Ja! Zahlreiche Seilbahnunternehmen und Gemeinden interessieren sich stark für das neue Schutzsystem und viele können sich vorstellen, den WebTree in ihrer Gegend einzusetzen. tsdrei Stunden Schlaf anhängen.

 

Doch die Ankunft eines ganz besonderen Transportes lockte Neugierige und Pressevertreter bereits um 3.30 Uhr zur Baustelle der neuen Zugspitzbahn. Das Tragseil wurde erwartet.

 

 

Die erste Seillieferung von vier. Schon am Freitag verließ ein ganz besonderes Gespann das Gelände des Schweizer Seilherstellers FATZER in Romanshorn. „Wir sind es gewohnt, mit 100-Tonnen-Seilen zu arbeiten“, sagt Projektleiter Roland zuest, „aber ein Seil mit 150 Tonnen, ein Gespann mit einem Gesamtgewicht von 248.920 Kilo und einer Länge von knapp 55 Metern ist auch für uns eine besondere Herausforderung“.

 

Rund vier Monate dauerte es, bis alle Genehmigungen zum Transport vorlagen. Immerhin führte der Weg der beiden, durch eine acht Meter-Stange gekoppelten LKW, durch drei Länder. Und diese Papiere wurden auf dem Weg immer und immer wieder kontrolliert. Fünf Männer waren von Anfang bis Ende beim Transport dabei. Zwei vom Spezialisten für Sondertransporte WIPFLI, drei Experten der Firma FELDMANN.

 

Die wertvolle Fracht erreichte um 4 Uhr morgens das Ziel, dann begann die Prozedur der Entladung und anschließend wurde das Seil, das auf zwei Trommeln geliefert wurde, auf eine gespult. Stunden der Präzisionsarbeit an tonnenschwerem Gerät folgten, ehe der erfolgreiche Abschluss des Transportes gemeldet werden konnte.

DIE WERTVOLLE FRACHT

Bei der Seilbahn Zugspitze, der neuen Rekord- Pendelbahn der GARAVENTA AG zum höchsten Gipfel Deutschlands , wurde den Faktoren Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit eine besondere Bedeutung beigemessen.

 

Daher entschied sich die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG bei der Wahl der Stahlseile für die Firma FATZER AG Drahtseilwerk aus Romanshorn, dem Weltmarktführer bei der Herstellung von Seilbahnseilen.

 

Aus insgesamt rund 5.56 Millionen Metern Stahldraht produzierte FATZER vier Tragseile mit einem Durchmesser von 72 mm und je 4.900 Metern Länge sowie zwei Zugseile mit 47 und 41 mm Durchmesser und je 4.610 Metern Länge. Die rechnerische Bruchlast jedes einzelnen Tragseils beträgt 6´772 kN – das sind rund 690 Tonnen!

 

Die Besonderheit bei den aus 210 einzelnen Drähten bestehenden Tragseilen vom Typ INTEGRA-Data sind die im Kern verseilten Lichtwellenleiter, welche über Jahrzehnte eine zuverlässige Datenübetragung zwischen Tal- und Bergstation gewährleisten.