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Während die MOUNTAIN PLANET eine Plattform für die Hersteller bot, richtete sich das OITAF-Seminar direkt an die Bergbahnbetreiber. Fotos: SI/Surrer

OITAF auf der Mountain Planet

Das Dreieck der Nachhaltigkeit

Die internationale Organisation für Seilbahnwesen OITAF nutzte die MOUNTAIN PLANET, um ein Seminar zum Thema Umwelt zu veranstalten – mit erstaunlichen Erkenntnissen.

Das Dreieck aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit in Skigebieten stand im Mittelpunkt des OITAF-Seminars am Rande der MOUNTAIN PLANET. Wissenschaftliche Vorträge und Berichte von Praxisbeispielen wechselten sich ab und boten gemeinsam einen guten Überblick über das Thema Umwelt und Seilbahnwirtschaft. Besonders spannend war der Vortrag von Claudio Francione vom Skigebiet Monte Rosa, welcher über den sechs Jahre langen Bau einer 4er-Sesselbahn im Natura-2000-Schutzgebiet referierte.

 

Ein weiteres „Best-Practice“-Beispiel stellte Adrian Jordan, CEO der Engadin St Moritz Mountain AG, mit seinem Naturspeichersee vor. Wichtig sei laut ihm die Kommunikation zum Thema Nachhaltigkeit gewesen, was auch Laurent Reynaud, Direktor Domaines Skiables de France und Ulrike Pröbstl-Haider von der Universität für Bodenkultur in Wien in ihren Vorträgen bestätigten. Ebenfalls Vorbildwirkung hat das Mobilitätskonzept des Pustertals. Mark Winkler von der Sextner Dolomiten AG referierte über die enge Verzahnung von mehreren Skigebieten mit dem öffentlichen Zugverkehr.

Dass Pistenmanagement nicht nur den Skigebietsbetreibern nützt, sondern auch für die Kunden Vorteile bringt, bewies anschließend Nicolas Vauclair von den Bergbahnen Lenk, indem er seine Erfahrungen mit dem Publikum teilte. Zwei wissenschaftliche Beiträge von Gunther Suette, Präsident des Studienausschusses Nr. VII „Umwelt“ der OITAF und von Kurt Ramskogler von der Stiftung „Fürst Liechtenstein“ rundeten das Seminar ab. ts Berichte über einzelne Vorträge folgen in der Ausgabe SI 5/2018, eingebettet in das SI-Sonderthema „Umwelt“.

„Wir haben bewiesen, dass der Bau einer Bahn in einem Natura-2000 Schutzgebiet möglich ist“, berichtet Claudio Francione vom Skigebiet Monte Rosa.

„Mithilfe von Führungen für die Bevölkerung konnten wir Vorbehalte gegen den Naturspeichersee überwinden“, so Adrian Jordan, CEO der Engadin St Moritz Mountain AG.

„Eine deutliche, aggressive Umweltkommunikation hilft gegen Klagen und Beschwerden“, erklärt Ulrike Pröbstl-Haider von der Universität für Bodenkultur in Wien.

Sicherheit „Made in Swiss“ für den französischen Markt – das ist das Ziel der Firma IMMOOS mit ihren Messevertretern (von links): Ceren Renggli, Florian Immoos und Guy morier.

Ein Heimspiel war die Messe für den französischen Seilbahnhersteller POMA. Von links: Daren Cole (Präsident LPOA), Christian laval (Marketingmanager POMA) und Michael Fauché (Service Manager POMA).

Stellten das neue MOTOREx-Hydrauliköl ALPINE MOTION HV 46 vor (von links): Bernhard Wyss, David Catelani und Markus Damm.

Immer die Hand am KISSLING-Getriebe hatten Terence marday (links) und Bruno Pfister auf der MOUNTAIN PLANET.

Der amerikanische Beschneiungsexperte SMI SNOWMAKERS war mit Didier Ricidu, Brooke Alba und Pawel Tesarowic in Grenoble vertreten.

Wollen mit FLExELEC-Heizelementen hoch hinaus (von links): Guillaume Pichon und Gullaume Klein. Fotos: SI/Surrer