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Die Dreifachkopf-Lanze SnoTek TRIDUSA erbringt im Grenztemperaturbereich eine unschlagbare Schneileistung. Fotos: BÄCHLER

Bächler:

Alles Kopfsache

Die Schneilanzen von BÄCHLER verknüpfen die Leistungen einer Propellermaschine mit den Vorteilen einer Schneilanze – dank ihrer innovativen Schneiköpfe. Bilden die Lanzen damit eine eigene Kategorie?

 

In der Seilbahnbranche gibt es bekanntlich zwei Kategorien von Beschneiungssystemen: Propellermaschinen und Schneilanzen.

 

Propellermaschinen bringen hohe Schneileistungen, Lanzen schneien flächendeckend und bodennah. Doch diese Einteilung steht zunehmend zur Diskussion.

 

Grund dafür sind die Schneilanzen des Schweizer Herstellers BÄCHLER.

 

„Wir verbinden mit unseren Lanzen das Beste aus beiden Welten, also die Vorzüge einer Propellermaschine mit den Vorteilen einer Schneilanze“, sagt Mario Koch, COO von BÄCHLER.

So erbringe die Doppelkopf-Lanze SnoTek MEDUSA mit 120 Kubikmetern Schnee pro Stunde dieselbe Schneileistung wie die leistungsstärksten Propellermaschinen. Im Grenztemperaturbereich sei ihre „Schwester“ SnoTek TRIDUSA mit ihren drei Schneiköpfen sogar eine Klasse für sich – egal ob mit Propeller oder Lanze verglichen.

 

Bereits bei -5° bis -6° Feuchtkugeltemperatur erreiche sie ihre volle Leistung und kann bis 46 Kubikmeter Schnee pro Stunde produzieren, da sie 5,8 Liter pro Sekunde durchsetzt.

 

„Der Stromverbrauch der Tridusa liegt trotzdem nur bei vier Kilowatt pro Stunde – im Vergleich zu den rund 24 Kilowatt einer Propellermaschine“, führt Koch weiter aus. Ein ähnliches Bild zeige sich bei der maximalen Schneileistung. „Auch hier brauchen wir den Vergleich mit den Propellermaschinen nicht scheuen. Der Wasserdurchsatz ist mit maximal 15 Litern pro Sekunde sogar höher“, so der COO.

 

Zudem verwende BÄCHLER mit dem Umrechnungsfaktor 2,2 – der auf Erfahrung basierte Faktor, der die aus dem Wasser erreichte Schneemenge errechnet – bewusst einen tieferen Wert als Mitbewerber (2,7): „Wir sind überzeugt, dass der Wert eher der Realität entspricht“, sagt Koch.

 

Konkret produziere eine BÄCHLER-Lanze aus einem Kubikmeter Wasser rund 2,2 Kubikmeter Schnee.

Die Doppelkopf-Lanze SnoTek MEDUSA bringt die höchste Schneileistung aller BÄCHLER-Produkte.

Geringere Servicekosten

Zu den hohen Schneileistungen und der Energieeffizienz kommen das einfache Handling und die geringeren Servicekosten hinzu.

 

„Über die gesamte Lebensdauer einer Beschneiungsanlage, etwa 20 Jahre, ist der Unterhalt einer BÄCHLERLanze um bis 1.000 Euro pro Jahr günstiger als eine Propellermaschine“, berichtet Koch.

 

Die geringe Komplexität der Lanze, die wenigen Verschleißteile und die statische Bauweise würden den Serviceaufwand in Grenzen halten.

 

„Zudem werden unsere Lanzen meist mit zentraler Druckluft und Steuerstrom versorgt. Fehleranfällige Kompressoren und lange, teure Stromkabel gegen den Spannungsabfall sind nicht nötig“, so der COO des Schweizer Herstellers.

Für jeden Standort die passende Lösung

Ein weiterer Vorteil der BÄCHLER-Lanzen ist ihre Modularität. „Ob enger Skiweg oder breite Abfahrt, Grenztemperaturbereich oder Kälteloch – wir finden für jeden Standort die passende Lösung“, verspricht Koch.

 

Zudem können sämtliche Altbestände – ob von BÄCHLER oder von Mitbewerbern – mit effizienten Schneiköpfen der SnoTek und NESSYReihe nachgerüstet werden.

Schneien mit Köpfchen

Apropos Schneiköpfe: Diese würden laut Koch erst den Unterschied machen, der Rest der Lanze erfülle – lapidar gesagt – nur eine Halte- und Zufuhrfunktion.

 

„So können viele Skigebiete mit der bestehenden Anlage auf effizientere Schneiköpfe wechseln.“ Die Performance habe aber nicht nur mit den Schneistufen zu tun. So habe die SnoTek MEDUSA zwei Schneiköpfe und acht Schneistufen, die SnoTek TRIDUSA drei Schneiköpfe und zwei Schneistufen.

 

„Durch den Doppelkopf haben wir immer den doppelten, bei drei Köpfen den dreifachen Output – über den ganzen Temperaturbereich hinweg“, betont der COO.

 

Die Schneileistung multipliziere sich also – im Vergleich zu anderen Lanzen – nicht nur bei kalten Temperaturen und hohen Stufen (etwa Stufe 8), sondern über das ganze Einsatzspektrum hinweg. Zudem werde die Schneequalität bei gleichzeitig maximaler Schneeproduktion sichergestellt.

 

„Beide Eigenschaften werden immer wichtiger, da die Schneifenster kürzer und die Ansprüche der Skifahrer höher werden“, sagt Koch.

Mario Koch

COO von BÄCHLER TOP TRACK:

 

„Aus unserer Sicht braucht es keine Propellermaschinen. Deswegen bauen wir seit 20 Jahren auch keine davon.

 

Denn unsere Lanzen vereinen die Performance von Propellermaschinen mit den Vorteilen der Schneilanzen.

 

Daher wollen wir nun eine Diskussion über die Kategorien von Beschneiungssystemen anregen. Für uns gibt es Propeller, Lanzen und Bächler. Wir sind gespannt, wo uns die Seilbahner einordnen.“

Diskussion am Messestand erwünscht

Die Doppelkopf- und Dreikopf Schneiköpfe basieren dabei auf Rückmeldungen vom Feld – eine Vorgehensweise die BÄCHLER ausmache: „Wir lassen die Ideen und Anregungen der Kunden in unsere Produkte einfließen.

 

Oft entstehen daraus Speziallösungen, oft aber auch serienfähige Produkte“, erklärt Koch.

 

Diese Offenheit wolle BÄCHLER auch bei der Diskussion über seine Lanzen als dritte Kategorie von Beschneiungssystemen betreiben: „Kommen Sie zu unserem Messestand auf der INTERALPIN und sagen sie uns ihre Meinung. Wo ordnen Sie BÄCHLER ein? “ ts