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Fotos: GAUGELHOFER & GANYECZ

Gaugelhofer & Ganyecz:

Eine Seilbahn wird erneuert

Die Kleinkabinenbahn Eckbauer in Partenkirchen wurde bereits 1956 nach 30-jähriger Planung in Betrieb genommen und war für viele einfach nicht mehr aus dem Ortsbild weg zu denken.

 

Die in die Jahre gekommene Bahn erfüllte jedoch die heutigen Standards nicht mehr und wurde aufgrund von mangelnder Barrierefreiheit, eingeschränktem Komfort und des erhöhten Erhaltungsaufwandes erneuert.

 

Ersatzteile für die Nostalgieanlage konnten in den meisten Fällen nicht mehr gekauft, sondern mussten händisch gefertigt werden.

 

Ein wirtschaftlicher Betrieb war somit nahezu unmöglich. Außerdem waren die Fundamente der 27 Stützen sanierungsbedürftig.

 

Trotzdem war es für die Betreiber kein leichter Schritt, immerhin gehörte die Eckbauerbahn schon fast zur Familie.

Doch neben den Komfortmängeln konnte die Anlage auch mit dem stetig wachsendem Besucherstrom nicht mithalten und Gäste musste lange Wartezeiten für eine Bergfahrt in Kauf nehmen.

Erster Entwurf

Die Notwendigkeit eines Neubaus der Anlage war aufgrund der genannten Mängel für die Familie gegeben und die Umbaupläne wurden bereits im vorhinein klar definiert, weshalb eine einstimmige Ablehnung des Antrages vom Gestaltungsausschuss für die Eckbauer Bahn Betreiber überraschend kam.

 

Erst durch die Hilfe des erfahrenen Planungsbüros GAUGELHOFER & GANYECZ konnte der Ausschuss davon überzeugt werden, dass eine Erneuerung der Anlage notwendig sei und der Erhalt des touristischen Mehrwertes mit einer neuen Seilbahn genauso gegeben ist.

 

Am 7.Oktober 2018 wurde deshalb die 52 Jahre alte Anlage für die Umbauarbeiten geschlossen.

Neue Anlage mit mehr Komfort

Die neue DOPPELMAYR Anlage bringt nicht nur die gewünschte Kapazitätssteigerung, sondern ist durch den niveaufreien Einstieg absolut familienfreundlich.

 

Zusätzlich wurde die neue Seilbahn mit einem Fahrradtransportgehänge für 6er- Umlaufbahnen ausgerüstet.

 

Dieses speziell entwickelte Gehänge aus dem Hause DOPPELMAYR kommt hier erstmals zum Einsatz und soll den Transport von Fahrrädern erleichtern.

 

Dies war dem Eckbauer Team beim Besuch des schweizer Kabinenherstellers CWA besonders wichtig.

 

Es wurde direkt vor Ort viel ausprobiert und einige potenzielle Kabinen-Kandidaten wurde natürlich auch Probe gesessen, damit die Gäste die neue Eckbauerbahn später auch in vollen Zügen genießen können.

Auf ein paar technische Besonderheiten musste bei der Auswahl des richtigen Fahrbetriebsmittels geachtet werden.

 

Da man bei GAUGELHOER & GANYECZ versuchte, den baulichen Eingriff in die Natur möglichst gering zu halten, durften auch die Kabinen nicht zu breit werden.

 

Deshalb entschied man sich dafür die Skiständer anstelle an den Kabinenseiten ins Innere der Kabine zu verlagern.

 

Trotz diesen Veränderungen finden auch Kinderwägen und Rollstühle nun genug Platz in den Kabinen. Bei der Trassenführung hat man sich nach Absprache der Seilplanungs GmbH GAUGELHOFER & GANYECZ mit den Betreibern darauf geeinigt, diese unverändert zu lassen.

 

Die Talstation wird einem Neubau weichen und vier Meter nach Nordosten verschoben. Ebenso ist die Errichtung einer neuen Bergstation notwendig, doch wird die alte Bergstation erhalten bleiben und den Gondeln als Garage dienen.

Umbau

Der Umbau der Anlage mit den seltenen offenen 2-er Gondeln wurde im Herbst letzten Jahes begonnen und die Eröffnung der neuen kuppelbaren Einseilumlaufbahn soll bereits Mitte Mai dieses Jahres stattfinden. tm

Technische Daten Eckbauerbahn: