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Das seilbahntechnische Konzept der neuen Maiskogelbahn stammt aus Absam. Foto: Kitzsteinhorn

Klenkhart & Parnter: Von neuen Bahnen und Kabeln

Die Absamer Ingenieure haben mit der Maiskogelbahn und der Larmachbahn - und die Kampenwand neu verkabelt.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Gletscherbahnen Kaprun AG einen ersten Schritt zum Zusammenschluss der Skigebiete Kitzsteinhorn und Maiskogel gesetzt.

 

Die alte 4 SB Panoramabahn Schaufelberg wurde durch die neue moderne 10-er MK Maiskogelbahn ersetzt, die nun in zwei Sektionen bis auf eine Höhe von ca. 1.600 m in den Bereich der Saulochalm führt.

 

Direkt an die Bergstation dieser Anlage angebaut wird die Talstation der 3SVerbindungsbahn zum Gletscherskigebiet, die noch heuer in Betrieb gehen soll.

 

Damit ist ein direkter Einstieg zum Kitzsteinhorn vom Ortszentrum Kaprun aus gewährleistet.

 

Der Seilbahnbetrieb wird auch das Sommergeschäft bei Wanderern und Bergsteigern forcieren.

Gleichzeitig mit dem Bahnbau wurden auch an den Pisten im oberen Teil Qualitätsverbesserungen vorgenommen.

 

Von KLENKHART & PARTNER stammt das seilbahntechnische Konzept, die Skipistenplanung inkl. technischer Oberbauaufsicht sowie die Koordinierung des Bau- und Betriebsbewilligungsverfahrens.

Bei der Kampenwandbahn wurden Kabel getauscht. Foto: Kampenwandseilbahn GmbH

Flugverbot für Hubschrauber

Eine besondere Herausforderung stellte die gesamte Neuverkabelung der Kampenwand Seilbahn bei laufendem Betrieb dar.

 

Die Zweiseilumlaufbahn mit 4er Kabinen aus dem Jahr 1957 erschließt ein attraktives Wandergebiet mit außergewöhnlichen Panoramablicken Richtung Chiemsee und Kitzbüheler Alpen.

 

Die gesamte Streckenverkabelung war am Ende der technischen Lebenszeit angelangt und musste erneuert werden.

 

Die Problematik dabei – sie führte durch steiles, unwegsames Gelände ohne jegliche Erschließung. Hinzu kam ein Hubschrauberflugverbot für mehrere Monate aufgrund eines vorhandenen Birkwild- Habitats.

 

Daher erfolgte die gesamte Baumaßnahme mittels Einsatz von zwei Schreitbaggern und viel händischer Arbeit.

Um künftig eine leichtere Zugänglichkeit zu ermöglichen, wurden auf einer Länge von rund drei Kilometern HDPE-Leerrohre in einem Kabelgraben verlegt.

 

Die gesamte Ausführungsplanung enthielt auch ein umfassendes Logistikkonzept, welches gemeinsam mit dem Kunden erstellt wurde und sich im Baubetrieb bestens bewährt hat.

 

Dadurch konnte dieses Projekt im höchsten Schwierigkeitsniveau optimal ohne Zeitverzug und Kostenüberschreitung umgesetzt werden.

Die neue Larmachbahn in der Zillertal Arena. Foto: KLENKHART & PARTNER

Dunkler Farbton in der Stationsanlage

Im Skigebiet Zillertal Arena wurde eine alte Aufstiegshilfe auf nahezu selber Trasse durch die moderne, kuppelbare 6CLD/B Larmach (D-Line) ersetzt.

 

KLENKHART & PARTNER waren bei dieser Anlage für die seilbahntechnische Konzeption, die seilbahntechnische Ausschreibung, die Erstellung der Naturschutzeinreichung, alle Hochbauplanungen, die Begleitung im Bau- und Betriebsbewilligungsverfahren sowie die technische Oberbauaufsicht zuständig.

 

Damit lagen bei dieser Anlage sämtliche wesentlichen Planungen, die nicht durch den Hersteller (in diesem Fall die Fa. DOPPELMAYR) erfolgten, in den Händen des Absamer Büros.

 

Durch die sensible Planung im Sinne der Ökologie konnte die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes auf ein Minimum reduziert werden.

 

Dies betraf sowohl die Technik, als auch die Architektur.

Die Berg- und Talstation wurden in einem dunklen, eleganten Farbton gestaltet. Neben den seilbahntechnisch notwendigen Einrichtungen beinhaltet das Raumprogramm noch ein großzügiges Lager an der Bergstation und einen Aufenthaltsraum samt Erste- Hilfe-Bereich an der Talstation.

 

Die Eröffnung der neuen Larmachbahn erfolgte rechtzeitig zum Saisonstart Anfang Dezember. ts