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„Unser Schwerpunkt liegt heute auf Nachhaltigkeit. Wir sind der Green Printer, drucken mit unbedenklicher Tinte und verfügen über eine große Kollektion an PVC freien Materialien.“, betont BELLUTTIProkurist Michael Arnold. Foto: SI/Surrer

Michael Arnold: „Bellutti ist Pionier im Prallschutz!"

Prokurist Michael Arnold spricht über seine 30 Jahre bei BELLUTTI, die gemeinsame Basis der Produkte - und warum das Unternehmen auf der INTERALPIN erstmals Möbel aufstellt.

SI: Herr Arnold, warum dekoriert BELLUTTI seinen Messestand auf der INTERALPIN mit Heuballen?

 

Michael Arnold: Wir wollen damit die Entwicklung darstellen, die der Prallschutz dank BELLUTTI erfahren hat. Als wir vor 30 Jahren die Pisten durch Matten statt Heuballen sichern wollten, wurden wir belächelt.

 

Die erste Erfolge mit 100 Stück am Kronplatz überzeugte die Branche aber ziemlich schnell, sodass wir rasch für Patente sorgen mussten.

 

Denn BELLUTI war und ist der Pionier im Prallschutz. Der Clou war damals der Formschnitt, der einen besseren Schutz bot, als der Mitbewerb.

 

Dieser verwendete gerade Matten, die ausgerechnet an den wichtigsten Stellen Schwächen aufwiesen.

Die Konkurrenz zog aber bald mit verbesserten Kopien nach!

 

Ja. Deshalb wurde der Prallschutz weiterentwickelt. Der erste Schaumstoff verhielt sich wie eine Matratze, theoretisch konnte Wasser eindringen und gefrieren. Deswegen stellten wir auf vernetzten PE-Schaum um. Der Prallschutz nimmt seitdem – wie eine Schwimmnudel – kein Wasser auf.

 

Seit diesem revolutionären Schritt entwickeln wir den Prallschutz ständig weiter, indem wir etwa die Stoffstärke reduzieren, gleichzeitig aber die Wirkung erhöhen. Das ist vor allem bei der Lagerung der Matten im Sommer von Bedeutung. Heute bieten wir die schlankste Matte am Markt an – und sind auch beim Innenleben führend!

Der BELLUTTI-Prallschutz hat sich stark entwickelt, wie der Vergleich zwischen dem ersten Heuballen und den aktuellen Produkt zeigt. Fotos: BELLUTTI

Beim Prallschutz ist es aber nicht geblieben?

 

In den vergangenen 20 Jahren haben wir unsere Produktpalette tatsächlich stark erweitert. Heute bieten wir von Digitaldruck über Werbe-Displays bis hin zu Startnummern und Torlaufflaggen ein breites Portfolio an, um Skigebiete in ihrer Pistensicherheit und in ihrem Marketing zu unterstützen.

 

Droht hier nicht die Gefahr der Beliebigkeit?

 

Nein, da wir zwar optisch vielseitig sind, handwerklich aber unserem Ursprung treu bleiben: Technische Textilien, Schaumstoff, Digitaldruck, Folien und Platten – das war, ist und bleibt unsere Basis. Wir sind Spezialisten in technischer Konfektion und haben große Kompetenz in der Bedruckung. Aus beiden Wurzeln speist sich die Produktpalette.

BOCONCEPT durfte bereits die Bergbahn Patscherkofel mit Möbeln beliefern. Foto: Egger

Und diese Wurzeln lassen zur INTERALPIN Möbel sprießen?

 

Wir haben eine Kooperationen mit dem dänischen Raumausstatter BOCONCEPT geschlossen und werden das am Stand entsprechend zeigen – ja.

 

Konkret können wir gemeinsam Bergbahnen, Skihütten oder Hotels mit individuellen Möbeln beliefern.

 

BOCONCEPT stellt die Einrichtung bereit, wir bedrucken oder besticken die Stoffe, Polster oder Lederüberzüge mit dem Logo des Skigebiets.

 

Alle Gegenstände, von der Lampe bis zum Kissen, sind im Detail aufeinander abgestimmt. Unternehmen können mit uns ihre Corporate Idendity durchziehen – und das ohne Drittanbieter!

 

Interview: Thomas Surrer