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Joachim Jeßberger mit „seinem“ Mountaincart auf der Strecke in Zermatt. Fotos: Mountaincart

„Auch In der Krise rasch Umsatz generieren!“

Joachim Jeßberger, Geschäftsführer von Mountaincart, erklärt im SI Interview, wie er Skigebiete auf die Überholspur bringen möchte, um den Corona-Sommer zu bewältigen.

SI: Die Coronakrise bringt für Touristiker große Herausforderungen, aber auch Chancen mit sich. Welche gilt es zu nutzen, um Sommergäste auf den Berg zu locken und an sich zu binden?


Joachim Jeßberger: Eine klare Chance ist sicherlich, erstmalig ein neues Zielpublikum für den „heimischen“ Bergurlaub zu gewinnen. Ich rede von Gästen, die sich in „normalen“ Zeiten – wo Reisen problemlos möglich sind – regelmäßig für Städtetrips, Strandurlaube oder Fernreisen im Allgemeinen entschieden haben.

 

Unser Ziel sollte nicht nur deren Aufenthalt in den Bergen für diese von Corona geprägte Saison sein, sondern längerfristig. Dafür muss aber das neue Gästepublikum begeistert werden. Ihre Erwartungen an das örtliche Angebot muss von den alpinen Destinationen möglichst übertroffen werden.

Hierzu müsste oftmals das Sommerangebot verbessert werden. Doch vielerorts dürfte das Budget und die Vorbereitungszeit knapp bemessen sein. Wie soll das gelingen?


Es stimmt, dass größere Investitionen oftmals schwieriger zu stemmen sind und heuer oft nicht in Angriff genommen werden. Deswegen sollten Bergbahner auch gerade auf Gästeattraktionen setzen, die sich schnell und einfach realisieren lassen. Insbesondere nachdem in der besonders undurchsichtigen Lage im März und April mit Investitionsentscheidungen zunächst abgewartet werden musste.

 

Dennoch gilt es, möglichst flexibel zu bleiben?


Absolut. Entwickelt sich das Gästeaufkommen positiv, müssen Bergbahnen nachsteuern und das Gästeangebot erweitern können. Am sichersten sind sicherlich Aktivitäten, die alleine, zu zweit oder höchstens in kleinen Gruppen in der freien Natur angeboten werden können. Hier ist das Mountaincart bestens geeignet. Mit ihm lässt sich auch in der Krise rasch und nachhaltig Umsatz generieren!

Mit Abstand und doch alle gemeinsam:  Das Mountaincart ist für den Corona-Sommer wie gemacht.

Inwiefern?


Das Mountaincart nutzt in bester Weise die bereits vorhandene Infrastruktur der Seilbahnen zum Transport, sowie Rodelbahnen oder Wirtschaftswege als Abfahrtstrecke. Dadurch sind nicht nur keine großen Investitionen erforderlich.

 

Vielmehr lässt sich das Projekt „Einführung eines Mountaincart-Verleihbetriebs“ meist sehr kurzfristig, teils innerhalb von wenigen Tagen, umsetzen. So hat die Destination Fendels im Oberinntal ihre Mountaincartstrecke beispielsweise innerhalb von nur etwa 14 Tagen realisieren können.

 

Und die vorhin angesprochene Flexibilität?


Die zunächst vorhandene Mountaincart-Verleihflotte kann jederzeit dem tatsächlichen Gästeaufkommen entsprechend aufgestockt werden. Das dauert nur wenige Tage.

 

Ob Drehen, Fräsen, Schweißen oder Pulverbeschichten – das Mountaincart wird zu fast 100 Prozent im familien-eigenen Betrieb im oberbayerischen Bad Aibling produziert und montiert. Damit gewährleisten wir nicht nur höchste Qualität, sondern auch eine kurzfristige Lieferung.

Die rasche Umsetzbarkeit wird darüber hinaus dadurch unterstützt, da mit der Mountaincart GmbH ein erfahrener, kompetenter und zuverlässiger Partner zur Verfügung steht. Das zehnköpfige Team kümmert sich ausschließlich um die hohe Qualität und stetige Optimierung des Mountaincarts und die unterschiedlichen Anliegen der Partner in den Verleihstationen.

 

Ob Seilbahntransport, Strecke oder Marketing – jede Destination ist anders. Wie gehen Sie damit um?


Aufgrund der weltweit über 100 umgesetzten Mountaincart-Verleihstationen mit unterschiedlichsten Rahmenbedingungen und Herausforderungen finden sich auch bei Neuprojekten stets pragmatische und bewährte Lösungen in Bezug auf den Seilbahntransport, die Abfahrtsstrecke und andere Fragestellungen.

 

Die über 15-jährige Erfahrung mit mehreren Millionen Gästeabfahrten und der enge Austausch mit den Betreibern ist auch heuer wieder in die Weiterentwicklung von Produkt, Werkzeugen und Service- & Wartungsprozesse geflossen, so dass sich die Betreiber getrost um ihre Gäste und nicht über die Maßen um die Technik kümmern müssen.

Und wie sieht es wirtschaftlich aus?


Dass das Mountaincart nicht nur technisch durch Sicherheit und Langlebigkeit, sondern auch touristisch bestens bewährt ist, zeigen die zahlreichen und teils langjährigen Erfolgsgeschichten der Destinationen mit Steigerungen ihrer Bergbahnfahrten um über 50 Prozent und oft mehrere 10.000 Abfahrten je Saison und Verleihstation.

Und wie kommen die Bergbahner nun zu ihrem Mountaincart?


Der erste Schritt zum Start der eigenen Erfolgsgeschichte mit unserer bestens bewährten Familienattraktion ist meist der Besuch an einer der vorhandenen Verleihstationen oder das unverbindliche Testen der Mountaincarts bei sich vor Ort. Wir freuen uns auf einen Besuch und können auch ein Leihgerät vorab zusenden.

 

Das Interview führte Thomas Surrer

SI TIPP

Erster SI Talk mit Mountaincart

Wie können Seilbahnen in diesem Corona-Sommer rasch Umsatz generieren? Joachim Jeßberger (Mountaincard) und Gerald Pichlmair (SI) sprechen im ersten SI Talk über die schwierige Corona Situation und eine Möglichkeit Menschen durch eine Attraktion zu begeistern.

 

Hier gehts zum SI Talk!