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Ein unvergessliches Erlebnis ist die Fahrt mit der Gelmerbahn. Sie wurde von GARAVENTA während des Winters den höchsten technischen Sicherheitsnormen angepasst. Foto: KWO-Bild Monika Flückiger

Garaventa

Adrenalin-Spass mit der Gelmerbahn wieder möglich

Wer in der Nähe des Gelmer-Stausees in der Gemeinde Guttannen im Berner Haslital vorbeikommt, lässt sich das Erlebnis einer Fahrt mit der ursprünglichen Werkbahn nicht entgehen.

 

Ein unvergessliches Erlebnis ist die Fahrt mit der Gelmerbahn. Sie wurde von GARAVENTA während des Winters den höchsten technischen Sicherheitsnormen angepasst. Foto: KWO-Bild Monika Flückiger

Es ist und bleibt ein außergewöhnliches Erlebnis. Die Gelmerbahn mit ihren luftigen Open-Air-Sitzen ist nichts für schwache Nerven. Denn der Blick in die Tiefe kann nur ein Mensch ohne Höhenangst als das wahre Vergnügen empfinden. Denn Gäste, die auf einer der Sitzbänke der Gelmerbahn Platz nehmen, fühlen sich wie auf einer Achterbahn. Je mehr sich der Wagen von der Talstation entfernt, umso atemberaubender wird der Blick in die Tiefe. Diesen Sommer werden es wieder Tausende wagen und die ursprünglich als reine Werkbahn für den Bau der Staumauer errichtete Rarität nutzen.

 

Rund 45.000 Personen werden jährlich mit der steilsten Standseilbahn der Schweiz transportiert. Während der vergangenen Wintermonate wurde die Anlage nun wieder von Experten des Seilbahnbauers GARAVENTA dem neuesten Stand der Technik und Sicherheit angepasst. Denn um die Verfügbarkeit der in der Zwischenzeit über 90-jährigen Standseilbahn weiter zu gewährleisten, wurde sie technisch und sicherheitsmäßig aufgerüstet.

 

Eine besondere Herausforderung war dabei, die neue und vor allem viel größere Antriebseinheit in das bestehende Gebäude der Bergstation zu integrieren. Mit der Absenkung des Bodens konnte der erforderliche Platz für den neuen Antrieb geschaffen werden. Dafür mussten insgesamt rund 55 Kubikmeter vorwiegend Felsmaterial ausgebrochen werden. Erschwerend kam hinzu, dass das Montageteam die im Hochgebirge liegende Winterbaustelle nur mit dem Helikopter erreichen konnte.

 

Dieser Umstand stellte an die gesamte Logistik zusätzliche Anforderung. Neben dem Ersatz des Windenantriebs inklusive Getriebe sowie der Betriebs- und Sicherheitsbremsen musste auch das zehnlitzige Windenseil mit innenliegenden Kupferadern zur Datenübertragung auf das Fahrzeug ausgewechselt werden. Die Windenbahn transportiert die Besucher mit einer Fahrgeschwindigkeit von zwei Metern in der Sekunde dann doch etwas gemächlicher als eine Achterbahn von der Talstation Handeck auf 1.412 Meter über dem Meer zum 448 Meter höher gelegenen Gelmer-Stausee. Mit einer maximalen Steigung von 106 Prozent ist die als Windenbahn betriebene Anlage die steilste Standseilbahn der Schweiz. 1926 erbaut transportierte sie die Arbeiter, die beim Bau des Stausees der Kraftwerke Oberhasli dabei waren von und zur Arbeit. ah