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Gut abgesichert sind die Speicherteiche in Italien. Foto: Piz Sella Bergbahnen

Sommer am Berg

Baden im Schneeteich-verboten

Nicht überall dürfen Speicherteiche mehrfach genutzt werden. Bei unseren Nachbarn in Italien ist das Baden darin strengstens untersagt.

 

Während die Speicherteiche in Österreich in vielen Orten heutzutage mehrfach genutzt werden, ist dies in Italien undenkbar. Baden in einem Speicherteich, dazu sagt Igor marzola, Geschäftsführer der Piz Sella Seilbahngesellschaft: „Das geht in Italien gar nicht. Bei uns ist das total verboten!“ Rund um die Speicherteiche werden Netz- oder Holzzäune errichtet und selbstverständlich weisen auch Verbotsschilder darauf hin, dass die Speicherteich-Anlage nicht betreten werden darf.

 

„Ob sich alle Bergstürmer daran halten, ist allerdings fraglich“, so Marzola und räumt ein, „es wäre schon ein sehr erfrischendes Bad, denn in Südtirol gibt es ja nicht so viele Speicherteiche und die wenigen liegen sehr hoch.“. Der Speicherteich auf dem Piz Sella liegt übrigens auf über 2.000 Metern Seehöhe.

 

Ein schöner Anblick ist aber auch ein italienischer Speicherteich allemal – man muss sich halt damit begnügen aus einiger Entfernung das smaragdgrüne Wasser des kleinen Sees sowie die umliegende Bergwelt zu genießen. Zumindest die vom Wandern heißgelaufenen Füße darf man in den relativ neuen Speichersee auf dem Sudelfeld in Nähe der Welleralm in Bayern halten. Geschäftsführer Egid Stadler ist stolz auf seinen Bergsee.

Hier dürfen Wanderer ihre heißgelaufenen Füße ins kühlende Nass halten. Foto: Bergbahnen Sudelfeld

Denn: Sowohl für die Menschen, die hier heraufkommen, als auch für die Tiere, die sich hier angesiedelt haben, ist der Speicherteich ein Paradies. Und wie schaut es mit den gesetzlichen Regelungen in Deutschland aus? Wäre denn das Baden erlaubt? Stadler dazu: „Nein! Das ist aus Haftungsgründen nicht so einfach! Denn wäre es ein Badesee, müsste es ja auch eine Badeaufsicht geben!“ Die gibt es aber nicht und deswegen zieren auch jede Menge Badeverbotsschilder den See. „Nichtsdestotrotz springen Mountainbiker und Wanderer hinein“, sagt Stadler und fügt hinzu: „Aber, wo kein Kläger, da kein Richter.“ Als offizielle Alternative, so der Geschäftsführer, gäbe es zwei kleine Überläufe. Der eine dient als Biotop, der andere für Kinder zum Planschen. Übrigens: Die Wege sind barrierefrei, also auch für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen geeignet. bm