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Mit der Bergbahn hoch hinaus zu den schönsten Ausblicken Foto: Fotolia

Bergsommer -Anleitung zum Staunen

Faszination als enormes Potenzial

Über 17 Mio. Gäste jährlich bringen Österreichs Seilbahnen hinauf in alpine Regionen. Darunter die Berg-Bestauner ohne Alpin-Erfahrung, aber mit viel Potenzial.

 

Sehnsuchtsorte mit enormem touristischen Potenzial sind sie, die Berge im Alpenraum. Im internationalen Wettbewerb um Sommergäste dürften sie zukünftig eine noch größere Rolle spielen. Eine große Gästegruppe, die es hinauf zieht, sind die Berg-Bestauner. Sie kommen einfach nur um zu schauen und um – oft erstmals – in eine ihnen völlig fremde Welt vorzudringen. Während für die Wanderer und Bergsteiger die Seilbahnen Hilfsmittel sind, um ihren Bergspaziergang, ihre Wanderung oder ihre Tour ab Bergstation starten zu können, beginnt für die Stauner das Erlebnis bereits mit der Bergfahrt.

Hinführen zum Erlebnis

Wer noch nie mit einer Sesselbahn, einer Kabinenbahn oder einer Pendelbahn bergwärts unterwegs war, für den beginnt das Erlebnis bereits in der Talstation. So schnell und bequem große Höhenunterschiede zu überwinden, kennen viele dieser Gäste nur vom Fliegen. Daher ist das Hinauf-Schweben samt Ausblick und dem Gefühl weit weg vom Boden zu sein, der erlebnisreiche Einstieg.

 

Höchstmaß an Berg-Unerfahrenheit

 

Die meisten Berg-Bestauner haben weder Seilbahn- noch Bergerfahrung. Sie wissen nicht, dass man hier im Winter skifahren kann. Sie haben keine Ahnung, dass die Temperaturen oben andere sind als im Tal. Sie können sich nicht vorstellen, was sie erwartet und sind oft sehr uninformiert. Und doch, der Ausblick, die alpine Luft, das rauere Klima und das Gefühl „drüber“ zu stehen, lassen bei ihnen eine begeisternde Hochstimmung entstehen.

Anleiten, um Potenzial auszunützen

Die Bestauner zu all dem hinzuführen, was sie direkt am Berg erleben können, wofür sie nur wenige Schritte weit gehen müssen, erhöht die Gäste-Begeisterung deutlich. Wer noch nie am Berg war und uninformiert ist, ist darauf angewiesen „abgeholt“ zu werden. So gesehen sind die Bergbahnen Berg-Erlebnis-Anbieter, die auch für den Transport verantwortlich sind.

 

Die Gäste anzuleiten hat nichts mit Überinszenierung oder Verkitschung der Berge zu tun. Das Anleiten ist ebenso notwendig wie es etwa das Markieren und Beschreiben von Wegen für Wanderer ist. Geringer Aufwand seitens der Bergbahn zeigt hier schnell positive Effekte, die sich in einer Steigerung der Erstzutritte niederschlagen.

Bestauner, Wanderer & mehr

Gäste jeder Bergbahn mit Sommerbetrieb sind in der Regel zumindest Bestauner und Wanderer. Weitere Gästegruppen - Familien, Mountainbiker & Co - anzusprechen, erfordern umfassende Zusatzangebote mit meist 6-stelligen Investitionssummen. Minimal hingegen sind die Investitionen, um die ersteren beiden Gruppen glücklich zu machen.

 

Die Bestauner gilt es, beginnend mit grundlegendsten Informationen und Tipps „abzuholen“ und in weiterer Folge dezent, aber doch anzuleiten. Bei Wanderern gilt es, die Sehnsucht nach dem Höhenwandern zu wecken, das bequem und ohne schweißtreibenden Anstieg aus dem Tal ab Bergstation möglich ist. Das gelingt meist schon, wenn man verschiedene Weg-Varianten mit Ausgangs- und/oder Endpunkt Bergstation vorstellt. Wer noch mehr aus seinem Bergsommer machen möchte, findet bei den besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen Erfolgsbeispiele ebenso wie Experten für Neu- und Weiterentwicklungen. op