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In Sölden installierte INAUEN-SCHÄTTI erstmals einen Kombi-Masten mit Lawinenwächter (links) und Sprengmasten (rechts). Foto: Inauen-Schätti

Inauen-Schätti

Sprengen für die Sicherheit

Mehr als zwanzig Mal im Jahr musste bisher die Venter Landestraße wegen Lawinengefahr gesperrt werden – volkswirtschaftliche Schäden und unzufriedene Bürger inklusive. Dank der Sprengmasten von INAUEN-SCHÄTTI heißt es nun immer öfter: Bahn frei!

 

14 Kilometer lang schlängelt sich die Venter Landesstraße zwischen Sölden und Vent durch das unwegsame Gebiet der Ötztaler Alpen (Österreich). Der hintere Abschnitt ist schon lange durch teure Galerien geschützt, der vordere Teil war bisher aber kaum gesichert. Dementsprechend oft kam es zu Straßensperren, nächtlichen Räumungseinsätzen und gefährlichen Situationen. „Vor allem im Frühjahr waren die Nassschneelawinen unvorhersehbar.

 

Selbst bei der geringsten Warnstufe 1 hatten wir zu den ungewöhlichsten Zeiten unkontrollierbare, Lawinenabgänge“, berichtet Franz-Josef Fiegl, Bauamtsleiter der Gemeinde Sölden.Mehr als zwanzig Mal im Jahr musste die örtliche Lawinenkomission die Venter Landestraße sperren. Eine untragbare Situation, die die Gemeinde zusammen mit dem Land Tirol und dem Planungsbüro SYNALP entschärfen wollte.

 

 

Da Galerien als klassische Schutzmaßnahmen teuer sind und große Eingriffe in die Natur erfordern, entschieden sich die Verantwortlichen für den Bau von Hänsieben Lawinensprenganlagen inklusive Lawinenradar, Wetterstation, Sprengmittellager und Sicherheitszubehör, wie Schranken und Absperrgitter. Insgesamt werden 1.000 Meter Landstraße gesichert.

Günstig, sicher, ökologisch

„Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt einer Million Euro sind wir damit deutlich günstiger als mit einer ein Kilometer langen Galerie, die 10,6 Millionen Euro kosten würde“, sagt Fiegl. Zudem ist der Wartungsaufwand geringer und der Eingriff in die Natur kleiner. Doch der größte Pluspunkt ist die effektive Sicherheit, die die Lawinensprenganlagen bieten.

 

Entweder werfen sie Sprengladungen an einem Seil ab (Sprengmast) oder schießen Sprengstoff in den Schnee (Lawinenwächter). Ziel ist immer die kontrollierte Lawinenauslösung „Wir können regelmäßig Schneemassen von den Hängen abbauen und so die Gefahr vor großen, unkontrollierbaren Lawinen bannen“, freut sich Fiegl.

Franz_Josef Fiegl

Bauamtsleiter Sölden

„Dank der Lawinensprenganlagen von INAUEN-SCHÄTTI haben wir deutlich weniger Straßensperren und wissen besser über die Schneeverhältnisse Bescheid als früher. Indem wir immer wieder kleine Schneemengen absprengen, verhindern wir große, unkontrollierbare Lawinen und das Verschütten der Straße. Sprengmasten und Lawinenwächter sind zudem deutlich günstiger als etwa klassische Schutzelemente wie Galerien, der Eingriff in die Natur ist ebenfalls geringer. Nichtzuletzt genießen auch unsere Sprengmeister dank der Funkauslösung höchste Sicherheit.“

Auslösung bequem per Internet

Ein weiterer Vorteil ist die Lawinenauslösung per Funk. „Der Kunde kann die Sprengung bequem per Internet auslösen – vorausgesetzt er hat unsere Software, das Passwort und den Sprengcode“, erklärt Jürg Knobel von der Herstellerfirma Inauen-Schätti .

 

Gefährliche Handsprengungen im unwegsamen Gelände oder kostenintensive, sowie zeitund wetterabhängige Huschraubersprengungen sind nicht (mehr) nötig – nur noch ein Smartphone oder ein PC.

Montage in nur zwei Tagen

Die reine Montage der sieben Anlagen dauerte in Sölden lediglich zwei Tage – nur einer der Gründe warum sich die Verantwortlichen für den Hersteller INAUEN-SCHÄTTI entschieden haben. „Bereits in der ungewissen Anfangsphase des Projekts hat uns die Firma INAUEN-SCHÄTTI detaillierte, arbeitsintensive Angebote gemacht. Sie betreut uns bis heute, indem sie unsere Mitarbeiter schult oder beim Nachladen hilft“, sagt Fiegl.

 

Zudem besitzt das Unternehmen mit 30 Sprenganlagen im Skigebiet Sölden über genügend Referenzen in der Region und lässt – im Gegensatz zu Mitbewerbern – keine scharfe Munition mit dem Hubschrauber transportieren.

Lediglich drei Flugstunden benötigten die Hubschrauber bei der Montage der sieben Sprengmasten. Foto: Inauen-Schätti

Deutlich weniger Straßensperren

Das beste Argument für die Sprengmasten von INAUEN-SCHÄTTI seien aber ihre Wirksamkeit, sagt Fiegl: „In der ersten Hälfte dieser Saison haben wir bereits 40 der 80 Sprengladungen verschossen – mit Erfolg. Die Zahl der Straßensperren ist deutlich zurückgegangen, Räumeinsätze mit Baggern und Lastwagen gehören der Vergangenheit an. Dank der Daten der Sprengmasten und des Lawinenradars wissen wir zudem besser über das Schneeverhalten Bescheid.“ ts