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Auch das Fußballteam von Red Bull Salzburg hat die Mountaincart-Strecke am Wildkogel ausprobiert. Fotos: Wildkogel Arena

Mountaincart

Die Top-Attraktion am Wildkogel

Die Wildkogel-Arena ist mit seinen zahlreichen Sommerattraktionen Vorbild für andere Destinationen. Die Mountaincart-Strecke belebt den Tourismus massiv.

 

Rutschenweg, Biketrails, Spielplätze und Panoramapfad – das Sommerangebot in der Wildkogelarena ist groß, die Destination im Salzburger Land gilt als Vorbild für andere Bergbahnbetriebe. Seit Sommer 2018 setzen die Pinzgauer auch auf Mountaincarts – eine Entschei- dung mit sehr positiven Folgen. „Zuvor hatten wir im Sommer nur die Wildkogelbahn in Neukirchen in Betrieb.

 

Dank der Mountaincarts fährt nun auch die Smaragdbahn in Bramberg, die Ersteintritte sind von 60.000 auf 100.000 gestiegen“, berichtet Vorstand Rudolf göstl. Zwar haben auch zwei Gastronomiebetriebe, ein neuer Zirbenweg, sowie ein Abenteuerspielplatz Anteil an diesem Erfolg, aber die Mountaincarts sind mit 20.000 Fahrten in ihrer ersten Saison die Top-Attraktion am Wildkogel.

 

„Sie ist das Gegenstück zu unserer Rodelbahn im Winter, die mit 14 Kilometern längste Rodelbahn der Welt“, so Göstl.

Die Wildkogelarena ist mit ihren zahlreichen Attraktionen ein Sommerberg par excellence.

14 Prozent gefälle

Die Mountaincart-Strecke ist mit vier Kilometern und 500 Höhenmetern deutlich kürzer und wurde extra neu gebaut. „Die Rodelstrecke dient im Sommer als Wirtschaftsweg und wäre dafür zu lang. Wir wollten aber eine exklusive Trasse nur für die Carts“, begründet der Vorstand das Vorgehen.

 

Die Strecke aus wenig staubenden Schotter ist mit zahlreichen Kurven und Schildern ausgestattet und dient im Winter als Skiweg – denn Gefälle ist vorhanden: 14 Prozent überwinden die Mountaincart-Fahrer in rund fünf Minuten.

 

„Das freut vor allem die Jugendlichen, die etwas schneller Fahren wollen. Dank der großen Streckenbreite ist das Überholen gefahrlos möglich“, zitiert Göstl aus dem Feedback seiner Gäste.

Rudolf Göstl

Vorstand der oberpinzgauer Fremdenverkehrsförderungs- und Bergbahnen Aktiengesellschaft

„Entscheidend sind die Kinder. Wollen sie Mountaincart fahren, kommen auch die Eltern, Großeltern und Verwandten. Wir müssen daher Zusatzangebote bieten, denn Wandern und Biken kann man überall.

 

Die Mountaincarts sind neben dem Rutschenweg unsere Top-Attraktion, 40.000 zusätzliche Ersteintritte beweisen das. Auch ich selbst fahre gerne mit dem Mountaincart, es ist zum Dienstfahrzeug geworden!“

Kinder sind die Hauptzielgruppe für die Mountaincarts, da sie ihre Verwandten mitnehmen.

Seilbahn braucht mehr Kabinen

Der große Gästezuspruch ist auch der Grund dafür, dass die Mountaincart-Flotte zur Sommersaison 2019 von 52 auf 74 Carts aufgestockt wurde. „2018 haben wir in Spitzenzeiten 650 Fahrten pro Tag gezählt.

 

Da haben sich Schlangen an der Ausgabe in der Bergstation gebildet“, berichtet der Vorstand. Mehr Fahrten waren logistisch nicht möglich, vor allem aufgrund der Auslastung der Smaragdbahn.

 

„Wir transportieren die Mountaincarts wie die Rodel in den Gondeln nach oben. Das blockiert Sitzplätze“, sagt Göstl. Deswegen wird die Förderleistung der Bahn zur Wintersaison 2019/2020 durch 29 zusätzliche Gondeln von 1.600 auf 2.000 Personen pro Stunde erhöht.

Keine Tageskarten mehr

Um mit den Mountaincarts zu fahren, können die Gäste Einzelkarten, sowie übertragbare 5er und 10er-Blöcke kaufen. Die Fahrt von der Mittel- zur Bergstation ist inklusive. „Die Tageskarte haben wir wieder abgeschafft, da Jugendliche mit jeder Fahrt immer leichtsinniger fuhren“, betont Göstl.

 

Bewährt haben sich die Mountaincarts selbst. Verschleiß und Wartungsaufwand halte sich in Grenzen, Ersatzteile seien rasch zu bekommen, so der Vorstand . Ausrangiert haben die Pinzgauer dagegen das Konkurrenzprodukt Berg-Roller – „Die Nachfrage war einfach nicht da!“

 

Die Mountaincarts steigern dagegen die Bekanntheit des Wildkogels und ziehen zunehmend eine eigene Community an – oder wie es Göstl formuliert: „Mountaincart-Fahren ist ein sicheres und irrsinig schönes Naturerlebnis. Ich fahre direkt in das Bergpanorama hinein!“ ts