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Erneut ist Santiago de Chile der Ort, an dem sich die Seilbahnbranche trifft. Foto: SI

Expo Andes:

Der Skimarkt in Südamerika wächst – und mit ihm die Messe in Chile

20 zusätzliche Aussteller und rund 200 Besucher mehr erwartet die Messe Expo Andes 2019. Das Wachstum ist auch auf die positive Entwicklung der Seilbahnbranche zurückzuführen.

 

Messe, Seminar und Symposium – diese Mischung macht EXPO ANDES seit Jahren zum wichtigsten Treffpunkt der Seilbahnbranche in Südamerika. Heuer findet die Messe erstmals im Centro Cultural Estación Mapocho in Santiago de Chile statt.

 

Vom 16. bis 18. Oktober 2019 treffen rund 1.600 Fachbesucher auf mehr als 80 Messestände und 120 Marken. Firmen aus Deutschland, Andorra, Argentinien, Österreich, Canada, Chile, China, Kolumbien, Spanien, Finnland, Frankreich, Italien, Panama, Schweiz und den USA werden auf 4.000 Quadratmetern Messefläche ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren.

20 Aussteller mehr

 „Die Zahl der Aussteller erhöht sich im Vergleich zu 2017 um zwanzig, die Zahl der exklusiven Fachbesucher um rund 200“, freut sich Francisco Sotomayor, General Manager der Expo Andes. Die Messe deckt den Bergtourismus, die Bergbauindus-trie, & damit verbundene Aktivitäten ab.


Als Besucher erwartet das Expo Andes-Team Vertreter von Skigebieten, Berggemeinden und Grenzübergängen, Mitarbeiter von Bergbauunternehmen, Reiseveranstaltern und Bergstraßen, sowie Entscheidungsträger von Bergparks, Seilbahnen, Polizei, Armee, Ski- und Snowboardschulen. Zudem sind Ministerien für Inneres, Verkehr, Arbeit, Tourismus, Sport, Verteidigung und Landwirtschaft in die Messe eingebunden.

Die Branchen der Fachbesucher sind vielfältig, je nach Sparte schwankt die Anzahl der Gäste von Jahr zu Jahr. Generell wird das Publikum der EXPO ANDES aber immer größer.

 

„Die Besucher unterscheiden sich mitunter stark voneinander, sehen sich aber oft mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert, wie Wasserförderung in großer Höhe, Straßenräumung, Sicherheit und Verwaltung, Lawinenkontrolle, Schutz vor herabfallenden Felsen, Bauen in großer Höhe oder Kabeltransport“, begründet Sotomayor die Diversität des Messepublikums – und die Klammer „Berg“, die sie alle zusammenhält.

 

Dementsprechend vielfältig sind die Geschäftsbereiche der Aussteller. Diese umfassen unter anderem Seilbahnen, Pistenfahrzeuge, Schutz vor Naturgefahren, Sicherheit und Rettung, Beratung und Planung, Geotechnik, Leit- und Zutrittssysteme, Beschneiung, Aus- und Weiterbildung, Spiel & Spaß, Meteorologie, Bekleidung, Wasserleitungen, Helikopter, Kartierung, Bergmedizin, Bau und Kommunikationssysteme.

24 Referenten am Symposium

EXPO ANDES sieht sich aber nicht nur als Begegnungsplattform von Seilbahnern, Herstellern und Institutionen, sondern auch als Vermittler von Know-how und Erfahrung. Deswegen werden 24 Experten, Behördenvertreter und Persönlichkeiten aus aller Welt ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit den Messebesuchern teilen und die Verbindungen zwischen den Anden und den Gebirgszügen aus der ganzen Welt stärken.


Apropos Anden: Ein Grund, warum EXPO ANDES wächst ist sicherlich die positive Entwicklung des Skimarkts in Südamerika. Gemeinsam mit Nord-
amerika ist der Kontinent zwar noch weit von europäischen Verhältnissen entfernt (statt zwölf fahren nur vier Prozent der Bevölkerung Ski), die Skigebiete konnten in den vergangenen Jahren jedoch Wachstum und Entwicklung verzeichnen.

 

„Mit nahezu unbegrenzten Terrain für Skifahren im freien Gelände und Pulverschnee auf unberührten Pisten, bietet Südamerika eine ansprechende Option in der Nebensaison zu Resorts in den Alpen und Nordamerika“, berichtet Laurant Vanat, Autor des International Report on Snow & Mountain Tourism.

Chiles Seilbahnbranche entwickelt sich: Die Zahl einheimischer Aussteller auf der EXPO ANDES wächst kontinuierlich, zuletzt von 20 Prozent (2015) auf 26 Prozent (2017). Fotos: EXPO ANDES

 

 

Chile: 99 Schneetage

In Chile, dem Heimatland der Messe EXPO ANDES, hat sich die Anzahl der Skier Visits kontinuierlich verbessert und liegt nun bei mehr als einer Million – bei 99 Schneetagen im Jahr 2018. „Zurzeit sind 77 Seilbahnen, 200 Pisten und 63 Schneekanonen im Betrieb“, ergänzt Francisco Sotomayor die Zahlen von
Laurent Vanat. Dieser spricht in seinem Report von 21 Skigebieten und 517.000 einheimischen Skifahrern: „43 Prozent der Skigebiete haben fünf Lifte oder mehr!“

Klimawandel schadet Bolivien

Bolivien leide laut Vanat dagegen unter dem Klimawandel. Permanent schneebedeckte Pisten werden weniger und die Gletscher verschwinden. So musste
Chacaltaya, das höchstgelegene Skigebiet der Welt, seinen Betrieb 2015 einstellen. Im Nachbarland Kolumbien konnte sich bisher überhaupt keine Wintersportindustrie etablieren.

Grafiken: Expo Andes

„Expo Nieve“ hilft Argentinien

 
 
 
In Argentinien ist Skifahren dagegen großes Thema – aber aufgrund der fehlenden alpinen Kultur und der relativ hohen Kosten eher exklusiv. Trotzdem wächst das Interesse am Skisport – vor allem aufgrund der Verbauchermesse „Expo Nieve“.
 
Zudem kommen Mexikaner, Brasilianer und Chilenen nach Argentinien zum Skifahren. Die 22 Skigebiete generieren um die 1,5 Millionen Skier Visits pro Jahr, wobei sich der Großteil auf die sieben größten Resorts konzentriert.
 
Fazit: In den Kernländern des Skisports, Chile und Argentinien, stehen die Zeichen ganz auf Wachstum – die EXPO ANDES wird auch 2019 ihren Beitrag dazu leisten, ts