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Auf rund 300 Laufmetern wurden ZMU-Austria-Rohre verlegt.

Tiroler Rohre GmbH (TRM):

ZMU-Austria Rohre für Einsatz in aggressiven Böden

Aggressive Bodenverhältnisse wie Lehm und Torf ließen eine Schneileitung in der Senke bei Hintermoos korrodieren. Das Skigebiet Hochkönig setzt dort ab sofort auf ZMU-Austria Rohre von TRM.

 

Einen Druckabfall im Rohrsystem verzeichneten die Schneimeister im Skigebiet Hochkönig bei der routinemäßigen Kontrolle vor der Wintersaison 2018/ 2019. Die Ursache war schnell gefunden. Ein Rohr in der Senke bei Hintermoos war nach zwanzig Betriebsjahren außen korrodiert.

 

Grund war der lehmige, torfige Boden mit einem PH-Wert von drei bis vier. „Wir haben rasch das betreffende Rohr getauscht. Uns war aber sofort klar, dass wir eine Lösung brauchen, die langfristig funktioniert“, berichtet Hartwig Moßhammer, Vorstand der Aberg-Hinterthal Bergbahnen AG.

 

Deswegen schickten die Seilbahner das beschädigte Rohr und Bodenproben an die TIROLER ROHRE GmbH (TRM) und fragten, ob der Hersteller ein Spezialprodukt für ihren aggressiven Bodenabschnitt hätte.

 

 

„Prompt boten sie uns ihr neues ZMU-Austria-Rohr an, um die 300 betroffenen Laufmeter langfristig korrosionsfrei zu halten“, sagt Siegfried Egger, Prokurist der Aberg-Hinterthal Bergbahnen AG.

 

Das ZMU-Austria Rohr wurde in über zwei Jahren von der TRM-Forschungsabteilung gemeinsam mit einem österreichischen Zementhersteller entwickelt und zeichnet sich durch einen neuartigen Faserzementmörtel für die Außenbeschichtung aus. „Die hoch alkalische Außenhülle bietet ein Höchstmaß an chemischem Schutz, der jegliche Korrosion jenseits eines pH-Werts von unter zehn unterbindet“, sagt TRM-Marketingmanager Christof Mairinger.

Der aggressive Boden tritt nur auf einer Länge von 300 Metern auf. Fotos: SI/Surrer

Der Faserzementmörtel beweist zudem eine sehr hohe Sulfatbeständigkeit. Damit bietet das neue Rohrsystem maximalen Schutz in stark aggressiven, kontaminierten oder sulfathaltigen Böden.

 

Mairinger verweist auf eine besondere Eigenschaft an der äußersten Oberfläche der Zementhülle: „Durch die Carbonatisierung beim Kontakt mit dem umgebenden Milieu härtet der Zement an der Oberfläche weiter aus und bildet eine dichte, beständige und wasserabweisende Schicht.“

 

All diese positiven Eigenschaften haben auch die Bergbahner am Hochkönig überzeugt. Parallel zur alten Schneitrasse wurden nun auf 300 Metern vorbeugend ZMU-Austria Rohre verlegt. „Das ist weniger Aufwand, als wenn wir nach und nach beschädigte Rohre ersetzen. So kommen wir unserer Instandhaltungspflicht am besten nach“, begründet Moßhammer den Komplettaustausch in der Senke.

Der Einsatz von Schrumpfmanschetten bietet einen zusätzlichen Korrosionsschutz.

Von den Zementauskleidungen der Rohre wissen die Seilbahner bereits, dass dadurch Korrosion verhindert wird, das Vertrauen in die ZMU-Austria Rohre mit der zusätzlichen Zementmörtelumhüllung ist daher entsprechend groß. „Ein weiterer Vorteil ist der mechanische Schutz, der bei uns zwar keine Rolle spielt, aber für Seilbahnerkollegen interessant sein könnte“, sagt Egger.

 

Denn die fünf Millimeter dicke Faserzementmörtelschicht sorgt dafür, dass das Rohr bei Lagerung, Transport und Einbau keinen Schaden nimmt. „Das Multitalent ZMU-Austria ist geradezu prädestiniert für den Einsatz im alpinen und hochalpinen Gelände. 

 

Dank der großen mechanischen Robustheit kann nahezu jedes Aushubmaterial für die Hinterfüllung verwendet werden, Steineinschlüsse in der Größe bis 100 Millimeter sind dabei zulässig“, geht Igor Roblek, der für dieses Gebiet zuständige Vertriebsmitarbeiter der TRM, ins Detail.

Die Zementmörtelschicht der ZMU-Austria Rohre ist im typischen TRM-Blau gehalten.

Der Vorteil liegt darin, dass kein zusätzliches Bettungs- oder Verfüllmaterial benötigt wird. Zudem entfallen etwaige Entsorgungskosten für das anfallende Aushubmaterial, da dieses ja wiederverwertet werden kann.

 

„Der wirtschaftliche Vorteil liegt auf der Hand. Zudem darf in diesem Zusammenhang der ökologische nicht unerwähnt bleiben: Durch die Rückführung des originären Aushubmaterials bleibt die natürliche Bodenstruktur am Standort erhalten“, fügt TRM-Vertriebsleiter Walter Korenjak hinzu.

 

Am Hochkönig ist das Aushubmaterial nicht das Problem, für das behutsame Verlegen sorgt das Schneiteam selbst. „Unsere erfahrenen Mitarbeiter arbeiten aus Eigeninteresse sehr genau, da sie ja anschließend mit den Schneileitungen arbeiten müssen“, betont Moßhammer. Und sein Kollege Egger fügt hinzu: „Ich kenne viele Skigebiete, denen das ZMU-Austria Rohr ebenfalls helfen könnte.“ Ts

Siegfried Egger

Prokurist Aberg-Hinterthal Bergbahnen AG

„Wir haben TRM Rohr- und Bodenproben geschickt und sie gefragt, ob sie ein Spezialprodukt für unseren aggressiven Boden hätten. Prompt boten sie uns ihr neues ZMU-Austria-Rohr an. Dessen Zementmörtelumhüllung verhindert das Korrodieren effektiv. Da wir langfristig und erfolgsorientiert denken, fiel uns die Entscheidung für das ZMU-Austria Rohr leicht!“