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Die Firma WIESER verlegt die Tiroler Rohre mit einer Schlauchfolie, die die Leitungen vor aggressiven Bodenverhältnissen schützt. Fotos: SI/Surrer

Tiroler Rohre GmbH in Fieberbunn

Für eine maximale Beschneiung!

Zu ihrem 60-Jahr-Jubiläum investieren die Bergbahnen Fieberbrunn in eine erhöhte Schlagkraft ihrer Beschneiungsanlage. Der Speicherteich sowie die Schneilinie Streuböden aus dem Jahre 1993 werden erneuert – mit Schneileitungen von TRM.

 

Die Bergbahnen Fieberbrunn sind seit Winter 2015/2016 Teil des großen österreichischen Skigebiets Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn. Um den „Skicircus“ am Laufen zu halten, konzentrierte sich die Beschneiung seitdem auf die Verbindungspisten, die Abfahrt Streuböden konnte erst in der zweiten Schneiphase beschneit werden. Die geringe Schneileistung der Anlage und das kleine Volumen des Speicherteichs machten eine gleichzeitige Beschneiung aller Pisten nicht möglich.

 

„Deswegen errichten wir nun eine moderne Beschneiungsanlage, um den Skibetrieb im Fieberbrunner Teil des Skicircus rechtzeitig für die Weihnachtssaison abzusichern“, so Toni Niederwieser, Geschäftsführer der Bergbahnen Fieberbunn. Dazu investiert das Skigebiet derzeit 7,3 Millionen Euro in einen 155.000 Kubikmeter großen Speichersee samt Pumpstation, 28 Propellermaschinen und 3,5 Kilometer Schneileitungen.

Rohre mit Schlauchfolie

Letztere stammen von dem österreichischen Hersteller TIROLER ROHRE (TRM), eine bewusste Entscheidung, wie Toni Niederwieser betont (siehe Zitatbox). Bei den verbauten Druckrohren von TRM handelt es sich um Nennweiten von DN 80 bis 500, welche bis zu 100 bar Innendruck standhalten. „Die Bergbahnen Fieberbrunn haben sich aufgrund der agressiven Bodenverhältnisse für die Verlegung der Rohre in einer sogenannten Schlauchfolie entschieden.

 

Dies ist eine einfache Möglichkeit, die duktilen Gussrohre vor Korrision zu schützen“, erklärt Mario Ruggenthaler, Projektleiter von TRM. Durch die Schneileitungen wird die Grundbeschneiungszeit für das gesamte Skigebiet auf etwa eine Woche gesenkt.

Derzeit laufen umfangreiche Erdarbeiten am 155.000 m³ großen Speichersee.

Schonender Erdbau

Letztere stammen von dem österreichischen Hersteller TIROLER ROHRE (TRM), eine bewusste Entscheidung, wie Toni Niederwieser betont (siehe Zitatbox). Bei den verbauten Druckrohren von TRM handelt es sich um Nennweiten von DN 80 bis 500, welche bis zu 100 bar Innendruck standhalten. „Die Bergbahnen Fieberbrunn haben sich aufgrund der agressiven Bodenverhältnisse für die Verlegung der Rohre in einer sogenannten Schlauchfolie entschieden.

 

Dies ist eine einfache Möglichkeit, die duktilen Gussrohre vor Korrision zu schützen“, erklärt Mario Ruggenthaler, Projektleiter von TRM. Durch die Schneileitungen wird die Grundbeschneiungszeit für das gesamte Skigebiet auf etwa eine Woche gesenkt.

Schonender Erdbau

Die Verlegearbeiten der TRM-Rohre werden von der Firma WIESER durchgeführt und durch Franz Fleckl, Betriebsleiter der Bergbahnen Fieberbrunn, koordiniert und beaufsichtigt. Die insgesamt rund 3,5 Kilometer Schneileitungen verbinden 28 neue Schneeerzeuger mit der Pumpstation am neuen Speicherteich Streuböden. „Der Erdbau wird so schonend wie möglich durchgeführt.

 

Dazu tragen wir die Grasnarbe samt Humus sanft ab, um sie nach der Rohrverlegung wieder an angestammter Stelle einzusetzen“, berichtet Niederwieser. Durch diese Vorgangsweise bleibe die ursprüngliche Vegetation erhalten.

Die neue Pumpstation Streuböden wächst rasch in die Höhe.

Natürliche Befüllung des Speichersees

„Das Fassungsvolumen des Speicherteichs Streuböden steigt von 17.000 auf 155.000 Kubikmeter.

 

Somit haben wir den ganzen Winter über genügend Wasser für unsere Beschneiung“, freut sich Niederwieser. Der See soll ganz im Sinne der Nachhaltigkeit in der Schmelzwasserperiode innerhalb von 30 Tagen mit dem Wasser der Zillstatt-Quelle gefüllt werden. Die neue Pumpstation mit ihren im Endausbau fünf Pumpen und zwölf Kühltürmen ist für den Betrieb der Beschneiungsanlage Streuböden zuständig – und wird diese Aufgabe mit 500 Litern in der Sekunde meistern. Deswegen werden auch TRMRohre mit großen Durchmessern von bis zu 400 Millimetern verlegt, die bis zu 100 Bar Innendruck standhalten.

Wasserspielpark inkludiert

„Eine große Herausforderung ist es, den Speichersee so naturnah wie möglich zu gestalten“, sagt Niederwieser. Aus diesem Grund wurde die Planung des Projekts in die bewährten Hände der Ingenieure von KLENKHART & PARTNER gelegt. Der neue Speichersee wird als zusätzliche Attraktion in den Timok- Erlebnispark integriert. Ein neuer Wasserspielpark sowie der Panoramaweg an der Dammkrone werten das Sommerangebot weiter auf.

Ringleitung als nächstes Ziel

Mit dem neuen Speicherteich Streuböden haben die Bergbahnen Fieberbrunn nicht nur die Basis für eine schlagkräftige Beschneiungsanlage gelegt, sondern auch für eine neue Attraktion für den Sommer am Berg. Doch die Pläne in Fieberbunn gehen bereits weiter. Als dritte Talabfahrt soll die Grutten-Abfahrt ebenfalls an das Beschneiungssystem angeschlossen werden. Die Kapazität von Seiten der Pumpstation und des Speichersees sind gegeben. Damit würde eine Ringleitung entstehen, die die Schneizeiten weiter verkürzt. ts

Toni Niederwieser (links) Martin Trixl (rechts)

Geschäftsführer Bergbahnen Fieberbunn

„Wir haben auf die Leitungen von TRM bestanden und uns bewusst für TIROLER ROHRE entschieden. Denn das heimische Unternehmen garantiert beste Qualität zu fairen Preisen. Zudem werden die Lieferungen von Projektleiter Mario Ruggenthaler perfekt koordiniert.“