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Die Seilbahn verbindet die Stadt Graz mit ihrem Hausberg Plabutsch. Fotos: The Renderers.

Salzmann: Plabutsch-Seilbahn tritt in die Genehmigungsphase

Wird die Seilbahn über den Grazer Hausberg Plabutsch realisiert, ist sie die erste touristisch-urbane Anlage ihrer Art in Österreich.

Nun tritt das Projekt in die Genehmigungsphase – geplant von den SALZMANN Ingenieuren.

 

Die Politik in Graz will den städtischen Ausflugsberg Plabutsch mit einer Seilbahn erschließen.

 

Die Idee schlägt in den Massenmedien hohe Wellen und wird kontrovers diskutiert.  Nun tritt das Projekt in die Genehmigungsphase – betreut von den SALZMANN Ingenieuren.

 

Die Seilbahnerplaner aus Bregenz haben zuvor in einem harten Ausschreibungsverfahren den Generalplanungsauftrag bekommen, wie Geschäftsführer Stephan Salzmann berichtet:

Die Seilbahn ist behutsam in den Bergwald eingeplant und verschwindet darin nahezu.

„Mein Ingenieurbüro durfte bereits zuvor eine Machbarkeitsstudie durchführen – mit fünf vielversprechenden Trassen. Die sinnvollste Variante, insbesondere unter Einbeziehung einer vegetations- und tierökologischen Vorbeurteilung, wurde von der Stadt beschlossen und muss nun bewilligt werden.“

 

Die Trasse beginnt bei der Talstation mit Straßenbahnanschluss in der Nähe des Unfallkrankenhauses, führt in sieben Minuten auf den Berg Plabutsch und in weiteren neun Minuten zum Erholungsgebiet Thalersee.

 

„Wir müssen Rücksicht auf die Umwelt und auf die dort lebenden Menschen nehmen. Wir wollen keinen zusätzlichen Autoverkehr, weswegen die Einbindung der Seilbahn in das öffentliche Verkehrsnetz Priorität genießt“, betont Salzmann. Hierfür wird extra eine Straßenbahnlinie verlängert.

Auch die Radmitnahme ist in der Plabutsch-Seilbahn möglich.

Zudem soll der Plabutsch ein Fahrradberg werden, entsprechend groß müssen Kabinen und Stationen konzipiert sein. Geplant ist daher eine Einseilumlaufbahn mit 10-Personen-Kabinen.

 

Ziel ist die ganzjährige Beförderung von Fußgängern, Kinderwägen, mobilitätseingeschränkten Personen, Fahrrädern und Sportgeräten sowie Gütern (Grundfläche max. Euro-Palette) auf beiden Teilstrecken mit einer Transportleistung von 1.600 Personen pro Stunde & Richtung.

 

Die geschätzten Kosten liegen bei insgesamt 35 Millionen Euro inklusive des Zubringerwegs „Thalerseestraße“. Hinzu kommt die Revitalisierung des Restaurants Thalersee.

Die Seilbahn überquert den Berg Plabutsch in rund 16 Minuten (links) und endet im Naturerholungsgebiet Thalersee. In der dortigen Talstation (rechts) ist ein Restaurant untergebracht.

Die Kabinen bieten Platz für zehn Personen.

„Die Fahrtzeit für die Überquerung mit der Seilbahn wird insgesamt rund 16 Minuten betragen. Die Talstationen in der Peter-Tunner-Gasse und an das Thalersee Restaurant angrenzend, wurden als prioritär festgelegt“, erläutert Salzmann.

Zeitplan

Nach erfolgter Genehmigung ist die Ausschreibung für den Seilbahnbau und die Entscheidung zwischen Dezember 2019 und Sommer 2020 geplant.

 

Mit der Umsetzung des Seilbahnprojektes soll im Frühjahr 2021 begonnen werden, die Eröffnung der Seilbahn möchten die Grazer im Frühjahr 2022 feiern. Das Ingenieurbüro SALZMANN gibt sein Bestes, um ihnen diesen Wunsch zu erfüllen.

Technische Daten Graz-Plabutsch (Sektion 1)

  • Förderleistung 1.600 P/h
  • Fahrgeschwindigkeit 6 m/s
  • Höhenunterschied 362 m
  • Horizontale Bahnlänge 1.790 m
  • Schräge Bahnlänge 1.820 m
  • Fahrbetriebsmittel 42
  • Stützen 15
  • Fahrzeit 7 min
  • Investitionssumme 18,7 Mio.

Technische Daten Graz-Plabutsch (Sektion 2):

  • Förderleistung 1.600 P/h
  • Fahrgeschwindigkeit 6 m/s
  • Höhenunterschied 313 m
  • Horizontale Bahnlänge 2.280 m
  • Schräge Bahnlänge 1.300 m
  • Fahrbetriebsmittel 49
  • Stützen 16
  • Fahrzeit 9 min
  • Investitionssumme 16,3 Mio.