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Tanja Graf: Unternehmerin und Gesellschafterin der „25 PersonaldienstleistungsgesmbH“ sowie österreichische Nationalratsabgeordnete. Mehr Informationen zu Tanja Graf und dem Feld Personaldiensleistung finden Sie auf der Homepage von 25 Personal: www.25personal.at

Zukunft Personal: Für den entscheidenden Vorsprung

Tanja Graf: „Der Trend geht in die Richtung, dass sich jeder auf das konzentriert was er gut kann."

Sätze wie „Man bekommt heute einfach keine Fachkräfte mehr“ und „Früher hätten sie für so einen Job Schlange gestanden“ sind immer wieder aus allen Branchen zu vernehmen.

 

Der Fachkräftemangel schlägt immer weiter um sich, wobei Tourismus und Gastronomie besonders betroffen sind. Die Bergbahnbranche ist dieser Spirale bisher noch größtenteils entgangen, doch man sollte vorausschauend in die Zukunft gehen.

 

Aus diesem Grund haben wir von der SI uns umgesehen und möchten Ihnen nun eine Lösung für personelle Engpässe vorstellen.

 

Tanja Graf ist Unternehmerin und stellt im SI Interview das System des Personalmanagements genauer vor.

SI: Haben sich die Bedürfnisse Ihrer Kunden in Bezug auf Personalwünsche in den letzten Jahren verändert?

Es gibt mindestens 25 Gründe, warum sich die Anforderungen an professionelle Personaldienstleistungsunternehmen in den letzten Jahren stark verändert haben.

 

Alle davon aufzuzählen, würde bestimmt mehr als 25 Zeilen in Anspruch nehmen. Man kann kurz sagen: die Arbeitswelt ist in einem ständigen Veränderungsprozess.

 

Wenn wir an die fast täglich entstehenden neuen innovativen Geschäftsfelder und natürlich auch an die Digitalisierung denken, kann man resümieren – ja auch die Personalwünsche ändern sich laufend.

 

Die Zeit spielt hier natürlich eine große Rolle und daher investieren wir unsere Zeit, um eben genau hinzuhören, wenn die Menschen, mit denen wir arbeiten, von ihren täglichen Anforderungen und Herausforderungen sprechen:

 

Komplexe Personalmanagement- Prozesse, zeit- und kostenintensives Recruiting, Mangel an qualifiziertem und schnell verfügbarem Personal in speziellen Branchen, fehlende Individuallösungen, unzureichende oder unverlässliche finanzielle Vergütung, Mangel an Vertrauen und Motivation, begrenzte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Haben Sie eigentlich auch Kunden aus den Bergregionen?

Die Personalbedürfnisse wie z.B. bei den Bergbahnen oder Skihütten (Saisonkräfte) u.v.m. konnten die Bergregionen bisher durch ihr regionales Netzwerk bzw. auch durch das Saison-Kontingent für Mitarbeiter aus Drittstaaten recht gut abdecken.

 

Aber auch die Regionen merken immer mehr wie schwierig es ist richtig gutes Personal zu finden.

Glauben Sie, dass der Trend hin zum Sommertourismus am Berg die Bedürfnisse der Touristiker mehr zum Angebot des Personaldienstleisters bringt?

Ich glaube es hängt weniger mit einem Trend zum Sommertourismus, sondern vielmehr davon ab, dass ein genereller Personalmangel entstanden ist.

 

Daher ist es umso wichtiger neue Wege einzuschlagen und hier auch andere Optionen wie eben einen Personaldienstleister ins Auge zu fassen.

 

Dieser kann auf Human Ressources zurückgreifen, die vielleicht momentan nicht am Markt zu finden sind und dadurch viel flexibler auf dem Markt reagieren.

Was sind die Vorteile Ihres Angebotes im Gegensatz zu einer „traditionellen“ Anstellungsform?

Die Vorteile eines Personaldienstleisters sind im Wesentlichen folgende: Es bietet eine flexible Abdeckung von Auftragsspitzen, gleicht eigene fehlende Ressourcen aus, wie z.B. Zeit für Rekrutierung.

 

Außerdem können Ausfälle wie Krankenstände, Karenzzeiten und sonstige Vertretungen aufgefangen werden.

 

Zeitarbeit ermöglicht eine bessere Kalkulation – da die Abrechnung mittels fix vereinbarten Stundensatz für die reinen aktiven Arbeitsstunden zu tragen kommt. Es können saisonale Schwankungen abgefedert werden, das Risiko verlagert sich.

 

Ein weiterer Vorteil wäre die Erspranis einer eigenen Personalverrechnung.

Welche Berufe werden vermehrt angefragt?

Es wird laufend Personal angefragt, derzeit natürlich am häufigsten Facharbeiter/ in in allen Bereichen.

Warum glauben Sie, dass Modelle wie jenes des Personaldienstleisters in Zukunft Bestand haben werden?

Der Trend geht in die Richtung, dass sich jeder auf das konzentriert was er gut kann und wo er seine Expertisen in den Vordergrund stellen kann.

 

Wenn ich etwas selbst aus welchen Gründen auch immer (Zeitmangel, keine Ressourcen) nicht kann, dann beauftrage ich jemanden der es kann – die richtige Personalsuche ist eben eine solche Expertise.

 

Das Interview führte Tamara Mair