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Zösch & Gross GMBH

Ein Speicherteich für Annaberg

Ein Speicherteich mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Kubikmetern wird zur Zeit für die Annaberger Liftbetriebs GesmbH errichet. Somit kann das Skigebiet künftig noch schlagkräftiger in die Wintersaison gehen.

 

Auf einer Seehöhe von 890 bis 1.290 Metern befindet befindet sich das Skigebiet Annaberg – ein beliebtes Wintersportzentrum in Niederösterreich. Sechs Liftanlagen und 30 Hektar Pisten, die bereits beschneit werden, sorgen im Winter für Skivergnügen bei groß und klein. Betrieben wird das Skigebiet von der Annaberger-Liftbetriebs-GesmbH. Schon vor langer Zeit hat man beschlossen, in schneearmen Wintern zu beschneien.

 

„Leider“, so erzählt Betriebsleiter Peter Enne, „mussten wir in den letzten Jahren feststellen, dass der Betrieb des Skigebietes zum Saisonstart mit der jetzigen Beschneiungsanlage nur erschwert gewährleistet werden kann.“ Der bestehende Speicherteich liegt im Tal und hat ein Fassungsvermögen von circa 21.000 m³, so dass nur eine beschränkte Wassermenge für die Grundbeschneiung zur Verfügung steht.

 

 

Um auch weiterhin schlagkräftig am Markt bestehen bleiben zu können, hat sich die Annaberger-Liftbetriebs-GesmbH, allen voran Geschäftsführer Karl Weber, entschlossen, einen größeren Speicherteich anzulegen. Der Speicherteich wird samt zugehöriger Pumpstation sowie erforderlicher Feld- und Versorgungsleitungen auf dem Berggipfel errichet. Die Baukosten für die Erweiterung der Beschneiungsanlage belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro.

Noch „schnell“ einen Speicher bauen

Für die Umsetzung des Projektes wurde das Ingenieurbüro ZÖSCHG & GROß beauftragt. Von der wasserrechtlichen- und naturschutzrechtlichen Einreichplanung bis zur Baufertigstellung wird alles von der Grazer Firma erledigt. „Das ist eine wahre sportliche Herausforderung“, meint Martin Groß, denn der Entschluss dazu kam relativ kurzfristig und das Vorhaben soll natürlich noch bis zum heurigen Saisonstart verwirklicht werden“.

 

Durch die langjährige Erfahrung des Planungsteams ZÖSCHG & GROß konnten die ambitionierten Ziele bislang termingerecht umgesetzt werden und der Startschuss für den Bau fiel planmäßig Anfang September. „Aktuell“, schildert Groß, „befindet sich das Projekt mitten in der Bauphase, für Mitte November ist die Erstbefüllung des Speichers vorgesehen.“

Speichervolumen 50.000 Kubikmeter

Die geologische und hydrogeologische Bearbeitung des Projektes erfolgt durch das Ingenieurbüro baugeologie.at (Sven Jakobs). Die Landschaftsökologische Begleitplanung wurde von alpin.consulting durchgeführt. Der Speicher Hennesteck ist mit einem Nutzinhalt von ca. 50.000 m3 bei Stauziel auf 1.280 Metern geplant und wird in Erddammbauweise und Folienabdichtung ausgeführt.

 

Die Abdichtung wird mit Schutzvliesen und Bekiesung überdeckt. Der Bau erfolgt im Massenausgleich, d.h. anfallendes Überschussmaterial wird zu Gestaltungsmaßnahmen im Nahbereich des Speichers verwendet. Für die Errichtung des Speichers ist im westlichen und im östlichen Bereich eine Dammschüttung erforderlich, welche im Westen mit 14,5 m Höhe ihr Maximum erreicht.

 

Die Bauausführung erfolgt durch die Habau Hoch- und Tiefbaugesellschaft. „Wir haben in der Planung“, so Groß, „besonders darauf geachtet, den Speicherteich in die bestehenden Naturgegebenheiten einzufügen, so z.B. wird das Überschussmaterial für die Gestaltungsmaßnahmen wieder verwendet. Unser Ziel ist es, hier ein schönes Sommer- Ausflugsziel mit Rundwanderweg sowie Gastronomieangebot zu schaffen.“

Pumstation Hennensteck

Die Pumpstation wird westlich des Speichers am luftseitigen Böschungsfuß situiert. Sie dient zur Kühlung, Filterung, UVDesinfektion und Druckerhöhung des aus dem Speicher entnommenen Wassers zur Einspeisung in die Beschneiungsanlage. Die Station ist auf eine Wasserleistung von 120 l/s zur Beschneiung ausgelegt. Zudem sind hier die Betriebs- und Noteinrichtungen wie Sohldrainageüberwachung, Grundablass, Teichbelüftung, etc. des Speichers eingegliedert.

 

Die Erd- und Baumeisterarbeiten werden vom lokalen Unternehmen Geischläger GmbH ausgeführt. Die MND Austria GmbH ist für die Hydraulik- und Elektroarbeiten der Pumpstation zuständig.

Baustellenbesprechung: v.l.n.r.: Christian Schadler, Reinhard Hein, Reinhard Böhm (alle Habau), Peter Enne, Karl Weber (Skigebiet Annaberg), Martin Groß und Christian Rucker (Zöschg & Groß).

Positiv gestimmt in die Zukunft

Geschäftsführer Karl Weber und Betriebsleiter Peter Enne freuen sich über das Projekt und sind zuversichtlich, dass alles fristgerecht über die Bühne geht. „Die Entscheidung zu diesem Projekt ist sehr kurzfristig gefallen“, erklärt Weber, „und dennoch konnten alle notwendigen Schritte und Anträge in kürzester Zeit erledigt werden. Dank der tollen Zusammenarbeit, auch seitens der Behörden, liegen wir gut in der Zeit“.

 

Auch Peter Enne ist positiv gestimmt: „Die Bauarbeiten gehen trotz verregnetem September gut voran, wir hoffen, dass es auch weiterhin so bleibt. Das Befüllen des Beckens ist am 10. November geplant“. Mit dieser Investition geht das Skigebiet Annaberg einen wichtigen Schritt. „Ohne Beschneiung ist der Betrieb eines kleinen Skigebietes“, so Weber, „kaum mehr möglich. Daneben wollen bzw. müssen wir aber auch den Sommer am Berg beleben.

 

Schon in der nächsten Saison wird es einige Attraktionen geben, die die Gäste auf den Berg bringen sollen.“ Unter anderem, so kann man erfahren, wird ein Bike-Trail, sowohl für Erwachsene als auch für Kin- Speicherteiche sind heutzutage eine Notwendigkeit. Foto: TV St. Johann der, angelegt. bm