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v.l. Franz Kranebitter (Geschäftsführer Zeller Bergbahnen), Christoph Stock (AEP) und Hannes Mittner (Schneimeister ZBZ) begutachen den Bauvorschritt der neuen Anlage. Foto: SI/Mair

AEP

Speicher und Fichtensee

Die neue Attraktion der Zeller Bergbahnen soll nicht nur im Winter die optimale Beschneiung sicherstellen, sondern auch im Sommer für Begeisterung bei den Besuchern sorgen.

 

Die Zeller Bergbahnen, sind Teil der Zillertal Arena, dem größten Skigebiet im Zillertal und gelten aufgrund ihrer optimalen Lage als Zugangstor zum weitläufigen Skigebiet, das bis ins benachbarte Bundesland Salzburg reicht.

 

Damit der Pistenspaß für die Gäste wie jede Saison zum Erlebnis wird, sind immer wieder Umbauten und Erneuerungen unabdingbar. So wurde 2015 die längste Talabfahrt Österreichs errichtet und das Fichtenschloss in Bergstationsnähe sorgt auch im Sommer für ein tolles Angebot.

 

Für die Zeller Bergbahnen steht der Spaß sowie das Naturerlebnis im Winter, wie auch im Sommer ganz vorne. Nun soll auch der neue Speicher „fun“ bringen, weshalb man den zweckmäßigen Teich kurzerhand zum Fichtensee konzipierte.

Hier bekommt man bereits einen ersten Eindruck von der Größe des Fichtensees. Foto:AEP

Planung und Besonderheiten des Fichtensees

Die Leistungsfähigkeit der bestehenden Wasserspeicher war für die Gebietsgröße, gerade bei kurzen Beschneiungszeiten zu gering und konnte so die Ansprüche nicht ausreichend erfüllen. Die Lösung für dieses Problem sah man im Bau eines neuen und vor allem größeren Speichers, welcher für die Gundbeschneiung der Kernzone (welche von ca. 1.600 Meter bis etwa 2.250 Meter reicht) eingesetzt werden sollte.

 

Die Standortsuche gestaltete sich äußerst schwierig und zog sich über Jahre und auch die Einbindung des neuen Teiches in die bestehende Schneeanlage stellte eine besondere Herausforderung dar. Bei einem Ideenwettbewerb zu diesem Projekt stellte sich heraus, dass die Vorschläge des Ingenieurbüro AEP am besten geeignet erschienen. Außerdem kannten wir das Unternehmen bereits und wussten um ihre Kompetenzen im Bereich der Schneeanlagenplanung gerade für so ein komplexes Projekt,“ erklärt Franz Kranebitter.

 

Qualitative Kontrollen, Koordinierung der Firmen sowie Kostenkalkulation sind nur einige der Aufgaben, welche das Ingenieurbüro AEP aus Schwaz bei diesem Projekt übernimmt.

Die Pumpstation wird im späteren Verlauf der Bauarbeiten noch teilweise in den Staudamm integriert, wodurch eine optimale Anpassung der Anlage an die Umgebung erreicht wird. Foto:AEP

Aus der Not wird ein Segen

Das Projekt Fichtensee war in einigen Bereichen etwas ganz Besonderes und zeigt von der Flexibilität der Beteiligten, denn eigentlich hätte man sich für einen Speicher eine höhere Lage gewünscht.

 

Doch aufgrund der geologischen bzw. ökologischen Randbedingungen konnte kein bewilligungsfähiger Standort gefunden werden. Die tiefere Lage und die Nähe zur Bergstation ermöglichten jedoch erst die Nutzung als Badesee.

 

 Nachdem der Startschuss im Oktober 2016 gefallen ist, konnte, dank einer guten Vorbereitung und einer vorausschauenden Planung, bereits im September 2017 mit dem Bau begonnen werden.

 

Aufgrund der Dammhöhen von maximal. 29,6 Metern musste der Speicher Rosenalm in der Staubeckenkommission in Wien begutachtet werden. Die positive Beurteilung fand im April 2017 statt, anschließend wurden die Materienrechte beim Land Tirol abgehandelt.

Erfolgsstory wird erweitert

Das Fichtenschloss, ein Erlebnisspielplatz auf der Rosenalm, besteht nun schon seit drei Jahren in der Region und seither kann man es als Erfolgsstory bezeichnen. Die Besucher freuen sich über die netten Details und das vielseitige Spielangebot und daran soll nun auch der Fichtensee anknüpfen. Dank seiner Lage nahe am Schloss können sich große und kleine Besucher in den heißen Sommermonaten hier vom Wandern erholen.

 

Dabei wird die Bademöglichkeit mit ebenso vielen Besonderheiten ausgestattet wie das nahegelegene Schloss. Verbunden werden die beiden Attraktion nicht nur durch das gemeinsame Design, sondern auch durch einen Rundwanderweg, welcher direkt an der Bergstation startet.

Technische Daten

Pumpstation Rosenalm II

  • Hauptpumpe 6x je 53 l/s
  • oberes System je 700 m WS / 630 kW
  • Hauptpumpe 3x je 60 l/s
  • unteres System je 480 m WS/ 500 kW
  • Gesamtwasserleistung 500 l/s
  • Kühlsystem 4x je 90 l/s
  • Anschlussleistung 7.200 kW

Technische Daten

Speicher Rosenalm

  • Nutzinhalt 145.000 m³ max.
  • Dammhöhe 29,6 m max.
  • Grundablassleistung 620 l/s
  • Abdichtung HDPE-Dichtungsbahnen

Technische Daten

Feldleitungssystem / Schneitechnik