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Ein Blick hinter Seilbahntechnik.net: Die Seite ist bereits seit 15 Jahren in Betrieb und bietet Informationen und Bilder für Seilbahnfans.

Seilbahntechnik.net

Michael Dahms und Nils Kaldenbach bringen Struktur in das Liftchaos

Bereits als Kinder waren Michael und Nils fasziniert von der Technik, besonders von jener, die für den Bau und Betrieb von Liftanlagen nötig ist. Michael Dahms, Gründer von Seilbahntechnik.net wollte schon früh wissen, wie genau Seilbahnen funktionieren und welche Technik für den sicheren Transport der Gäste auf den Berg verwendet wird.

 

Auch sein Kollege Nils Kaldenbach war schon früh ein Seilbahn- Fan: „Jedes Jahr im Winterurlaub hatte ich genauso viel Spaß mit dem Lift rauf zufahren, wie mit den Skiern bergab und wenn ich am Schlepplift mal Bügel angeben durfte, fühlte ich mich toll. Später war dann ein Skiatlas jedes Jahr die Pflicht, um die Neuerungen in den Gebieten zu erfahren.

 

Und bei der ersten Fahrt mit einem kuppelbaren 3er Sessellift (Wagrainer Höhebahn) wäre ich fast wieder ins Tal gefahren, so fasziniert war ich damals von der Technik.“ Das kindliche Interesse konnten sich beide bis ins Erwachsenenalter behalten und machten es mit Seilbahntechnik.net zu einem ganz besonderen Hobby.

Die Anfänge

Auf Basis ihrer Leidenschaft für Lifttechnik wurde Mitte 2002 die Internetseite Seilbahntechnik.net ins Leben gerufen. Damals gab es bereits vereinzelt Informationsseiten zum Thema Seilbahnen und Lifte, jedoch befanden sich, auf diesen meist sehr lokalen Seiten, nur begrenzte Informationen. Das sollte sich mit der neuen Seite ändern. Schnell nach dem Beginn fanden sich auch motivierte Helfer, die Michael bei diesem Projekt unterstützten.

 

Mit vereinten Kräften begann man Liftdaten und Fotos zu sammeln und einzugeben. Die Technik war dabei aber nicht immer ihr bester Freund, da Nils in Österreich beheimatet ist und Michael in Deutschland, wurden die von Nils nach dem Winter gesammelten Bilder, auf eine CD gespeichert und anschließend nach Hannover gesendet, dort mussten die Daten auf die Seite eingespielt werden. Wenn man sich die heutigen technischen Möglichkeiten ansieht, war das schon ziemlich aufwendig.

Nicht nur die damals, aus technischen Gründen noch fehlende Upload- Funktion, war eine Herausforderung, sondern auch die Gestaltung der Homepage. Durch Anbieter wie Wix oder Wordpress ist es heute auch programmierfaulen Usern möglich eine eigene Homepage zu bauen. 2002 musste man sich da noch etwas mehr anstrengen und benötigte zumindest Grundkenntnisse in der HTML Programmierung. Michael Dahms konnte diese zwar bereits vorweisen, aber die Programmierung einer Homepage durch PHP oder das Aufsetzten einer Datenbank musste auch erst erlernt werden.

Funktionsweise

Anfangs konnte man auf der interaktiven Seite nur über ein Email-Formular Daten an die Betreiber senden. Diese mussten anschließend gesichtet und einzeln hochgeladen werden - nicht nur ein, aus heutiger Sicht mühsamer, sondern auch zeitintensiver Prozess, der sich bis heute um einiges vereinfacht hat. Doch nicht nur der Ablauf, auch das Layout wurde überholt und erweitert.

 

Durch eine neue Funktion können etwa, die von Mitgliedern gemeldeten Videos, einfach auf der Homepage eingebunden werden. Doch damit ist für die Seilbahn Enthusiasten noch lange nicht das Ende erreicht. „Ich hoffe, dass die Datenbank mit Hilfe von den Bergbahngesellschaften und Seilbahnherstellern noch weiter gefüllt werden kann. Derzeit muss man noch viel recherchieren, wo neue Lifte gebaut werden und außerhalb von Europa erfährt man vieles dann trotzdem erst durch die Jahrbücher der Hersteller,“ so Michael über die gewünschte Entwicklung der Seite.

Aufgaben

Gearbeitet wird nach wie vor nach dem vier Augen Prinzip, obwohl beide über die Jahre ihre persönlichen Schwerpunkte gesetzt haben. „Michael kümmert sich vor allem um das Technische, alles was mit dem Server und der Programmierung zu tun hat.

 

Ich bin vor allem für die Daten zuständig. Wenn ein Benutzer Daten ändert, neue Lifte eingibt oder Bilder hochlädt, kommen diese erstmal in eine Warteschlange und müssen dann manuell geprüft werden,“erklärt Nils.

Faszination

Nachdem sich das Team von Seilbahntechnik seit nunmehr fünfzehn Jahren mit diesem Thema beschäftigt und auch mehrere Stunden ihrer Freizeit pro Woche in dieses Projekt steckt, würde man verstehen, wenn das Interesse über die Zeit vielleicht langsam abflauen würde, doch die Leidenschaft rund ums Thema Seilbahnen ist nach wie vor ungebrochen. Worin für beide die Faszination dabei besteht? – In der Kombination aus Einfachheit und Komplexität.

 

„Ich finde es faszinierend, dass aus Standardkomponenten immer individuelle Seilbahnen entstehen,“ erzählt Michael. „Für mich ist es einerseits der recht einfache Lösungsansatz, aus der eine Seilbahn besteht: zwei Umlenkscheiben, ein paar Stützen, Klemmen, Fahrbetriebsmittel, Motor, Abspannung – fertig! Andererseits aber doch die Komplexität im Detail.

 

Es werden Lösungen für schier unmögliche Herausforderungen, wie etwa bei der Zugspitze gefunden,“ ergänzt Nils. Auch in der Freizeit lässt die beiden das Thema nicht ganz los, vor allem Nils treibt es in der Freizeit auf die Berge. Denn neben Arbeit und Familie darf auch der sportliche Ausgleich, selbstverständlich am Berg, nicht fehlen.

Vielfältige Leidenschaft: 1 Mitlerweile wurde das Layout der Homepage einige Male geändert. Im Moment wird bereits an Entwurf Nummer Vier gearbeitet. 2 Mit der neuen Weltkartenfunktion kann man sich einfach einen Überblick über die Liftprojekte in den einzelnen Ländern weltweit verschaffen. 3 Egal ob Sommer oder Winter, Michael Dahms (Bild recht) und Nils Kaldenbach (Bild links) bekommen nicht genug von den Bergen. Fotos: Seilbahnen.net