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Mit Kassandra haben Skigebiete den Überblick über ihre Besucherzahlen von gestern, heute und morgen. Fotos: REMEC

Remec

Kassandra sagt Besucherzahlen voraus

Mit Kassandra hat die Firma REMEC eine neue Prognose- und Analysesoftware entwickelt, die Gästezahlen voraussagen kann. Das Gastronomie- & Personalmanagement wird somit verbessert.

 

Kassandra nennt sich die griechische Göttin der Vorsehung, sie prophezeit gute und schlechte Tage. Gute und schlechte Tage gibt es bekanntlich auch in Skigebieten: Die Gästezahlen schwanken aufgrund von Wetter, Feiertagen oder Events teils erheblich, Ressourcen und Personal lassen sich meist schlecht planen.

 

Der Schweizer Softwarehersteller REMEC hat daher die Prognose- und Analysesoftware Kassandra entwickelt, welche Besucherzahlen für die nächsten sieben Tage prognostizieren und damit Überraschungen vorbeugen kann. Außerdem liefert sie wichtige Analysen. Denn als Skigebietsbetreiber mit unterschiedlich hohen Gästefrequenzen ist es schwierig das Personal, die Ressourcen und den Service optimal auf die Anzahl der Gäste abzugleichen.

 

Bei zu hohem Personalaufwand sind die Gäste zufrieden, die Ausgaben sind aber zu hoch. Bei zu wenig Personal bzw. Ressourcen sind dagegen die Ausgaben unter Kontrolle, die Qualität des Gästeservice kann jedoch leicht darunter leiden.

Prognose mittels Machine Learning

Kassandra erstellt ihre Prognosen in Form von absoluten Ersteintritten oder Frequenzen. Dazu greift sie im besten Fall auf die Besucherstatistik der vergangenen fünf Jahre zurück. „Wir haben Schnittstellen zu AXESS, SKIDATA & SAMBESI, erklärt Rolf Bissig, Softwarespezialist bei REMEC.

 

Das zweite wichtige Standbein von Kassandra sind die Wetterdaten von METEOBLUE, einem meteorologischen Dienst, der zu jedem Ort über Wetterdaten der vergangenen 30 Jahre verfügt. Ein dritter Datenpool sind Reservierungen, Events und lokale Besonderheiten, wie etwa Hochnebel, welche das Skigebiet selbst einpflegen kann. „Je mehr Daten Kassandra zur Verfügung stehen, desto genauer werden ihre Vorhersagen.

 

Sie lernt ständig dazu“, erklärt Bissig das Machine Learning. Deswegen soll die Software mittelfristig auch Schneehöhen, geöffnete Anlagen oder die Anzahl der verkauften Essen in ihre Prognose einfließen lassen. Somit kommen Nutzer von Kassandra ihrem Ziel immer näher, Personalkosten zu senken (bspw. in Gastronomie, Bahnbetrieb, Parkplatz), den Einkauf der Gastronomie effizienter zu gestalten und das Gästeerlebnis zu optimieren.

Webbasiert und auf mobil zugeschnitten

Kassandra ist als webbasierte Plattform konzipiert, auf der immer und überall zugegriffen werden kann. „Die Cloud mit den Daten sind auf Servern in Zürich gespeichert und dadurch sicher“, so Bissig.

 

Die passwortgeschützte Software ist hauptsächlich für Smartphones ausgelegt: „Skigebietsbetreiber können bequem Prognosen konsumieren, ihre Planung anpassen sowie Maßnahmen ergreifen, um ihren Kunden den bestmöglichen Service zum optimalen Aufwand anzubieten“, berichtet Bissig. Dazu können sie entweder die nackten Zahlen nutzen oder Rankings definieren (Fünf-Sterne-Skala).

 

Neben der Prognose für die nächsten Tage haben die Nutzer immer auch das aktuelle Gästeaufkommen zur Hand, welche alle 15 Minuten aktualisiert wird. „Unsere Kunden wissen, was gerade in ihrem Betrieb abläuft – auch wenn sie mal nicht vor Ort sind“, betont Bissig, der die Software Kassandra in diversen Bergsportgebieten, Schwimmbädern und Gastrobetrieben bereits erfolgreich im Einsatz hat.

Reservierung & Chatfunktion

Vor allem für kleine und mittlere Skigebiete ist die Reservierungs- und Chatfunktion interessant. Mit Ersterer können sie bspw. Gruppenausflüge notieren und in die Prognose einfließen lassen.

 

Mit der Chatfunktion können sie tagesgenau Erfahrungen zur Prognose austauschen. Ebenfalls wichtig: Der Betreiber kann Betriebssaisons festlegen, Geschäftsjahre definieren und festlegen, welche Mitarbeiter auf welche Daten zugreifen können. „Ein Pächter kann etwa nur Prognosen lesen, die seine Skihütte betreffen“, so Bissig.

Analysen und Benchmarks

Diese Rollenzuweisung ist deswegen so wichtig, da Kassandra auch Analysen erstellt: Die aktuellen Gästezahlen werden dazu mit vergangenen Jahren verglichen (Vorjahr und Fünf-Jahres-Schnitt, absolut und prozentual). Anhand statistischer Zahlen und Grafiken sehen Kunden, wie es am Ende des aktuellen Geschäftsjahres aussehen könnte.

 

„Zudem können Nutzer schwankende Gästezahlen besser nachvollziehen, denn Kassandra zeigt ihnen einen Vergleich des Wetters über die verschiedenen Jahre hinweg an“, sagt Bissig. Ein weiteres Tool sind Benchmarks. Hier können Skigebiete prüfen, wie gut sie heute im Vergleich mit sich selbst und im Vergleich mit Mitbewerbern performen. ts

Vorteile von Kassandra

• Die Prognose der Ersteintritte für die nächsten sieben Tage erleichtert die Betriebsplanung.

• Dank laufend aktualisierter Gästezählen können Betreiber auch kurzfristig noch reagieren.

• Betreiber können Anmerkungen zu den Prognosen machen und auf diese Weise mit ihren Kollegen kommunizieren.

• Dank Analytics können Kunden die aktuelle Saison, das Geschäftsjahr oder einen beliebigen Zeitraum mit den Vorjahren vergleichen und analysieren.

• Pro Destination können mehrere Kennzahlen prognostiziert werden. Damit wird Kassandra auf jede Destinationsgröße skalierbar.

• Die Webapplikation läuft auf allen Gerätegrößen und Betriebssystemen. Kunden entscheiden, wer den Zugriff auf Gästezählen und Prognosen erhalten soll.