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Schweizer Zukunfts-Know-how

 

Das Gottlieb Duttweiler Institut widmet sich zukünftigem Reisen mit Smarten Assistenten als zentraler Facette von Tourismus und Seilbahnwirtschaft.

 

„Smarte Assistenten sind digitale ‚Ansprechpartner‘, die natürliche Sprache verstehen und uns wie Coaches oder Berater zur Seite stehen.

 

Alexa (Amazon) oder Siri (Apple) sind zwei Beispiele dafür“, stellen die Forscher des Schweizer Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) klar.

 

„Schon Internet und Smartphone haben das Reisen auf den Kopf gestellt. Von Smarten Assistenten ist ähnliches zu erwarten“, betonen die GDI-Experten Marta Kwiatkowski, Stefan Breit und Jakub Samochowiec.

Maschinenlesbarkeit als Basis

Aus Bergbahnen- bzw. Tourismusanbietersicht ist die wichtigste Basisvoraussetzung, alle erdenklichen Informationen für Smarte Assistenten technisch „lesbar“ zu machen.

 

Das betrifft etwa Betriebszeiten oder Preise, Pistenpläne, Wanderrouten oder Infos zu dem, was man von einem Aussichtspunkt aus sehen kann. Während unklar sei, wie genau sich Smarte Assistenzsysteme zukünftig entwickeln, ist die eigene digitale Sichtbarkeit in jedem Fall von zentraler Bedeutung.

 

„Denn, dass die Entwicklung in diese Richtung geht, ist klar. Deshalb braucht man auch auf keinen technischen Durchbruch zu warten“, so die GDI-Experten. Sie appellieren daran zu arbeiten, sein Angebot maschinenlesbar zu machen.

 

Dadurch werde man schon heute sichtbar und lege gleichzeitig das Fundament für den möglichen zukünftigen Einsatz von Smarten Assistenten.

Informationen & Data als Ressource

Dass Informationen und Daten eine wichtige Ressource darstellen, steht außer Frage. In Blickrichtung Smarter Assistenten erscheint es den GDI-Forschern am vielversprechendsten, die eigenen Informationen und Daten als „Open Data“ öffentlich zur Verfügung zu stellen.

 

Das mache Seilbahnunternehmen, ebenso wie alle anderen Tourismusanbieter, „sichtbarer“ für „Maschinen“.

Unterwegs mit Smarten Assistenten

Um greifbar zu machen, wie sich digitale Assistenten auf das Reisen auswirken, fächern die GDI-Autoren die Customer Journey in vier Phasen auf: „Inspiration“, „Entscheidung“, „Erlebnisse“, „Nachbearbeitung“.

 

Während der Inspirationsphase erfüllen Smarte Assistenten zig Funktionen, etwa Tipps für zukünftige Reiseziele, Detailinfos zu einer Region oder das Vorlesen eines Artikels zum Urlaubsort. Zur Entscheidung unterbreiten sie Vorschläge, vergleichen Preise, checken Reiserouten, skizzieren Zeitpläne, checken Hotels und Restaurants u.v.m.

 

Während der Reise ist eine Funktion, aufbauend auf das „Wissen“ zur reisenden Person, bestmögliche Tipps zu geben oder die Seilbahnberg- und -talfahrt so zu planen, dass es keine Wartezeiten gibt u.v.m.

 

„Danach“ sind Smarte Assistenten, diejenigen, die etwa durch Fotound Info-Kombination Urlaubstagebücher gestalten, die Reiseroute nachzeichnen und sie mit Fotos verknüpfen.

Komfort oder Abenteuer?

Smarte Assistenten sollen Komfort, Bequemlichkeit und Einfachheit maximieren. Diese als „Convenience“ zusammenfassbaren Funktionen sollten jedoch nicht alle Erlebnisse am Berg vorweg nehmen, sondern Raum für individuelle Entdeckungen und kleine Abenteuer lassen.

 

Etwa: Aussichtspunkte, die nicht vorangekündigt sind, Hütten zu deren kulinarischem Angebot es keine digitalen Infos gibt, oder ganz bewusst als unangekündigte Überraschungen gestaltete Attraktionen.

 

Es ist ratsam, sich als Seilbahnunternehmen schon jetzt auf die Chancen einzulassen, die sich durch Smarte Assistenten ergeben – bei Gästen, aber auch innerbetrieblich.

 

Zumal man sich der Entwicklung später nicht wird verschließen können. Die GDI-Studie hilft, den Einsatz Smarter Assistenten passend und maßgeschneidert zu beginnen.

 

Quelle: GDI „Unterwegs mit Smarten Assistenten“ 2019 | Studie ist kostenlos downloadbar: www.gdi.ch