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Die Schlossalmbahn in Bad Hofgastein wartet mit großen Hochbauten auf.

Melzer & Hopfer

Fünf Großprojekte

250 Seilbahnen in 30 Jahren haben MELZER & HOPFNER bereits realisiert. Heuer sind wieder fünf große Projekte auf Schiene.

 

Mit Riesenschritten nähern sich derzeit fünf große Seilbahnprojekte ihrer Bestimmung. Mit der Schlossalmbahn in Bad Hofgastein, der Kohlmaisgipfelbahn in Saalbach, der Reischlbergbahn in Hochficht, der Patscherkofelbahn in Igls und der Kirchenkarbahn in Hochgurgl plant und begleitet das Ingenieurbüro MELZER & HOPFNER derzeit gleich fünf Megaprojekte.

Die Patscherkofelbahn in Igls ersetzt sämtliche Altanlagen am Skiberg. Fotos: MELZER & HOPFNER

Infrastrukturen kreuzen

Bei der Schlossalmbahn in Bad Hofgastein waren dabei viele Jahre der Vorbereitung nötig, um eine für alle Seiten stimmige Lösung zu finden. „Bereits 2009 haben wir mit den ersten Vorkonzepten begonnen, bevor dann eine positiv durchgeführte Umweltverträglichkeitsprüfung im Jahre 2015 den Startschuss für die Umsetzungsphase bedeutete“, berichtet Geschäftsführer Willi Melzer.

 

Der größte Brocken des Megaprojekts ist die 10er-Kabinenbahn in zwei Teilstrecken. Vor allem die sehr großen Hochbauten mit ihren äußerst schwierigen Gründungsverhältnissen forderten die Ingenieure von MELZER & HOPFNER. „Spezielle planerische Konzepte verlangte die Überfahrt über die Bundesstraße, die Kreuzung mit der ÖBB-Hauptlinie, sowie die Unterkreuzung der 110kv-Leitung“, erklärt Geschäftsführer Edelbert Hopfner.

 

Gleichzeitig mit dem Bau der 10er-Einseilumlaufbahn investiert das Skigebiet in Bad Hofgastein in zeitgemäßen Pistenbau inklusive Beschneiung. In einer späteren Bauetappe wird die Sendleitenbahn durch eine kuppelbare 8er-Sesselbahn ersetzt.

Talstation im Ortskern

Mit dem Ersatz der alten Gruppenumlaufbahn durch eine moderne und leistungsstarke 10er-Kabinenbahn geht für die Saalbacher Bergbahnen ein langgehegter Traum in Erfüllung. Mit der neuen Kohlmaisgipfelbahn gehören lange Wartezeiten und unkomfortabler Transport künftig der Vergangenheit an. Das komplexe Bauprojekt erstreckt sich über zwei Jahre, heuer wird der Hochbau der Zwischenstation errichtet und umfangreiche Vorbereitungsarbeiten in der Talstation getätigt.

 

2018 folgen dann die restlichen Hochbauten und die technische Montage. „Besonders spannend ist die Talstation. Diese liegt direkt im Ortszentrum, umgeben von Hotels und Wohnhäusern. Die Platzverhältnisse sind äußerst beengt, trotzdem bringen wir neben der Seilbahn einen Kellerbahnhof, zwei Parkgaragen mit über 100 Stellplätzen und 14 Mitarbeiterwohnungen unter“, sagt Melzer.

Die Zwischenstation der Kohlmaisgipfelbahn ist nur ein Teil des zweijährigen Projektes.

Die Reischlbergbahn besticht durch ihr schlankes und kostengünstiges Konzept.

Die Kirchenkarbahn in Hochgurgl gilt als erste D-Line-Kabinenbahn von DOPPELMAYR.

Schlank und Schnörkelos

Die Reischlbergbahn in Hochficht besticht dagegen durch ihr schlankes und kostengünstiges Konzept. MELZER & HOPFNER planten eine leistungsstarke 10er-Kabinenbahn zu einem schwer zu unterbietenden Preis. „Die Hochbauten beschränken sich auf das Wesentliche, Schnörkel waren nicht erlaubt. Trotzdem ersetzt die Reischlbergbahn drei Altanlagen in einem Aufwasch“, erklärt Hopfner. Mit einer Förderleistung von ca. 2.800 Personen pro Stunde wird der Gästefluss im Skigebiet deutlich verbessert, die beiden Sektionen werden durch Mittelantrieb betrieben.

Alle Altanlagen entfernt

In Igls sind MELZER & HOPFNER für die grundsätzliche Konzeption des ganzen Skibergs mitverantwortlich. „Es wurden praktisch alle Altanlagen entfernt. Mit der Patscherkofelbahn ist es uns trotzdem gelungen, durch eine einzige 10er- Kabinenbahn in zwei Teilstrecken alle bestehenden und neu geplanten Pisten zu bedienen“, berichtet Melzer. Zusätzlich wurde die Energieversorgung saniert, die Beschneiung verbessert, eine Rodelbahn gebaut und Lawinenschutzmaßnahmen ergriffen. „Die technische Anlage haben wir über eine EU-weite Ausschreibung vergeben, die Hochbauplanungen über einen Architektenwettbewerb“, sagt Hopfner.

Zugang zu Tiefschneehängen

In Hochgurgel wird derweil an der zweiten Sektion der Kirchenkarbahn gebaut. Sie ergänzt die 2015 errichtete erste Sektion der Kabinenbahn, die als erste derartige D-Line-Anlage von DOPPELMAYR gilt. „Heuer führen wir noch die Betonarbeiten in der Bergstation durch, 2018 soll dann fertiggebaut und montiert werden“, berichtet Melzer. Somit stehen dem Gast eine topmoderne Anlage und gewaltige Pisten und Tiefschneehänge zur Verfügung. ts