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„Nur fliegen ist höher“, davon sind überzeugt (v.l.:) Matthias Stauch (Vorstand), Christine Kury (2. Stv. Vorstand), Peter Lorenz (1. Stv. Vorstand). Foto: SI

Deutsche Seilbahntagung

Investitionen nach Erfolgswinter

Nach der erfolgreichen Wintersaison im letzten Jahr wird nun kräftig investiert.

 

Ein erfolgreiches Jahr mit hohen Gästezahlen im gesamten Verlauf liegt hinter der Seilbahn-Branche, die nun mit zahlreichen Neubauten und frischen Attraktionen Touristen lockt.

 

Die guten Zahlen liegen sicher daran, dass der Bergsommer weiter an Bedeutung gewinnt.

 

Diese Tendenz freut natürlich auch die Betreiber und legt den Grundstein für die Ausbauten.

 

Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei über 70 Millionen Euro.

Wechsel an der VDS-Spitze

Auf der Deutschen Seilbahntagung wurde aber nicht nur über Umsätze gesprochen, auch ein neuer Verbands Vorstand feierte seine erste Tagung. Matthias Stauch wurde einstimmig an die Spitze des Verbandes gewählt und löst nun Peter Schöttl ab. Die Funktion als 2. Stellvertreter Vorstand des Verbandes übernimmt Christine Kury seit dem Herbst.

Leuchtturmprojekt am Jenner

Neuestes Aushängeschild für den Bergtourismus in Deutschland ist die rund 57 Millionen Euro teure Jennerbahn. Nicht nur in Sachen moderne Technik weist die Anlage den Weg für die Region. Durch die steigende Bedeutung des Sommertourismus werden neue Bahnen auf einen Ganzjahresbetrieb umgestellt.

 

Auf der Zugspitze etwa ist es bereits gang und gäbe, dass lediglich zu Revisionszeiten der Betrieb eingestellt wird. Eine reine Saisonarbeit gibt es bei den Bergbahnen eigentlich nicht mehr und darauf muss man sich auch einstellen.

 

Das gute, so ist man sich bei der VDS sicher, die Aussicht auf eine Jahresanstellung wird Skigebiete auch wieder für Fachkräfte interessanter machen. Das Thema Barrierefreiheit am Berg wurde immer wieder besprochen.

 

Mit dem verstärkten Bau von Rampen und Aufzügen will man allen den Zugang ermöglichen, denn jeder soll die Chance haben die Schönheit der Bergnatur selbst zu erleben.

Zu viel ist nicht genug

Das Thema Over-Tourismus sieht man auf der VDS sehr gelassen. Christine Kury erklärt, dass man in den deutschen Skigebieten noch weit davon entfernt ist von Over-Tourismus zu sprechen. Man hat vielleicht das Gefühl, weil viele mit dem Auto anreisen und man deshalb mitunter lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss.

 

Aber auch das regelt sich früher oder später durch die vorhandene Infrastruktur von selbst. Die Leute werden lernen, dass die Anreise durch den Öffentlichen Verkehr vielleicht doch mit weniger Aufwand verbunden ist und wenn es zu diesem Umdenken kommt, werden auch die Straßen entlastet.

 

Wenn man in touristischen Gebieten eine Entlastung möchte, muss man aber im Gegenzug auch für die nötige Infrastruktur sorgen.