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Fotos: Bergbahnen Berwang/Inauen-Schätti

Inauen-Schätti sprengt in Berwang

Vier neue Lawinenmasten ersetzen Sprengseilbahn

Das Skigebiet Berwang investiert kräftig in seine Modernisierung. So wird derzeit unter anderem die Gondelbahn Thanellerkar errichtet.

 

Um die Sicherheit der dortigen Pisten zu garantieren, hat das Skigebiet nun vier neue LM32 Lawinensprengmasten von Inauen-Schätti erworben.

 

Die Anlagen ersetzen die längste Sprengseilbahn Österreichs, die auf einer Länge von vier Kilometern mehr als 40 Jahre lang Lawinensicherheit garantierte.

 

«Mit der Seilbahn war aber immer nur ein Schuss pro Fahrt möglich. Bei Neuschnee benötigten wir über zwei Stunden für die Sprengungen», berichtet Gernot Falger, Geschäftsführer der Bergbahnen Berwang.

 

Mit den LM32 Sprengmasten von Inauen-Schätti sind diese Arbeiten dagegen in fünf Minuten erledigt und erzielen durch die Überschneesprengung eine deutlich bessere Wirkung. «Hinzu kommt, dass die Sprengung mit den Lawinenmasten deutlich sicherer ist», so Falger

Montage Berwang

Da Inauen-Schätti in Berwang bereits fünf Sprengmasten des Typs LW2700 installiert hat, fiel den Verantwortlichen die Wahl des Herstellers leicht:

 

«Ein Berg - ein Hersteller. Inauen-Schätti ist kompetent und bietet einen guten Service, wir sind sehr zufrieden», sagt der Bergbahn-Chef.

 

Obwohl der Sprengmast 32 Schuss zulässt, ließen sich die Bergbahnen Berwang die Anlagen auf 16 Schuss konfigurieren. «Wir haben nur einen maximalen Bedarf von zwölf bis 15 Schuss. Wir könnten die Ladungsanzahl aber jederzeit ausbauen», begründet Falger die Entscheidung.

Kopfteil des LM32

Über den Sprengmasten LM32

Die Neuentwicklung des Avalanche Trigger LM32 deckt ein klares Kundenbedürfnis ab.

 

Verschiedene Kunden betreiben Pisten mit Lawinenzügen, in welchen wesentlich öfter für sichere Pisten gesprengt werden muss. Aber auch Strassensicherungen erfordern oft eine hohe Anzahl Sprengungen zur Sicherstellung der Lawinensicherheit.

 

Avalanche Trigger LM32 steht für einen Lawinenmast mit einer Kapazität von maximal 32 Sprengladungen für die ferngesteuerte künstliche Lawinenauslösung.

 

Das Abwurfmodul LM32 kann direkt mit dem Helikopter auf den Mast platziert werden. Via Computer, Tablet oder Smartphone und ATMS-Steuerzentrale wird dann die Sprengladung bei Bedarf ausgeworfen.

 

Die Beladung des Abwurfkastens erfolgt komfortabel im Tal unten, wobei das S-LOAD-Ladungssystem diesen Vorgang wesentlich vereinfacht. Danach kann mittels automatischer Helikopterkupplung «Auto-Loc» der LM32-Abwurfkasten in den Mastring eingeflogen werden.

Die Materialien der Sprengladung sind vorwiegend aus natürlichen Materialien, wie Karton und Holz gebaut. Das Material baut sich in der Natur schnell ab.

S-LOAD Sprengladung

Die neu entwickelte und patentierte Sprengladung «S-LOAD» für den Sprengmasten Avalanche Trigger LM32 besticht im Wesentlichen durch einen Mechanismus, welcher Spreng- und Zündmittel erst kurz vor der Sprengung zusammenführt.

 

Während dem Transport und der Lagerung im Abwurfkasten sind diese getrennt gelagert. Die Sprengladung S-LOAD ist in zwei Teile aufgegliedert.

 

Der obere Teil beinhaltet den Spulenkörper und die Zündfolge (Schlagzünder, Sicherheitsanzündschnur und Sprengkapsel Nummer 8), wobei im unteren Teil der Sprengladung die Sprengmittel (Sprengstoff und Sprengschnur) positioniert sind.

 

Beim Transport und Lagerung sind die Spreng- und Zündmittel durch ein geprüftes Gehäuse getrennt.

 

Bei einer Umsetzung der Zündmittel ist gewährleistet, dass die Sprengmittel nicht injiziert werden können

Sicherer Zugriff auf die Software ATMS – per Computer, Tablet oder Smartphone.

ATMS – die neue Steuerzentrale

Einmal im Ring angekommen, wird per GPS und weiteren Sensoren die Position des Kastens ermittelt und zur Auslösebereitschaft aktiviert.

 

Nun läuft das System auf stand-by und kann bei Bedarf aktiviert und die 5 kg- Sprengladungen per Computer, Tablet oder Smartphone ferngesteuert ausgeworfen werden.

 

Die neue webbasierte Steuerung «ATMS» ermöglicht viele neue Features und dies auf höchstem Sicherheitslevel.

 

Mehr Infos unter: www.seilbahnen.ch