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Sicherheits-Trainings als Thema:

Notfall-Übungen geschickt nützen

Plakativ zu verdeutlichen, welcher Aufwand für Training & Vorbereitung von Bergungsund Rettungsmaßnahmen seitens der Seilbahnwirtschaft entsteht, ist Marketingaufgabe.

 

Ob Stromausfall, technischer Defekt, Skiunfall, Lawinenunglück im freien Skiraum abseits der Pisten, Vermisstensuche u.v.m. Für diese und zig andere mögliche Problem- und Notfälle sind Seilbahnunternehmen umfassend gerüstet.

 

Das kostet viel Zeit und Geld. Und engagierte Seilbahnmitarbeiter, die sich zusätzlich zu anderen Arbeiten auch diesen verschiedensten Notfall-Aufgaben widmen.

 

Dieser meist nicht sichtbare Aufwand samt all der notwendigen Vorkehrungen, sowie spektakulärer Übungen – etwa Hubschrauber-Seilbergungen oder Personen-Bergungen aus Seilbahn- Fahrbetriebsmitteln – soll ganz bewusst thematisiert werden.

„Wir tun alles für die Sicherheit“

Wie bei der Thematisierung von Wartungs- und Revisionsarbeiten, geht es auch bei Rettungs- bzw. Bergungsthemen um unterschwellige Botschaften, die beim Bergbahnen-Gast für Vertrauen und positives Gefühl sorgen sollten.

 

Zwei Kernbotschaften sind bezogen auf Rettungs- & Bergungssituationen zu vermitteln: I. „Wir machen alles für Ihre Sicherheit“. II. „Sollte, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, doch ein Notfall eintreten, dann sind wir für alle Eventualitäten gerüstet“.

Rettungs-Szenarien veranschaulichen

Denkt der Bergbahnen-Gast an „Rettung“, so geht es meist um Skiunfälle. Dabei sind sie nur eines von zig möglichen Einsatzszenarien.

 

Wichtig ist es bildhaft darzustellen, dass Seilbahnunternehmen für praktisch alle möglichen Problemfälle gerüstet sind – vom Herzinfarkt bis zum Kreislaufproblem, von der Unterzuckerung bis zu Missgeschicken aller Art und natürlich Unfällen, die beim Ski- bzw. Bergsport passieren können.

 

Es wäre wichtig, einige anonymisierte Beispielfälle und, sofern verfügbar, auch Zahlen zu nennen. Sehr plakativ wirkt die Relation ernsthafter Problem-/ Unfälle zu Gästen je Saison bzw. Jahr.

Notfall-Übungen öffentlich machen

Dass die Bergung von Personen, die aus welchen Gründen auch immer in Seilbahn- Fahrbetriebsmitteln festsitzen, schon aufgrund der Höhe spektakulär ist, versteht sich von selbst.

 

In der Thematisierung solcher Bergungs-Übungen sollte es nicht um das (ohnehin) Spektakuläre gehen, sondern darum, darzustellen, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Notfalls sehr gering ist, sollte der doch eintreten aber für alle Eventualitäten vorgesorgt wurde.

 

Überdies gilt es, klar zu machen, dass Notfall in der Regel heißt, nicht planmäßig bergoder talwärts fahren zu können. Und dass dabei die Gäste zwar festsitzen, aber sie nicht in Absturzgefahr sind.

 

Versehen mit diesen Informationen ist es ratsam, Notfall-Bergungs-Übungen öffentlich zu machen – zumindest sollten regionale Journalisten eingeladen werden.

 

Und über die eigenen Kommunikationskanäle (Website, Social-Media- Kanäle usw.) sollten aktuelle Infos, Fotos und Videos transportiert werden.

Das Skigebiet Flachau geht seit Jahren mit Bergeübungen medial in die Offensive. Fotos: Snow Space Salzburg

Die Kommunikation

Medien (Print, Radio, TV, Online) und die eigenen Kommunikationskanäle sind wichtige Transportwege. Sofern möglich, ist es ideal, wenn Interessierte als Zuschauer die jeweilige Übung besuchen können oder es regelmäßig Kurzinfo- Termine für Interessierte, etwa zum Thema „Pistenrettung im Skigebiet“ u.ä. gibt.

 

Weitergedacht könnten Bergungsund Rettungsexperten auch die Rolle eines Fachbotschafters bzw. Fachansprechpartners des jeweiligen Seilbahnunternehmens für Journalisten, Gäste oder Social-Media-Kanäle übernehmen.

 

Anfangs ausschließlich bezogen auf ihre Kernthemen. Später bei steigender Bekanntheit auch im Zusammenhang mit generellen Infos zum jeweiligen Bergbahnenangebot. Oliver Pichler