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Wellington Cable Car: Sie ist seit 115 Jahren ein Wahrzeichen der neuseeländischen Hauptstadt Wellington. GARAVENTA modernisierte das Schmuckstück. Fotos: DOPPELMAYR

Garaventa

Schmuckstück modernisiert

Die Legende von Wellington mit dem Charm der Tradition wurde von GARAVENTA mit viel Gefühl und größtem Know-how renoviert.

 

Sie ist nicht mehr aus dem Stadtbild der neuseeländischen Hauptstadt wegzudenken. Seit dem 22. Februar 1902 verbindet die Wellington Cable Car die Stadt am Meer mit dem Stadtteil Kelburn, der „Aussichtsterrasse“ 120 Meter über dem urbanen Mittelpunkt der Insel.

 

Um sie zu errichten wurde 1989 eine eigene Firma gegründet, die Kelburn & Karori Tramway Company. Seit ihrer Eröffnung ist sie das bekannteste Wahrzeichen der Stadt, eine Touristenattraktion ebenso wie ein viel gewähltes Verkehrsmittel. Einst über eine Dampfmaschine betrieben, wurde sie 1933 elektrifiziert.

An der Talstation der Wellington Cable Car sind die Waggons nur kurze Zeit so leer.

Bis 1978 durfte das alte System jährlich abertausende Menschen transportieren, ehe die Firma HABEGGER AG aus der Schweiz ein neues System entwickelte, baute und 1979 der Stadt übergab. In der ehemaligen Maschinenhalle an der oberen Station führt seit dem Jahr 2000 ein Museum durch die Geschichte der Bahn.

 

Drei Jahre vor dem 40. Geburtstag der zweiten Bahn-Ausgabe erhielt der Schweizer Seilbahn-Experte GARAVENTA den Auftrag, dieses Liebkind von Einheimischen und Besuchern der Stadt auf denn neuesten Stand zu bringen. Nun fährt die rote Cable Car wieder täglich alle zehn Minuten den steilen Hang hinauf zum Wellington Botanic Garden und zum exklusiven Wohnviertel oberhalb der Stadt.

 

Bis zu 100 Fahrgäste finden im Waggon statt. Hinauf geht es durch drei Tunnel, zwischen Berg- und Talsationen gibt es drei Möglichkeiten des Zustiegs. „Die Rückkehr der Waggons verzögerte sich ein wenig, denn sie waren doch mehr korrodiert, als wir ohnehin schon befürchtet hatten“, sagt Gavin Macintyre, Servicerleiter der Wellington Cable Car.

 

Die Wellington Cable Car fährt eingleisigg mit einer Weiche, passiert drei Tunnel mit besonderer Beleuchtung und verbindet das Stadtzentrum mit dem Stadtteil Kelburg, der rund 120 Meter höher gelegen ist.

„Aber immerhin hat jeder Waggon ungefähr 1,2 Millionen Fahrten hinter sich gebracht, seit sie 1979 in Betrieb genommen wurden!“ Mehr als 30 Millionen Passagiere haben die Fahrten in dieser Zeit genossen. Die Waggons aber sind nur die sichtbare Erneuerung, Sie wurde sowohl außen als auch innen mit viel Liebe zu Detail erneuert, ohne den alten Charme zu verlieren.

 

Doch im Hintergrund wurde die Technik auf den neuesten Stand gebracht. Modernisierung ermöglicht der Bahn, schnellerzu fahren und mehr Passagiere zu transportieren. Pro Stunde werden nun zwei Berg- und Talfahrten mehr möglich sein. Das bedeutet, dass in Stoßzeiten 150 bis 200 Passagiere mehr transportiert werden können.

 

Die Waggons starten gleichzeitig in Berg- und Talstation und treffen sich in der Mitte, wo eine Weiche angebracht ist. Sie sind miteinander mit einem Kabel verbunden und werden von 120 Rollen geleitet. Jeder Waggon hat 13 Tonnen Eigengewicht, voll besetzt bringt er es auf 20 Tonnen. Jahr für Jahr wird die Bahn von rund einer Millionen Menschen genutzt.

Technische Daten