Bächler: Mehr Schnee in jedem Schneifenster

Die Wintersaison naht – und mit ihr die Frage nach den richtigen Beschneiungstemperaturen. Was wäre, wenn bei 70 Prozent der vorherrschenden Temperaturen 50 Prozent mehr Schnee produziert werden kann? Die Bächler SnoTek TRINITY TRIDUSA verspricht genau das.

Bereits vor neun Jahren hat der Schweizer Lanzenspezialist Bächler den Grundstein für eine leistungsstarke und breitflächige Beschneiung im Grenztemperaturbereich gelegt.

Mit der zweistufigen SnoTek TRACK TRIDUSA kam die erste Dreikopf-Schneilanze auf den Markt, die im kritischen Temperaturbereich zwischen 12 bis 21 m3 Schnee produzieren konnte.

Das von vielen Schneiern fast schon liebevoll genannte „Grenztemperatur-Wunder“ revolutionierte so ab einer  Feuchtkugeltemperatur von -1.5 °C die Schneileistung im Grenztemperaturbereich.

TRINITY TRIDUSA: Vier Schneistufen, ein neuer Leistungsstandard

Erstmals an der Interalpin 2023 vorgestellt, sollte die neue Bächler SnoTek TRINITY-Serie die nächste Leistungsstufe zünden. Kernpunkt der TRINITY sind die vier Schneistufen, die auch in der Dreikopf-Variante TRIDUSA – wie Bächler diese Produktvariante nennt – verfügbar sind.

Damit dies möglich war, mussten am Schneikopf zentrale Gewichtseinsparungen realisiert werden. Auch konnte bei der TRINITY der bekannte und bewährte 60° resp. 120° Winkel realisiert werden.

Dieser stammt von den oben erwähnten „Grenztemperatur-Wunder“-Schneilanzen zwischen allen drei Sprühköpfen.

Mario Koch und Albert Wyss von Bächler

kontrollieren die letzten Details einer großen SnoTek TRINITY-Lieferung.

Die Temperatur als entscheidender Faktor

Messungen über einen längeren Zeitraum von Bächler haben gezeigt, dass in der Beschneiungsphase bis Mitte Dezember durchschnittlich 70 Prozent der Schneistunden in den Feuchtkugeltemperaturbereich zwischen -1.5 °C bis -5.0 °C fallen.

Damit ist es zentral, in diesem Bereich eine möglichst große Schneemenge zu produzieren. Wie die Grafik zeigt, spielt hier die SnoTek TRINITY TRIDUSA ihre Stärken voll aus.

50 Prozent mehr Leistung

Im Vergleich zur SnoTek TRACK kann die SnoTek TRINITY, aufgrund der vier Stufen, bereits ab rund -3.0 °C FKT in die zweite Schneisstufe schalten und so den Durchsatz von zwei auf drei Liter pro Sekunde erhöhen.

Auch die dritte Stufe wird bei der SnoTek TRINITY früher erreicht. Anschließend gleichen sich die zwei leistungsstarken Schneeerzeuger bei rund vier l/s an.

Durch die letzte und vierte Schneistufe der SnoTek TRINITY kann ab -5.5 °C Feuchtkugeltemperatur die Leistung nochmals bis auf über fünf Liter pro Sekunde gesteigert werden, wo eine SnoTek TRACK – begrenzt durch die zwei Schneistufen – nicht mehr zulegen kann.

Im Vergleich zur zweistufigen SnoTek TRACK TRIDUSA

kann SnoTek TRINITY TRIDUSA früher weitere Leistungsstufen zuschalten und so die Wasserreserven optimal nutzen.

Leistungsgrenze und Wassergrenze als wichtige Faktoren

Bei der Leistung aktueller Schneeerzeuger ist die Maximalleistung in den überwiegenden Fällen ausreichend oder sogar überdimensioniert. Bei kurzen Einschneiphasen spielt jedoch oft die begrenzte Wassermenge zusätzlich eine zentrale Rolle.

In diesem Zusammenhang betont Bächler immer wieder, dass die SnoTek TRINITY zwar fast alles perfekt kann, aber nur der richtige Schneeerzeuger am richtigen Ort das Optimum herausholt.

Dies spricht für die breite Produkteplatte mit jeweiligen Spezialfunktionen und unterschiedlichen Einsatzschwerpunkten.

IM INTERVIEW: Mario Koch, COO der Bächler Top Track AG

SI Magazin: Herr Koch, die neue Saison steht vor der Tür. Wie läuft’s bei Bächler?

Mario Koch: Wir sind sehr zufrieden und konnten schon einige große Auslieferungen abschließen. Es fühlt sich irgendwie an, als ob es gar nie geendet hat. Vor Jahren, da gab es im Frühling eine kurze Verschnaufpause, aber dies ist vorbei. Wir freuen uns sehr, dass unsere Produkte so gut am Markt ankommen.

Ist die SnoTek TRINITY mittlerweile das meistverkaufte Produkt bei Bächler?

Ja, die vierstufige TRINITY-Familie wird sehr viel nachgefragt. Insbesondere die dreiköpfige SnoTek TRINITY TRIDUSA. Aber auch die weitere Produktfamilien sind weiterhin wichtig für uns.

Es geht oft um Details. In denen liegt der Unterschied, ob man an einem Schneipunkt das Optimum herausholen kann oder nicht.

Mario Koch

COO der Bächler Top Track AG

„Mit der SnoTek TRINITY können wir Wasser- und Pumpressourcen zwischen -1.5 °C und -5.0 °C Feuchtkugel maximal ausnutzen.“

„50 Prozent mehr Schneileistung in 70 Prozent der verfügbaren Schneifenster“, wie konnte dies erreicht werden?

So als Aussage hört es sich einfach an, aber dies war es nicht. Zum einen ist das vierstufige SnoTek-Düsenpaket ein zentrales Element.

Damit diese größeren Düsenpakete Platz finden können, mussten zum Beispiel bei der Dreikopfvariante am Schneikopf rund 9 kg eingespart werden, dies bei einem Gesamtgewicht von rund 31 kg.

Die jahrelange Erfahrung mit der SnoTek TRACK TRIDUSA hat uns natürlich auch sehr geholfen.

+50 Prozent Mehrleistung

 rund 1.5 °C früher bietet die SnoTek TRINITY TRIDUSA.

Was bedeutet das für ein Skigebiet?

Im Starttemperaturbereich, zwischen -1.5 °C und -5.0 °C Feuchtkugeltemperatur, ist meistens nicht das Wasser, sondern der Schneeerzeuger der limitierende Faktor.

Im Gegensatz limitiert bei kälteren Temperaturen das verfügbare Wasser die Schneeproduktion. Mit der SnoTek TRINITY können wir in diesem wichtigen Startbereich das verfügbare Wasser sowie die Pumpleistung maximal ausnutzen und so die Sicherheit für genügen Schnee zum Saisonstart markant erhöhen.

Wäre damit eine achtstufige SnoTek ET TRIDUSA möglich?

In der Theorie würden sich so noch feinere Abstufungen realisieren lassen, das ist richtig. Ich würde so eine Version nicht kategorisch ausschließen, aber da warten noch gewaltige Herausforderungen auf uns.

Gewichtstechnisch, was das Sprühbild angeht und allgemein, würden wir in der Maximalleistung in Wassermengen vorstoßen, die erst einmal verfügbar sein müssten. Die aktuelle SnoTek TRINITY TRIDUSA mit vier Schneistufen bietet da schon fast alles, in fast einer perfekten Kombination.