
Management & Tourismus
Italienische Skigebiete verlangen Kostenbeitrag für Pistenrettung
Wer sich beim Skifahren in Italien ohne fremdes Verschulden selbst verletzt, muss für den Abtransport oft selbst bezahlen. Immer mehr Skigebiete verlangen von den Gästen einen Kostenbeitrag für die Pistenrettung, das berichtet RaiNews.
Mit den steigenden Urlaubszahlen nehmen auch die Unfälle zu – und mit ihnen der finanzielle Druck auf die Skigebiete. Denn die Sicherheit auf den Pisten erfordert enormen logistischen und finanziellen Aufwand.
Regionale Unterschiede bei den Gebühren
In Südtirol handhabt jedes Gebiet die Abrechnung anders: Am Kronplatz, den Drei Zinnen oder der Plose wird für die Erstversorgung und den Abtransport eine Pauschale von 275 Euro fällig. Auch am Rittner Horn fordert man in dieser Saison erstmals einen Eigenbeitrag.
Geschäftsführer Paul Jakomet und Präsident Markus Untermarzoner verweisen laut RaiNews auf die immensen Aufwände: „Der Beitrag ist schlicht notwendig, um zumindest einen kleinen Teil dieser Gesamtkosten abzudecken“, so Untermarzoner.
Die gute Nachricht: Wer eine Zusatzversicherung zum Skipass bucht oder eine private Unfall- bzw. Wintersportpolice besitzt, bekommt die Kosten in der Regel erstattet. Vor dem ersten Einkehrschwung lohnt sich daher ein genauer Blick in die eigenen Unterlagen.

© hansmartinpaul