
Management & Tourismus
Imster Bergbahnen: Eigene Lösung bei Einheimischentarifen
Die Imster Bergbahnen haben einen eigenen Weg gefunden, um Einheimische diesen Winter finanziell zu unterstützen: Über bestehende Partner- und Vorteilsprogramme werden ihnen auch in der kommenden Wintersaison vergünstigte Tagestickets in Hoch-Imst angeboten.
Dass Entscheidungen auf europäischer Ebene Zeit benötigen, darf aus Sicht des Geschäftsführers unternehmerische Initiative nicht bremsen.
„Der Satz ‚Das muss die Politik lösen‘ ist uns zu wenig. Wir tragen als Unternehmen selbst Verantwortung. Deshalb warten wir in Hoch-Imst nicht einfach ab, sondern bieten weiterhin konkrete Vergünstigungen an“, erklärt Bernhard Schöpf, Geschäftsführer der Imster Bergbahnen.
Bereits seit vielen Jahren sind die Imster Bergbahnen Partner des Tiroler Familienpasses.
Seit Herbst 2024 arbeitet das Unternehmen zudem mit der TIWAG, den Stadtwerken Imst und der Arbeiterkammer Tirol zusammen und traf Vereinbarungen mit Vereinen und Blaulichtorganisationen. Mit ihrer Einführung 2025 kam die Tiroler Jugendkarte dazu.
Diese Zugänge ermöglichen Preisvorteile über die jeweiligen Partnerprogramme.

Bernhard Schöpf
Geschäftsführer der Imster Bergbahnen
„Wir haben Partner gesucht, Möglichkeiten entwickelt und Lösungen umgesetzt. Genau darin liegt für uns unternehmerische Eigenverantwortung. Unsere einheimischen Gäste sollen spüren, dass uns ein leistbares Angebot ein echtes Anliegen ist.“ © Imster Bergbahnen / Rudi Wyhlidal
Rechtlich auf der sicheren Seite
Bei ausschließlich wohnsitzgebundenen Tarifen bestehen rechtliche Risiken bis hin zu Strafen. Die Imster Bergbahnen setzen deshalb bewusst auf ihre Kooperationsmodelle.
„Wir sind der festen Überzeugung, dass unsere an Partnerprogramme geknüpften Vergünstigungen rechtlich halten“, hält Schöpf fest.
Für die weitere Debatte wünscht er sich mehr Lösungswillen: „Ich setze auf Hausverstand statt auf die nächsten Europarechtsexpert:innen, die sofort wieder erklären, wie es nicht geht. Wir brauchen Menschen, die ihr Wissen nutzen, gangbare Wege aufzuzeigen. Mein Ansatz ist klar: Wir hören auf jene, die erklären, wie es geht.“