Südtirol zieht Sommerbilanz

Der Sommerbetrieb wird für die Betreiber der Aufstiegsanlagen in Südtirol immer wichtiger: Dies bestätigen die Rückmeldungen, die der Verband der Seilbahnunternehmer von seinen Mitgliedern in diesen Tagen bekommt. Was sagen die Bergbahnen konkret?

Der Sommerbetrieb wird für die Südtiroler Seilbahnunternehmer immer wichtiger, der Verband zieht eine entsprechend positive Bilanz. Auch die Aktion „Seilbahnsommer“ für Besitzer des Südtirolpass, an der sich rund 70 Aufstiegsanlagen im ganzen Land beteiligen, wurde wieder sehr gut angenommen. Die attraktiven Preisnachlässe werden von der einheimischen Bevölkerung geschätzt und genutzt.

Helmut Sartori

Präsident des Verbandes der Seilbahnunternehmer Südtirols

„Diese positive Entwicklung ist in erster Linie den attraktiven Angeboten unserer Mitglieder zu verdanken, aber auch der steigenden Beliebtheit des Berges und natürlich dem Wetter, das uns bis in den Herbst hinein milde Temperaturen und stabile Bedingungen bescherte.“

Internationale Gäste verschieben Saison

Bei der 3 Zinnen AG spricht man derzeit von einem Umsatzplus von 5,5 Prozent. Die zunehmende Internationalisierung der Gäste sorgt dafür, dass eine Verlagerung von der Hochsaison in die Vor- und Nachsaison stattfindet.

„Wir haben darauf reagiert und unsere Sommersaison beginnt nun schon Mitte Mai und geht bis 09. November. Besonders beliebt sind unsere Family Parks, die große Anziehungskraft für die Besucher haben. Sauberkeit, Qualität und Innovation machen sich bezahlt“, erklärt 3 Zinnen Geschäftsführer Mark Winkler.

Lift-Wandern als Trend

Konstant gute Zutrittszahlen konnte auch Carezza verzeichnen. „Die Sommersaison ist sehr gut gelaufen. Für die Zukunft planen wir, unser Sommerangebot auch abseits des klassischen Wanderns weiter auszubauen. Dabei möchten wir insbesondere unser Bike-Angebot erweitern und zusätzlich einen neuen, künstlerisch gestalteten Themenweg realisieren“, so Carezza-Geschäftsführer Florian Eisath.

Sehr gut angenommen wird in unserem Gebiet zunehmend das sogenannte „Lift-Wandern“. Mit den sechs Sommerbergbahnen lässt sich das Hochplateau unter dem Rosengarten auf vielfältige Weise, weitgehend autofrei und ohne große Einschränkungen erleben und erwandern.

Sonne als Erfolgsfaktor

Der Wandergast ist sehr Wettersensibel.

Hauptzielgruppe ist Wettersensibel

Der Sommer wird auch in Pfelders immer besser angenommen und dadurch immer wichtiger. Man merkt, dass die Saisonen immer früher starten können und auch im September immer noch perfektes Wanderwetter herrscht.

„Für uns ist der Wandergast die Hauptzielgruppe und dadurch auch sehr wettersensibel. Doch bei so einem sonnigen und heißen Sommer wie 2026 zieht es Urlauber wie Einheimische in die Berge und der Trend geht weiterhin eindeutig nach oben“, ist Hannes Kneissl, Geschäftsführer der Bergbahnen Pfelders, sicher.

Durch die Angebote mit dem Seilbahnsommer und der Südtirol Skiarena als Jahreskarte werden zudem Produkte angeboten, die auch für die Einheimischen den Zugang zu den Bergbahnen in Sommer erleichtert.

„Zusammengefasst kann man sagen, dass zwar immer noch der Großteil unserer Mitglieder den Hauptanteil am Umsatz im Winter erwirtschaftet, doch der Sommer wird immer wichtiger, in wenigen Gebieten hält sich das Verhältnis bereits die Waage. Wir befinden uns auf einem guten Weg, um dank Innovation und Diversifizierung zum Ganzjahresbetrieb zu kommen“, so Sartori abschließend.