Italien: Neuer Schrägaufzug zur Universität

Der neue Schrägaufzug zwischen Trient und dem Universitätscampus Mesiano in Italien geht in die finale Projektphase. Die verglaste Panoramakabine ist bereits auf der Strecke positioniert, erste Funktionsprüfungen wurden erfolgreich durchgeführt. Wann geht die Anlage in Betrieb und welche technischen Besonderheiten gibt es?

In Trient, Italien, nimmt ein seit Jahren erwartetes Infrastrukturprojekt seine endgültige Form an: Die Panoramakabine des neuen Schrägaufzugs Trento-Mesiano wurde von ihrer Schutzverpackung befreit und entlang der Fahrstrecke nahe der Bergstation positioniert.

Damit wird erstmals auch optisch sichtbar, wie die künftige direkte Verbindung zwischen der Talstation „Galilei“ und dem Ingenieurwissenschaftlichen Campus der Universität Trient aussehen wird.

Die wesentlichen baulichen und technischen Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Die Fertigstellung des Projekts ist für Herbst vorgesehen.

Das Projekt wird vom Südtiroler Seilbahnhersteller Leitner gemeinsam mit dem Trentiner Bau- und Infrastrukturunternehmen Misconel realisiert.

Die Panoramakabine

ist 3,7 Meter breit und 3,6 Meter lang.

50 Personen in 86 Sekunden

Auf einer rund 160 Meter langen Strecke überwindet die Anlage einen Höhenunterschied von 76 Metern.

Die großzügig verglaste Panoramakabine bietet Platz für bis zu 50 Fahrgäste, davon 14 auf Sitzplätzen.

Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 2,5 Metern pro Sekunde dauert die Fahrt zwischen den beiden Stationen rund 86 Sekunden.

Im Regelbetrieb ist eine Förderleistung von 537 Personen pro Stunde und Richtung vorgesehen.

Vollautomatischer Betrieb

Die Anlage verfügt über Steuerungseinheiten an beiden Stationen und ist für einen vollautomatischen Betrieb ausgelegt. Zusätzliche Bedienelemente sind sowohl in der Kabine als auch in den Ein- und Ausstiegsbereichen vorgesehen.

In der Talstation wird darüber hinaus eine von einem Mitarbeiter überwachte Leitstelle eingerichtet.

Neue Verbindung für Fuß- und Radverkehr

Parallel zum Schrägaufzug entsteht eine neue Rad- und Fußwegverbindung zwischen der Bergstation und der Via Mesiano.

Der rund 300 Meter lange und vier Meter breite Weg verläuft unterhalb der Universitätsbibliothek und des Ingenieurcampus und ergänzt die neue Anlage um eine weitere Verbindung für nachhaltige Mobilität.

Das Gesamtbudget für das Projekt beträgt ca. 6,5 Millionen Euro.