Urbane Seilbahn virtuell erleben

Die geplante Seilbahn zur Bundesgartenschau in Wuppertal (Deutschland) wird nun mit der VR-Brillen-Simulation öffentlich erfahrbar. Zugleich laufen Gutachten und Planungen für die urbane Anlage weiter. Erste Details zur Anlage sind nun öffentlich.

Die Buga GmbH arbeitet bekanntlich an einer urbane Seilbahn für die Bundesgartenschau in der deutschen Großstadt Wuppertal. Gleichzeitig hat sich die Projektgesellschaft auf die Fahnen geschrieben, so viel Transparenz wie möglich zu schaffen, um die Menschen mit einzubeziehen und vor allem mitzunehmen.

Regelmäßig besuchen deshalb Vertreterinnen die Sitzungen der Bezirksvertretungen (BV), die besonders von der Buga betroffen sein werden. Das berichtet die Westdeutsche Zeitung. 

Dort wurden den Politikern bereits plastische 3D-Bilder der aktuellen Seilbahn-Planungen via Virtual-Reality Brillen (VR) vermittelt. Die Öffentlichkeit hat seit vergangenen Freitag ebenfalls Gelegenheit dazu.

Virtueller Blick aus dem Kabinenfenster

Mehr Bürgerbeteiligung und Planung der Seilbahn

Im September starten zudem neue Beteiligungsformate für die Bundesgartenschau. Parallel schreiten die Planungen für die Buga-Seilbahn voran:

  • Bodenuntersuchungen: Die aktuell laufenden Analysen liefern wichtige Daten für das Fundament des Bauprojekts.
  • Betreibersuche: Die Stadt befindet sich in Gesprächen mit potenziellen Konzessionsnehmern. Ziel ist es, Planung, Bau und Betrieb komplett in die Hände eines einzigen Unternehmens zu legen.
  • Rahmenbedingungen: Der künftige Betreiber muss Auflagen des Denkmalschutzes und der Naturverträglichkeit berücksichtigen, erhält aber zugleich Freiraum für eigene kreative Konzepte.

Das Gelände der Bundesgartenschau

Die Seilbahn verläuft durch die Areale 2 und 3.

Talstation

  • Verkehr entlasten: Ein neues Parkhaus auf dem aktuellen Parkplatz-Areal soll den Parkdruck im Zooviertel nachhaltig senken
  • Standort der Talstation: Der Baukörper des Parkhauses erhält eine kubische Form. Auf der sechsten Etage in 16 Metern Höhe wird die Talstation der Seilbahn integriert, die dort auch als Gondel-Garage dient.
  • Architektur: Statt historisierender Fassaden setzt die Buga auf eine moderne, begrünte Außenhaut, die sich unaufdringlich in das Umfeld der Gründerzeitbauten einfügt.

Mittelstation (Sambatrasse)

  • Design & Integration: Die Station überspannt die Sambatrasse. Das Design orientiert sich optisch am Aussichtsturm des Löwengeheges – mit reichlich Holz und bepflanztem Dach.
  • Barrierefreiheit: Ein Aufzug sorgt für einen stufenlosen Zugang.
  • Trassenführung: An dieser Stelle macht die Seilbahn einen 45-Grad-Knick, um Kurs auf die Bergstation zu nehmen.

Bergstation & Hängebrücke

  • Gestaltung: Die Bergstation ist als flacher, funktionaler Bau geplant, der Aufenthaltsmöglichkeiten sowie Fahrradstellplätze bietet und die Holz-Optik der Mittelstation aufgreift.

Zeitplan und rechtliche Hürden

  • Ausschreibung: Derzeit werden die Vergabeunterlagen vorbereitet, um die Ausschreibung möglichst Ende des Jahres zu veröffentlichen.
  • Bebauungsplan & Politik: Parallel wird am Bebauungsplan gearbeitet. Im November sollen die politischen Gremien (darunter die BV Elberfeld-West) über den Veröffentlichungsbeschluss entscheiden – ein zentrales Signal für das Gesamtprojekt.
  • Umfangreiche Gutachten: Als Grundlage dienen derzeit finalized bzw. kurz vor dem Abschluss stehende Gutachten (u. a. zu Verkehr, Störfall, Kaltluft, Artenschutz und Landschaftspflege).
  • Paralleles Vorgehen: Aufgrund des enormen Zeitdrucks laufen Ausschreibungsvorbereitung und Bauleitplanung zeitgleich. Ein rechtskräftiger Bebauungsplan ist zwingend erforderlich, da Verträge oder Konzessionen mit Seilbahnunternehmen erst mit bestehendem Planungsrecht unterzeichnet werden können, um erhebliche finanzielle Ausfallrisiken zu vermeiden.